Kickers Offenbach
News, Info's und Zeitungsberichte über den OFC
Juli 2002

31.07.2002: Keine Sonderbewachung für Oelkuch
31.07.2002: Kickers öffnen alle Kassen Ab heute Derby-Karten
31.07.2002: Immer in die rechte Ecke, bis Volz kommt
30.07.2002: Kickers schlagen bei den Tickets auf
30.07.2002: Eintracht II mit OFC im Hinterkopf
30.07.2002: Hoffen auf den zweiten Streich
30.07.2002: Üben in Offenbach, träumen von Madrid
30.07.2002: Lippert trotz holpriger Vorbereitung optimistisch
30.07.2002: Heimpremiere für den OFC
30.07.2002: Nachgefragt bei: Kickers-Trainer Ramon Berndroth
30.07.2002: 1. FCS ohne Schäfer in den Hexenkessel
27.07.2002: Mangel auf der linken Seite ein Ende gesetzt
27.07.2002: Keine Experimente gegen Augsburg Kickers zum Auftakt doch mit Libero
27.07.2002: "Wir fördern eine Atmosphäre, die Helden entstehen lassen kann"
27.07.2002: Offenbach mit großen Plänen
27.07.2002: Der FCA überlässt nichts dem Zufall
26.07.2002: Endlich wieder ein Main-Derby
25.07.2002: Hessischer Fußballpoker
25.07.2002: Kompliziert und teilweise umstritten
25.07.2002: Die Wechsel
25.07.2002: Beim OFC wird wieder auf die Jugend gesetzt
24.07.2002: Eintracht gegen Offenbach am Schönbusch löst Bedenken aus
24.07.2002: Offenbach schoss sich in Niedermittlau für Augsburg ein
24.07.2002: OFC: Fans mit dem Zug nach Augsburg
23.07.2002: Und wer stürmt neben Michael Petry?
22.07.2002: Klare Worte in der Kickers-Kabine
22.07.2002: Granteliger Coach
22.07.2002: Absteiger 1. FC Saarbrücken ist Top-Favorit der Trainer
22.07.2002: OFC-Auftritt wird für Hornischer zum "Abschiedsspiel"
21.07.2002: Offenbacher Kickers ärgern ihren Trainer
21.07.2002: KSV Klein-Karben holt sich den Kreispokal
20.07.2002: HFV-Irrtum? Kaba darf nun doch spielen
20.07.2002: Naciri trifft gegen SC Verl
20.07.2002: HFV erteilt Bachir Kaba doch die Spielgenehmigung
20.07.2002: Fußball-Testspiel an der Verler Poststraße
19.07.2002: Kickers ohne Genehmigung für Kaba
19.07.2002: HFV entzieht Bachir Kaba die Spielgenehmigung
19.07.2002: Konsequenz aus der Lizenzvergabe
18.07.2002: 0:5-Pleite für die Kickers
18.07.2002: Effe sei Dank: Beim FCA zahlen Arbeitslose nichts
18.07.2002: Starke Frühform
18.07.2002: Dolzer vor Rückkehr?
17.07.2002: Berndroth mit 6:1 zufrieden
17.07.2002: Rutscht FSV mit Gnadengesuch in Regionalliga?
17.07.2002: Regionalliga Süd kann für 27. Juli planen
17.07.2002: Wo wird der FSV Frankfurt spielen?
16.07.2002: Alex Lorenz - Flügelmann mit fünf Zielen
16.07.2002: Rechts schauen, links spielen
16.07.2002: Kickers-Schals aus Offenbach
15.07.2002: Rapolder lässt Dama schmoren
15.07.2002: Daniel Graf: Wiedersehen mit dem OFC
15.07.2002: KSC kommt den Kickers nicht ungelegen
15.07.2002: Berndroth zufrieden: OFC variabler und abwehrstark
15.07.2002: Es hätte ein ausgelassener Feier-Abend werden können
15.07.2002: OFC trainiert in Schneverdingen
15.07.2002: Favoriten hatten Schussstiefel geschnürt
13.07.2002: Kickers geben mächtig Gas
13.07.2002: Bachir Kaba - flexibler Twen für die Abwehr
13.07.2002: Von nichts mehr überraschen lassen
13.07.2002: OFC macht Wächtersbach nass - 9:0
13.07.2002: Auf dem Bieberer Berg
12.07.2002: Derby gegen Darmstadt im Hessen-TV
12.07.2002: Erst der Test gegen Ahlen, dann das Fest mit den Fans
12.07.2002: Wer hat den OFC noch nicht gesehen?
11.07.2002: Ein Barcelona-Fan auf den Spuren von Veron
11.07.2002: Regionalliga in Terminnot
11.07.2002: KICKERSTAG
11.07.2002: DFB-Pokal: Auslosung der ersten Hauptrunde am Sonntag
10.07.2002: Etat ist ausgereizt
10.07.2002: Lizenztheater: Interview mit Hans Scheuerer
10.07.2002: Der SV Wehen will Hayrettin Yildiz holen
09.07.2002: Den kannst du auch nachts um vier Uhr zum Training wecken
09.07.2002: Dieter Müller beim Sommerfest des Profi-Getränke-Marktes
08.07.2002: Kickers-Trainer Berndroth lobt den "Gemeinschaftssinn"
08.07.2002: Darmstadt überzeugt gegen Essen / OFC-Neuzugänge treffen
08.07.2002: Vor 450 Zuschauern: Bayern Alzenau unterliegt dem OFC
06.07.2002: Kickers 3:0 - Petry im Pech
06.07.2002: OFC spielt heute in Alzenau
05.07.2002: 1:1 gegen den SV Bernbach
05.07.2002: SV Bernbach: Gelungener Test gegen Kickers Offenbach
05.07.2002: Rund ums Spiel - Spiele gegen OFC sind schon Tradition
04.07.2002: Zweiter Test für den OFC
04.07.2002: Interview mit Trainer Berndroth
02.07.2002: Brasilianer obenauf bei den Kickers

 
News vom Mi. 31.07.2002

Keine Sonderbewachung für Oelkuch

Offenbach (bam). Ramon Berndroth beeindrucken Serien - die der eigenen Mannschaft, aber auch die des Gegners. Und eine, wie sie der 1. FC Saarbrücken hingelegt hat, nimmt der Trainer von Kickers Offenbach gerne, um auf die Stärken des Konkurrenten hinzuweisen. Neun Spiele bestritt der 1. FC Saarbrücken in der Vorbereitung - zwar alle gegen unterklassige Gegner, aber alle endeten mit einem Saarbrücker Sieg. "Und das zehnte Spiel am Stück haben sie dann auch gewonnen." Schönen Gruß nach Wehen, das Team von Gerd Schwickert unterlag beim Zweitligaabsteiger 1:2. Auch, weil es Michael Oelkuch nicht stoppen konnte. "Wenn du den nicht in den Griff bekommst, wird's ganz, ganz schwer." Wehen weiß warum - Oelkuch bereitete das 1:0 vor, das zweite Tor schoss er selbst. Also heute am Bieberer Berg (19.30 Uhr) Sonderbewachung für den Regisseur? "Nein." Bei der Begründung erinnert Berndroth an eine Serie. Nur zweimal brach der Kickers-Trainer mit der Tradition, auf Sonderbewachung grundsätzlich zu verzichten - jeweils stand Tobias Schindler in den Derbys gegen Darmstadt 98 Zivojin Juskic auf den Füßen. Mit Erfolg zwar, doch zum einen fehlt Schindler gegen Saarbrücken weiterhin wegen seiner Knieverletzung; zum anderen "ist Oelkuch in allen Räumen zu finden" (Berndroth). "Auch dort, wo er eigentlich nicht hingehört." Und damit er auf dem Weg dorthin nicht auch noch von einem OFC-Spieler begleitet wird, gibt's eben keine Sonderbewachung, sondern wird die Aufgabe verteilt. "Unser Abwehrverhalten muss ökonomisch sein", fordert der Kickers-Coach und will nicht zerstören, was er "Harmoniekette" nennt. Auffallend in Augsburg war die gute Abstimmung. Anders als Horst Ehrmantraut auf der Gegenseite setzt Berndroth auf das Prinzip "never change a winning team" (dazu Bericht auf dieser Seite). "Wir wollen eine kleine Serie starten, was die Mannschaftsaufstellung betrifft." Diese Serie helfe auch denen, so des Trainers Begründung, die draußen sitzen, "denn kommen sie rein, spielen sie in einer gefestigten Truppe."

Gegen Saarbrücken beginnt also die gleiche OFC-Elf wie beim 2:0 in Augsburg - wenn auch mit leicht veränderten Aufgaben. Beim ersten Heimspiel der Saison und vor der erwartet großen Kulisse wird Berndroth sein Team offensiver ausrichten als in Schwaben. Das wird besonders für die Außenpositionen mit Alexander Lorenz und Thorsten Becht gelten. Lorenz' Einsatz war wegen einer Magen-Darm-Grippe zuletzt ebenso fraglich wie der von Michael Petry, aber sie gaben das Okay.

Berndroth will auch in dieser Spielzeit eine Atmosphäre schaffen, "in der kleine sportliche Helden" entstehen können. Der Anfang sei gemacht mit Christian Knappmann, der beim ersten Einsatz sein erstes Tor für den OFC erzielte; mit dem ballsicheren Patrick Falk, der in Augsburg nur 60 Minuten spielen sollte, aber 90 durchhielt; mit Thorsten Becht, der nach wochenlanger Verletzungs-Pause überzeugte; und mit Matthias Dworschak: "Der war in Augsburg wieder das alte Kampfschwein."

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mi. 31.07.2002

Kickers öffnen alle Kassen Ab heute Derby-Karten

Offenbach (bam). Kundenservice bei Kickers Offenbach: Wegen des erwarteten Andrangs im Heimspiel gegen Saarbrücken öffnet der OFC heute alle Kassen am Bieberer Berg. Unmittelbar nach dem Spiel beginnt der Kartenvorverkauf für das Derby gegen Darmstadt 98 (Samstag, 10. August, 14.30 Uhr). Tickets gibt es im Fanshop und an Kasse 5.

(Von HMartin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mi. 31.07.2002

Immer in die rechte Ecke, bis Volz kommt

Dreieichenhain (leo). "Mein Bruder Hans-Peter hat mir damals das Leben gerettet, denn die Leute hingen mir vor Freude am Kehlkopf. Er hat sie alle weggezogen", erinnerte sich Karl-Heinz Volz mit einem Schmunzeln an das Fußball-Pokalendspiel zwischen Kickers Offenbach und dem favorisierten 1. FC Köln am 29. August 1970. Beim Stand von 2:1 wehrte OFC-Keeper Volz kurz vor Spielende einen Strafstoß von Werner Biskup ab und rettete den Kickers damit den Pokalsieg, der größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Stinka und der Kölsche Klüngel

Biskup war vor 32 Jahren ein Großer. "13 oder 14 Elfer hatte Biskup in Serie verwandelt. Immer ins rechte Eck. Ich wusste: Du musst den Ball nur halten, das habe ich dann auch gemacht", grinste Volz. "Eigentlich durfte so ein Verein wie der OFC gegen Köln ja nicht Pokalsieger werden, da hat der Schiedsrichter diesen lächerlichen Elfmeter gegen uns gepfiffen", blickte Volz zurück. Volz, zuletzt lange Jahre Trainer beim hessischen Oberligisten FV Bad Vilbel, hielt im Pokalspiel und auch in der Punktrunde gegen die Kölner so gut, dass ihn die "Geißböcke" ins Rheinland lockten. Nach nur einem Jahr wechselte er aber wieder zurück nach Hessen und ging zum FSV Frankfurt, dessen Ehrenspielführer er heute ist. "Der Kölsche Klüngel war nichts für mich."

Mit Anekdoten und Schmonzetten sorgten ehemalige Fußball-Größen aus der Region - darunter Siggi Gast, Roland Weida, Volz (alle OFC) und auch Dieter Stinka (Eintracht Frankfurt) - auf Einladung des SV Dreieichenhain für eine unterhaltsame Diskussion. Und dann: Endlich, nach über 40 Jahren, nannte Dieter Stinka den Grund, warum er nie nach Offenbach wechselte, während er seine großen Erfolge mit Eintracht Frankfurt feierte: 1959 Deutscher Meister, ein Jahr später Mitglied der Eintracht-Elf, die im legendären Europapokal-Endspiel gegen Real Madrid 3:7 verlor, nun bekannte er: "1958 wollte ich vom FC Gelnhausen zum OFC. Damals wurden die Kickers von Paul Oßwald trainiert, dem besten Coach der Welt. Daher wollte ich nach Offenbach, dann aber ging Oßwald an den Riederwald und ich bin eben zur Eintracht." Die Eintracht wurde mit Stinka 1959 Meister, der OFC - ohne Stinka - nur Zweiter.

(Von leo, OFFENBACH-POST)

 
News vom Di. 30.07.2002

Kickers schlagen bei den Tickets auf

Offenbach (bam). Kickers Offenbach erhöht die Eintrittspreise. "Wir wissen, dass diese Maßnahme unpopulär ist, aber sie ist notwendig", sagte Kickers-Vize-Präsident Thomas Kalt. Neben "vielen anderen Maßnahmen" sei die Entscheidung ein Muss gewesen, um die Regionalliga-Lizenz zu erhalten. Dass vor allem der Zeitpunkt unglücklich sei, gab Kalt zu. 48 Stunden vor dem ersten Heimspiel der Saison - morgen gegen den 1. FC Saarbrücken (19.30 Uhr) - veröffentlichte der OFC seine neuen Preise. Fazit einer Kurz-Umfrage unter den vier hessischen Regionalligisten: So viel wie in Offenbach kosten Eintrittskarten weder in Darmstadt, Wehen noch bei den Eintracht-Amateuren.

Den Stehplatz auf der Waldemar-Klein-Tribüne - der Gegengerade am Bieberer Berg - gibt's ohne Ermäßigung künftig für 8,50 Euro. Das sind 50 Cent mehr. Der Stehplatz im Böllenfalltorstadion kostet acht, der bei den Eintracht-Amateuren und für den Halberg je sieben Euro. Der volle Preis für den besten Sitzplatz auf der Haupttribüne liegt bei 20 Euro - so viel wie in Darmstadt, neun mehr als in Wehen, acht mehr als in Frankfurt. Die Amateure des Zweitligisten ziehen bei den Sitzplatz-Preisen nur gleich, spielen sie im Waldstadion. Aber "Preise wie im Waldstadion" (Zitat Eintracht) gelten wegen der "erhöhten Kostensituation im Sicherheitsbereich" auch für das Derby der Eintracht gegen Offenbach, das aus Angst vor Ausschreitungen am 14. August am Aschaffenburger Schönbusch angepfiffen wird. Das bedeutet: Ein Stehplatz kostet zehn, ein Sitzplatz 20 Euro.

Kalt kennt die Kritik, die ihn und seine Präsidiumskollegen nun erwartet. Und er kennt die Rechnung, die ihm jetzt aufgemacht wird. Schließlich wurde bei der Umstellung von Mark auf Euro (bei den Preisen ab Februar) ebenfalls gerundet. So kostete der Stehplatz vor der Währungsumstellung 15 Mark, anschließend acht Euro. Nun sind es 8,50 Euro (umgerechnet 16,62 Mark). Noch deutlicher wird die Steigerung bei der Oriontribüne. 20 Mark waren es vor der Umstellung, anschließend 10,50 Euro (20.53 Mark). Ab dem Heimspiel morgen gegen Saarbrücken kostet der gleiche Platz 12 Euro (23,46 Mark).

Als Gegenleistung zur Erhöhung gibt's die Stadionzeitung (bisher ein Euro) umsonst. Und: Kinder bis zwölf Jahre zahlen auf den Stehplätzen am Bieberer Berg nichts. Das gibt es weder in Frankfurt (unter sechs Jahre frei), noch in Darmstadt (bis 16 Jahre acht Euro) oder Wehen (bis 14 Jahre 2,50 Euro).

50 000 bis 60 000 Euro soll durch die erste Anhebung "seit fünf, sechs Jahren" (Kalt) mehr in die Kasse kommen. "Geld", so Kalt, "ohne das wir weder die Lizenz bekommen hätten oder einen regionalligatauglichen Kader hätten zusammenstellen können." 1,5 Millionen Euro geben die Kickers in dieser Saison für das Regionalliga-Team aus, zwischen 850 000 und 900 000 Euro sollen durch den Kartenverkauf wieder reinkommen. Im Durchschnitt kostet das Ticket 7,90 Euro.

Kalt glaubt nicht, dass die Fans den Kickers den Rücken kehren. Aber er und auch Trainer Ramon Berndroth wissen, dass mit den Preisen auch die Erwartungen steigen. 10 000 bis 12 000 Zuschauer sollen laut Manager Lars Schmidt gegen Saarbrücken kommen. Allein der Ex-Zweitligist bestellte knapp 700 Karten. Berndroth überlässt nichts dem Zufall, die Mannschaft bezieht zur Vorbereitung wieder Tageszimmer. Fraglich nur der Einsatz von Michael Petry und Alexander Lorenz (beide Magen-Darm-Grippe). Aber der Trainer verspricht: "Es wird das Schlagerspiel zweier Teams, die den absoluten Erfolg suchen. Wir fighten bis zum Umfallen."

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Di. 30.07.2002

Eintracht II mit OFC im Hinterkopf

Frankfurt (app). Endlich. Auch für den Meister der Fußball-Oberliga Hessen beginnt der Kampf um Punkte in der Regionalliga Süd. Drei Tage nach dem 2:0-Erfolg der Offenbacher Kickers beim FC Augsburg spielen die Amateure der Frankfurter Eintracht heute (18.30 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern. Trainer Bernhard Lippert hat sich die "Roten Teufel" am Samstag beim 2:2 in Darmstadt angesehen. Sein Fazit: "Ein offensivstarker Gegner." Lippert will mit einer Viererkette in der Abwehr den Sturmdrang des FCK stoppen. Im Angriff sollen Peter Sprung, einst für die Sportfreunde Seligenstadt aktiv, und Raffael Tonello, vergangene Saison Kickers Offenbach, die Konter erfolgreich abschließen.

Auch wenn der OFC erst der vierte Gegner der Frankfurter in dieser Saison ist, spukt der Nachbar vom Bieberer Berg schon lange vor diesem Aufeinandertreffen in den Köpfen herum. Auf die Frage, welche Schlagzeile er in der neuen Saison gerne lesen würde, wird Mittelfeldspieler Jens Paetzold in der gestern veröffentlichten Pressemappe mit dem Satz "Eintracht Amateure fegen Kickers Offenbach mit 5:0 aus dem Stadion" zitiert. Der zweite Torwart Patric Klandt, einst VfR Kesselstadt, bevorzugt folgende Formulierung: "Eintracht schießt die Offenbacher Kickers ab."

Am Mittwoch, 14. August, haben die Frankfurter im Stadion am Schönbusch (Aschaffenburg) die Chance, diesen markigen Worten Taten folgen zu lassen. Ab September werden sie die Heimspiele im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion austragen. Gegen Saarbrücken, Erfurt und Darmstadt spielen sie in der Rückrunde aus Sicherheitsgründen im Waldstadion.

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Di. 30.07.2002

Hoffen auf den zweiten Streich

Ramon Berndroth mag Situationen wie diese. Da tritt seine Mannschaft, Kickers Offenbach, am ersten Spieltag der Fußball-Regionalliga Süd beim hoch gehandelten Aufsteiger FC Augsburg an, dem nicht Wenige den Durchmarsch in die zweite Liga zutrauen, und siegt 2:0, was wiederum diese nicht Wenigen dem OFC nicht unbedingt zugetraut haben. "Wir wollen positiv überraschen, einmal ist uns das gelungen", kommentiert der Kickers-Trainer den Husarenstreich seines Teams, das bereits am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr) die Möglichkeit hat, beim ersten Heimspiel der Saison gegen den 1. FC Saarbrücken erneut einen Favoriten zu ärgern.

Berndroth weiß um die Schwere der Aufgabe, gerade weil der Saarbrückener Trainer Horst Ehrmantraut einen Fußball spielen lasse, "von dem einige zwar meinen, er sei nicht mehr modern, der aber ungemein effektiv ist", sagt Berndroth. Das Pfund, mit dem er OFC wuchern kann, ist derweil das gestärkte Selbstwertgefühl nach dem gelungenen Auftakt. Der hat Berndroth "sehr gefreut, die Mannschaft war auf die Minute topfit". Besonders wohlwollend hat der Kickers-Coach registriert, dass Neuzugang Christian Knappmann die Eindrücke aus der Vorbereitung - nämlich torgefährlich zu sein - mit dem Treffer zum 2:0 auch im Punktspiel bestätigte, und auch Patrick Falk, der entgegen der ursprünglichen Planung 90 Minuten durchspielte, zu überzeugen wusste.

Das nährt in Offenbach die Hoffnung, dass es gegen Saarbrücken nicht nur zu einem "Zahltag", einer fünfstelligen Kulisse, kommt, sondern auch zum "ersten fußballerischen Fest der Saison", so Berndroth. Um allerdings die Saarländer gar nicht erst in die rechte Festtagslaune kommen zu lassen, werde sein Team "fighten bis zum Umfallen", verspricht Berndroth, der ferner hofft, dass der ein oder andere seiner Akteure "über sich hinauswachsen wird". Personell will Berndroth indes nichts ändern. Er plant, gegen Saarbrücken die gleiche Formation aufs Feld zu schicken, wie in Augsburg. "Wenn alle fit bleiben", betont er. Allerdings macht ein Magen-Darm-Virus derzeit die Runde. Zuletzt hatte es Stürmer Michael Petry erwischt, und nun bangt Berndroth um Alexander Lorenz, der im Hotel in Augsburg mit Petry das Zimmer teilte.

(Von Andreas Hunziger, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Di. 30.07.2002

Üben in Offenbach, träumen von Madrid

Auf dem Weg vom Zweitligisten Eintracht Frankfurt in die Beletage ist Chen Yang erst einmal beim OFC gelandet

Am morgigen Mittwoch kommt Horst Ehrmantraut nach Offenbach. Als Trainer des 1. FC Saarbrücken, den der eigenwillige Coach wieder in den bezahlten Fußball zurückführen soll, gastiert er mit seiner Mannschaft zum Punktspiel der Regionalliga Süd bei Kickers Offenbach. Würde der ehemalige Trainer von Eintracht Frankfurt vor dem Spiel eventuell beim OFC-Training kiebitzen, dann würde er einen unter den Offenbacher Kickern ganz genau kennen - Chen Yang. Schließlich kam der schnelle Stürmer vor vier Jahren auf Betreiben Ehrmantrauts nach Frankfurt.

Während Ehrmantraut im Saarland die Hoffnungen der Fußballfans trägt, kann Yang derzeit keine Erwartungen befriedigen. Der 28 Jahre alte Asiate, einst erster Chinese in der Bundesliga, musste im vergangenen Mai nach vier Jahren in Frankfurt, in denen er 65 Erstliga- und 29 Zweitligapartien für die Adlerträger bestritt und dabei insgesamt 21 Tore erzielte, gehen und hat seitdem keinen Klub gefunden, für den er stürmen könnte.

Deswegen ist Chen Yang nun freiwillig abgestiegen, um zu regelmäßigem Training zu kommen. Seit vergangenem Donnerstag übt der 1,85 Meter große Angreifer mit den Kickers aus Offenbach. Yangs Berater Klaus Gerster, ehemals Manager beim OFC, hatte bei Kickers-Trainer Ramon Berndroth nachgefragt, ob sich der Chinese nicht beim OFC fithalten könne, bis er einen neuen Verein gefunden habe. Berndroth stimmte dem zu, so wie er das in der Vergangenheit schon bei den ehemaligen Eintracht-Profis Erol Bulut, Slobodan Komljenovic, Jochen Kientz und Thomas Sobotzik getan hatte und es zurzeit auch bei Carsten Hennig und Timo Uster, deren Wechsel zum FSV Frankfurt nicht zustande kam, praktiziert. "Man muss das als Mensch sehen", sagt Berndroth, "der Seele der Spieler tut es gut, wenn sie in der Zeit, in der sie keinen Klub haben, bei einem Verein mittrainieren können und nicht allein im Wald laufen müssen."

Und deswegen hat er Klaus Gersters Bitte entsprochen und den Chinesen in sein Ubungsprogramm integriert. Yang ist dankbar für die Möglichkeit, fußballspezifisches Training zu haben, denn er will schnellstmöglich zurück auf das Spielfeld. Und das möglichst bei einem Erstligisten. "Angebote gab es seit Mai genügend", sagt er, "aber nur aus der zweiten Liga", unter anderem zeigte der MSV Duisburg Interesse. Darüber hinaus hätte er, "sofort wieder nach China" wechseln können, bei Guoan Peking, von wo er einst nach Europa auszog, wäre er mit Kusshand genommen worden, so Yang. "Doch ich möchte unbedingt in Europa bleiben", sagt der athletische Stürmer, und am liebsten eben in einer ersten Liga. Bei allem Ehrgeiz und Vertrauen in die eigenen Qualitäten ist Yang jedoch kein Fantast. Auch wenn er am liebsten in der Ersten Bundesliga spielte, es ihm auch gefallen könnte, "in England oder in Spanien" dem runden Leder hinterherzujagen, so weiß er sehr wohl, dass er eventuell irgendwann Kompromisse machen muss. Deswegen baut er vor. Zweite Liga ? Zur Not ja, "aber wenn, dann nur in Deutschland", sagt er entschlossen.

Zunächst allerdings trainiert der WM-Teilnehmer bei einem Drittligisten. Dies jedoch hochmotiviert und mit sichtlichem Vergnügen. "Super" nennt er Atmosphäre, Trainingsinhalte und die OFC-Mannschaft, und der erhobene Daumen der rechten Hand unterstreicht seine Worte. Und der Umstand, dass er mit 28 in der jungen OFC-Mannschaft "ein Opa" ist, erheitert ihn sichtlich. Doch auf die vorsichtig gestellte Frage, ob er sich denn, wenn kein Angebot komme, vorstellen könnte..., findet Yang klare Worte: "Dritte Liga ? Nein", das könne er sich beim besten Willen nicht vorstellen. Die Verantwortlichen beim OFC wohl auch nicht, denn eine Verpflichtung Yangs wäre, finanziell gesehen, wohl Utopie. Der Umstand, dass er beim OFC trainieren kann, sollte Chen Yang indes zuversichtlich stimmen. "Bisher sind alle Profis ohne Klub, die bei uns trainiert haben, recht schnell wieder untergekommen", sagt Ramon Berndroth.

(Von Andreas Hunziger, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Di. 30.07.2002

Lippert trotz holpriger Vorbereitung optimistisch

Frankfurt/Offenbach. Am vergangenen Wochenende feierten die Offenbacher Kickers, der SV Darmstadt 98 und der SV Wehen ihre Saisonpremiere in der Fußball-Regionalliga Süd. Heute Abend startet nun auch der vierte hessische Verein in die neue Runde. Die Amateure von Eintracht Frankfurt gastieren bei der zweiten Garnitur des 1. FC Kaiserslautern (18.30 Uhr). Bei den Pfälzern möchte der Aufsteiger demonstrieren, dass er nicht zu den Wackelkandidaten in Liga drei gehört, wie bereits viele Kenner prognostiziert haben. "Absteigen werden wir nicht", erklärt jedenfalls Frankfurts Trainer Bernhard Lippert voller Überzeugung. "Die Vorbereitung verlief holprig", gestand der Eintracht-Coach zwar ein, seine Mannschaft sei für den Auftakt "aber auf den Punkt fit und sehr gut gerüstet". Lediglich hinter dem Einsatz von Neuzugang Raffael Tonello stehe noch ein Fragezeichen. Dafür hat Bakary Diakite aus dem so genannten Profi-Anschlusskader die Gelegenheit, sich im Regionalligateam zu bewähren. Unterdessen betonte Vize-Präsident Klaus Lötzbeier noch einmal, dass an dem Austragungsort Aschaffenburg für das brisante Derby gegen den OFC festgehalten werde. Das Spiel findet am Mittwoch, 14. August (18.30 Uhr) im Stadion am Schönbusch statt. "Ich hoffe auf einen erfolgreichen Start und vielleicht eine kleine Serie. Wir müssen jetzt, da das Team fit ist, die Punkte einsammeln." Nach dem 2:0-Auftaktsieg beim FC Augsburg, gibt sich Ramon Berndroth, Trainer der Offenbacher Kickers, kämpferisch. Denn am morgigen Mittwoch gilt es für den OFC, die guten Eindrücke vom Debüt zu bestätigen. Auf den Bieberer Berg (19.30 Uhr) kommt der Topfavorit 1. FC Saarbrücken. "Es wird ein Schlagerspiel zwischen zwei Teams, die den Erfolg suchen", glaubt der Kickers-Coach. Auch wenn immer noch ein leichter Magen-Darm-Virus durch den Kader geistert: Berndroth wird gegen Saarbrücken der Erfolgself vom Wochenende vertrauen - mit Patrick Falk als Spielgestalter. "Er hat zum richtigen Zeitpunkt in den Spielrhythmus gefunden. Wir brauchen seinen Offensivgeist", lobt Berndroth seinen Neuzugang. Der Gegner, der Zweitligaabsteiger aus dem Saarland, kommt mit Ex-Eintracht-Trainer Horst Ehrmantraut nach Offenbach. Berndroth hat den FCS ausgiebig studiert und kam dabei zu dem Fazit: "Ich ziehe den Hut vor meinem Trainerkollegen. Er hat nach dem Abstieg eine Truppe geformt, in der jeder bis zum letzten i-Tüpfelchen seine Aufgaben kennt." Der Schlüssel zum Erfolg, so der OFC-Coach, sei es, den Saarbrücker Aktivposten Michael Oelkuch in den Begriff zu bekommen. "Dazu muss die gesamte Mannschaft hellwach sein."

(Von fri/Holger Kliem, FRANKFURTER NEUE PRESSE)

 
News vom Di. 30.07.2002

Heimpremiere für den OFC

2. Spieltag: Kickers erwarten am Mittwoch den Meisterschaftsfavoriten 1. FC Saarbrücken

GELNHAUSEN (lh). Der zweite Spieltag der Fußball Regionalliga Süd steht heute und morgen auf dem Programm - doch Zweitliga-Absteiger SpVgg. Unterhaching ist immer noch nicht im Einsatz. Nachdem die Partie des ersten Spieltages bei den Stuttgarter Kickers verlegt wurde, sind die Bayern in der zweiten Runde spielfrei.Im Mittelpunkt dieses Wochenendspieltages stehen aber ohnehin andere Teams, vorneweg die Offenbacher Kickers. Der OFC startete mit einem nicht unbedingt erwarteten 2:0-Erfolg beim "Geheimfavoriten" FC Augsburg glänzend in die Saison und kann sich am Mittwoch (19.30 Uhr, Bieberer Berg) bei der Heimpremiere auf eine große Kulisse freuen. Schließlich kommt mit dem 1. FC Saarbrücken (2:1 gegen Wehen) nicht nur ein weiterer Auftaktsieger, sondern auch der Top-Favorit auf den Meistertitel. Gespannt darf man besonders auf den Auftritt von Patrick Falk sein, der in Augsburg eine gute Leistung im Kickers-Dress zeigte und auf seinen Ex-Coach Horst Ehrmantraut trifft.Die drei anderen hessischen Klubs hoffen dagegen noch auf ihren ersten Saisonsieg: Wehen, das trotz guter Leistung unglücklich in Saarbrücken verlor, ist bei der Heimpremiere gegen Siegen ein Sieg zuzutrauen. Auf Darmstadt 98 (nur 2:2 gegen Kaiserslautern/Amateure) wartet bei den Bayern-Amateuren eine weitere unangenehme Aufgabe, während die Amateure der Frankfurter Eintracht heute in Kaiserslautern in die Saison starten. Trainer Lippert hofft dabei auf Unterstützung aus dem Profikader, insbesondere von Neuzugang Bakary Diakité (De Graafschap).

(Von lh, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Di. 30.07.2002

Nachgefragt bei: Kickers-Trainer Ramon Berndroth

"Wir wollen neue Helden produzieren"

Nach dem 2:0 Erfolg zum Auftakt der Regionalligasaison in Augsburg rechnen die Offenbacher Kickers an diesem Mittwoch gegen den 1. FC Saarbrücken mit einer fünfstelligen Zuschauerzahl. Trainer Ramon Berndroth setzt in diesem ersten Spitzenspiel auf das Publikum als "zwölften Mann" das seine verjüngte Mannschaft entsprechend unterstützen soll.

Waren sie erschrocken über die Leistung der Mannschaft in Augsburg?

- Erschrocken nicht, aber positiv überrascht. wir sind nun zum vierten Mal aus einer Vorbreitung heraus mit einem Sieg gestartet, da kann nicht alles falsch gewesen sein. Geholfen hat uns dabei bestimmt das 0:5 gegen Holstein Kiel. Da haben alle gemerkt, daß sie sich viel mehr konzentrieren müssen. Und jetzt gleich das erste Spitzenspiel gegen den 1. FC Saarbrücken. Kommt das nicht zu früh?

- Überhaupt nicht. Auch deswegen haben wir uns über den guten Start gefreut. Wir haben das erste Spitzenspiel, das erste sportliche Fest und gleich den ersten Zahltag.. Da stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die nur den Erfolg suchen. Eines kann ich versprechen,: Wir werden kämpfen bis zum Umfallen, und der eine oder andere wird über sich hinauswachsen müssen. Für manch einen wird das schwer, weil er zum ersten Mal vor solch einer Kulisse spielt. Schließlich sind alle unsere Neuzugänge aus unteren Klassen gekommen. Einige haben ja schon in Augsburg auf sich aufmerksam gemacht.

- Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, daß wir permanent neue Helden produzieren. Helden ist sicher etwas übertrieben, aber sie müssen über sich hinauswachsen. Patrick Falk ist so ein Fall. Geplant war, daß er in Augsburg nur sechzig Minuten spielt. Aber er hat sich durchgebissen und auf Anhieb über neunzig Minuten seinen Spielrhythmus gefunden. Er hat es geschafft, und das war spielentscheidend. Wird es gegen Saarbrücken Umstellungen in der Mannschaft geben?

- Ich habe da ein altes Prinzip, nämlich nach einem erfolgreichen Start gleich eine kleine Serie mit derselben Aufstellung hinlegen; das hilft dann auch den anderen auf der Bank, die dann genau wissen, auf welcher Position sie was zu leisten haben. Wir wollen den ersten Schwung mitnehmen, das ist nicht schlecht fürs Selbstvertrauen. Sie haben den 1. FC Saarbrücken beim 2:1 gegen den SV Wehen gesehen. Ihre Einschätzung?

- Es ist interessant zu sehen, wie Kollegen eine Mannschaft zum Erfolg führen. Horst Ehrmanntraut hat da einen ganz indivudellen Weg. Der FC hat seine neun Vorbereitungsspiele alle gewonnen, der zehnte Sieg war der erste in den Punktspielen. So etwas kommt nicht von ungefähr. Die Saarbrücker haben eine spielerisch stärkere Wehener Mannschaft in die Knie gezwungen. Und welche Weg bevorzugt Ehrmanntraut?

- Ich hatte erwartet, daß da einer wie Gernot Rohr auf der Tribüne sitzt und sagt, so spielt man nicht Fußball, das ist altmodisch. Aber dieses System ist ganz einfach effektiv, und darauf kommt es an. Da ziehe ich den Hut vor dem Kollegen. Der kommt nämlich mit einem Null-Spitzen-System daher und neun Leuten im Mittelfeld. Da ist es schwer durchzukommen. Der Vergleich mit Burghausen in der letzten Saison liegt nahe. Aber selbstverständlich gibt es auch dagegen Mittel. Wie fällt der Vergleich mit der Mannschaft aus der vorigen Saison aus?

- Die "alte"Mannschaft hat sehr, sehr oft mit viel Herz gespielt. Das haben wir versucht zu konservieren, nicht umsonst sind wir Hessenpokalsieger geworden. Aber jetzt sind wir mitten im Umbruch. Manni Binz war der letzte, der einmal ganz oben mitgespielt hat. wir haben jetzt mehr Jugend drin, es müssen sich innerhalb der Mannschaft neue Hierarchien entwickeln.

Müssen oder wollen die Kickers in die zweite Liga aufsteigen?

- Von müssen kann überhaupt keine Rede sein. wir wollen nur eins: immer wieder positiv überraschen, daß sich die Fans mit uns identifizieren. Wir wollen Perspektiven aufzeigen, wir wollen uns steigern, denn wir haben Entwicklungsmöglichkeiten. Ganz gleich, auf welchem Tabellenplatz wir stehen mögen, wir wollen eine gute Saison spielen, dann ist mir um die Zukunft wirklich nicht bange.

Die Fragen stellte Richard Becker.

(Von Richard Becker, FRANKFURTER ALLGEMEINE)

 
News vom Di. 30.07.2002

1. FCS ohne Schäfer in den Hexenkessel

Saarbrücken. "Wir fahren dorthin, um zu gewinnen." Horst Ehrmantraut, Trainer des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken, redet nicht lange um den heißen Brei herum. Heute um 19.30 Uhr muss seine Mannschaft auf dem Bieberer Berg bei den Offenbacher Kickers antreten. Der hessische Traditionsverein rechnet beim Aufeinandertreffen des beiden Ex-Bundesligisten mit mehr als 10000 Zuschauern. "Das ist die Situation, die wir wollen. Diese Kulisse wird uns zusätzlich stimulieren", sagt Ehrmantraut. Der 1. FCS-Trainer hat den OFC bei seinem überraschenden 2:0-Auswärtssieg beim Geheimfavoriten FC Augsburg beobachten lassen und war ziemlich beeindruckt: "Die Kickers haben sehr gut gespielt und werden vor heimischen Publikum natürlich besonders motiviert sein. Wir müssen dagegenhalten."

Wer die elf Akteure sein werden, die im Hexenkessel Bieberer Berg kühlen Kopf bewahren sollen, stand nach dem Abschlusstraining noch nicht fest. Kapitän Christian Kritzer, der im Wehen-Spiel kurz vor dem Ende verletzt ausscheiden musste, hat sich wieder im Training zurückgemeldet. "Ich gehe davon aus, dass wir das bis zum Anpfiff hinbekommen werden", glaubt Ehrmantraut. Abwehrspieler Oliver Schäfer wird wegen einer Adduktoren-Zerrung wahrscheinlich passen müssen. Erster Kandidat auf einen Platz in der Dreierkette wäre in diesem Fall Sören Holz. "Es gibt aber noch die Möglichkeit, dass ich Christian Kritzer zurückziehe. Zumal die Abstimmung zwischen Mittelfeld und Abwehr am Sonntag gegen Wehen nicht so funktioniert hat, wie es mir gewünscht hätte", sagt Ehrmantraut, der im Tor wieder Erol Sabanov das Vertrauen schenken wird. Der Neuzugang vom VfR Aalen hat in seinem ersten Spiel für den 1. FCS eine prima Partie geboten und sich vorerst gegen Publikumsliebling Peter Eich durchgesetzt. "Wir haben drei Torleute und es gibt eben nur eine Position. Ich bin nicht nach Saarbrücken gekommen, um auf der Bank zu sitzen und habe dafür in der Vorbereitung alles gegeben. Mit dem Peter habe ich aber keinerlei Probleme", sagt Sabanov, der seine Mannschaft in Offenbach im Vorteil sieht: "Vom Papier her sind wir nur Außenseiter. Bei den Kickers ist eine riesige Euphorie ausgebrochen. Für uns kann das nur positiv sein. Wir haben keinen großen Druck und könnten mit einem Punkt gut leben."

(Von Dominique Rossi, SAARBRÜCKER ALLGEMEINE)

 
News vom Sa. 27.07.2002

Mangel auf der linken Seite ein Ende gesetzt

Offenbach. Den Heimatverein, in dem sein Vater Ralf Vorsitzender ist, hat er früh in Richtung Leinefeld verlassen. Den Heimatort Wüstheuterode im Kreis Eichsfeld nicht viel später. Bereits als 14-Jähriger wechselte Carsten Schönefeld, Zugang des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach von den Amateuren des Bundesligisten VfL Wolfsburg, in das Sportinternat des FC Carl Zeiss Jena. Er war den Talentsuchern des ehemaligen Zweitligisten in einigen Jugendauswahlmannschaften Thüringens durch sein beherztes Flügelspiel auf der linken Seite aufgefallen. Carl Zeiss sei nunmal bekannt für seine gute Jugendarbeit, begründet Schönefeld den frühen Wechsel nach Jena. "Dort", erklärt Ramon Berndroth, Trainer der Kickers, "hat Carsten dann eine wirklich sehr gute Grundlage erhalten."

Die will der 20-Jährige nutzen, um beim OFC in der Regionalliga "so viele Einsätze wie nur möglich" zu absolvieren und Erfahrungen zu sammeln. "Die Kickers", sagt Schönefeld, "sehe ich als große Chance. Das ist ein sehr renommierter Klub mit einem guten Namen. Der Verein ist in ganz Deutschland bekannt - ich bin zufrieden." Den Kontakt nach Offenbach hat der Wolfsburger Profi Frank Greiner hergestellt, der wie Kickers-Präsident Dieter Müller früher für den 1. FC Köln spielte. Greiner und OFC-Manager Lars Schmidt, einst beim Karlsruher Sportclub aktiv, kennen sich aus vielen Spielen in der Bundesliga.

Nach dem "Mangel auf der linken Seite in der vergangenen Saison" (Bernd-roth) haben die Kickers in Schönefeld und Alexander Lorenz, dem Zugang vom SV Darmstadt 98, zwei Spieler, die sich in diesem Bereich wohlfühlen. Schönefeld sagt: "Ich kann alles spielen auf der linken Seite - entweder in einer Viererabwehrkette oder weiter vorne - das ist ganz egal. Man muss alles beackern können." Berndroth kann sich sogar vorstellen, mit Lorenz und Schönefeld anzutreten.

Zurzeit ist das kein Thema. Noch nicht. "Carsten hat zuletzt in Wolfsburg nicht regelmäßig gespielt. Das merkt man ihm noch an. Er ist etwas hinter Alexander Lorenz zurück und noch nicht in meinen Top 16. Wir müssen Geduld haben - und dann werden wir an ihm noch viel Freude haben", sagt der Trainer vor dem Punktrundenstart am Samstag beim FC Augsburg. Im Testspiel am vergangenen Samstag gegen den Oberligisten FSV Frankfurt (2:1) war Schönefeld, der einen Zweijahresvertrag unterschrieben und eine Wohnung in Offenbach-Bieber gefunden hat, 90 Minuten im Einsatz. Er bot vor den Augen seiner Freundin, die noch in Thüringen lebt, eine ordentliche Leistung.

Auch wenn er im ersten Punktspiel vorerst zuschauen muss, traut er seinem neuen Verein beim hoch einzuschätzenden Meister der Oberliga Bayern einen Sieg zu. Er sagt: "Ich gehe davon aus, dass wir gewinnen." Und die Perspektive für die neue Saison? "Da ist alles offen. Ich traue uns aber zu, dass wir oben mitspielen."

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 27.07.2002

Keine Experimente gegen Augsburg Kickers zum Auftakt doch mit Libero

Offenbach (bam/cd). Ein "Hal-Berg" voller Geld? Stefan Dolzer, Ex-Kickers-Libero und früherer Publikumsliebling in Offenbach, wechselt zum SV Wehen. Der 26-Jährige kommt ablösefrei von Zweitligist LR Ahlen und unterschrieb einen Einjahresvertrag. Er scheint der von Wehens Trainer Gerd Schwickert gesuchte Libero: "Mit Dolzers Verpflichtung gehen wir kein Risiko ein Ich weiß, was er kann und wie ich ihn einschätzen muss."

Auch bei seinem Ex-Verein war Dolzer Gesprächsthema. Frage an Manager Lars Schmidt: Haben die Kickers zu lange gezögert? "Es war keine Frage des Zögerns, es war eine Frage des Geldes. Wenn wir die Mittel hätten, dann hätten wir es auch versucht, aber so..."

Kickers auf Sparkurs, aber viel Geld auf dem Halberg? Nach Stefan Simon ist Dolzer nun der zweite Spieler, der von Offenbach zum LR Ahlen ging, sich dort unter Trainer Uwe Rapolder nicht durchsetzte und auf der höchsten Erhebung der Regionalliga Süd landete. Für OFC-Coach Ramon Berndroth lässt die Wehener Transferpolitik nur einen Schluss zu: "Die wollen angreifen. Aber es passt ja auch, Schwickert hat einen Libero gesucht."

Der Kickers-Trainer hat seinen gefunden. Dario Fossi ist wieder fit. Zum Regionalliga-Start beim FC Augsburg (Samstag, 14.30) setzt Berndroth nicht auf den in der Vorbereitung oft geprobten Viererbogen, sondern die klassische Variante mit Libero (Fossi) sowie Bashir Kaba und Mounir Zitouni als Manndecker gegen die Ex-Profis Janusz Gora und Kreso Kovacec. Im Mittelfeld baut Berndroth auf die Routine von Thorsten Becht, Matthias Dworschak und Angelo Barletta. Neu gegenüber der vergangenen Saison ist nur die Besetzung der linken Seite. Hier soll der Ex-Darmstädter Alexander Lorenz die Lücke füllen, die Patrick Dama hinterließ. Die Aufgabe von Patrick Falk, Michael Petry und Samir Naciri: Druck machen in der Offensive und die Viererkette der Augsburger knacken. Eine allmähliche Ablösung scheint sich auf der Position des zweiten Torhüters hinter Cesar Thier abzuzeichnen. Ioanis Takidis sitzt im Rosenaustadion auf der Bank. René Keffel fällt mit einer Wadenzerrung aus. Sein Einsatz ist auch im ersten Heimspiel am Mittwoch (gegen Saarbrücken) gefährdet. "Takidis wird immer stärker", zeigt Berndroth Vertrauen in die Nummer 27, die seit dieser Saison voll beim Regionalliga-Team trainiert.

Und auf dem Trainingsplatz der Kickers wird's bisweilen richtig voll. Prominenter Gast derzeit: Der Chinese Chen Yang. Der Stürmer schied aus dem Kader der Frankfurter Eintracht aus, sucht einen neuen Klub. "Bei uns hält er sich fit, gerne sage ich bei solchen Anfragen ja. Das hebt die Qualität", sagt Berndroth.

(Von Martin Batzel/cd, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 27.07.2002

"Wir fördern eine Atmosphäre, die Helden entstehen lassen kann"

Trainer Ramon Berndroth über kurz- und langfristige Ziele der Offenbacher Kickers, seine Meisterschaftsfavoriten und Verbandsbeschlüsse

Am heutigen Samstag starten die Offenbacher Kickers mit dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg in die neue Saison der Fußball-Regionalliga Süd. Grund genug für FR-Redakteur Andreas Hunzinger, mit OFC-Coach Ramon Berndroth, 55, über kurz- und mittelfristige Ziele des Traditionsklubs sowie die dritte Liga im Allgemeinen zu plaudern.

FR: Ab heute gilt's: Mit welchen Gefühlen sehen Sie der Auftaktpartie, mit welchen der Saison entgegen ?

Ramon Berndroth: Ich bin optimistisch, aber nicht blauäugig. Das gilt für die Saison, aber auch für das erste Spiel. Man kann in Augsburg was machen, aber mir ist schon bewusst, was da auf uns zukommt. Für die Saison bin ich optimistisch, weil wir in den knapp zwei Jahren, die ich jetzt hier bin, immer wieder eine Möglichkeit gefunden haben, erfolgreich zu arbeiten. Ich denke, wir werden auch in diesem Jahr wieder einen Weg finden.

Wie soll der aussehen ?

Wir fördern eine Atmosphäre, die Helden entstehen lassen kann. In jedem Spiel und jeder Saisonphase müssen Helden entstehen, dafür müssen wir das Klima schaffen. Deswegen darf nichts bis ins Letzte reglementiert sein. Es muss immer Freiraum da sein für Kreativität. Das ist uns voriges Jahr gelungen, und das wird uns wieder gelingen.

Ich bin immer vorsichtig mit solchen Urteilen. Nehmen wir die Zeit nach der Winterpause als Maßstab, kann es eigentlich nur besser werden, dann sind wir jetzt schon ein bisschen weiter. Durch die Neuzugänge haben wir frisches Blut bekommen. Zum Start der vergangenen Saison waren wir allerdings weiter als heute.

Wie beurteilen Sie die Neuzugänge ?

Patrick Falk kann auf jeden Fall ein Gewinn werden, aber er ist noch nicht so weit. Er hat den richtigen Spielrhythmus noch nicht, er teilt sich, weil er ein halbes Jahr nicht gespielt hat, seine Kraft noch nicht richtig rein. Bei Christian Knappmann ist es mehr, als wir erwartet haben. Wir wussten, dass er Fußball spielen kann, jetzt hat er auch noch regelmäßig getroffen. Carsten Schönefeld ist eine Alternative auf links, Alexander Lorenz steht im Moment aber noch vor ihm. Positiv ist, dass alle, auch Bahir Kaba und Michael Petry, integriert sind. Das ist das Wichtigste, alles andere können wir auf dem Platz klären.

Zu den sportlichen Zielen: Binnen 24 Monaten will der OFC in die zweite Liga aufsteigen. Gehen Sie auch mit einer konkreten Vorstellung in die Saison 2002/2003 ?

Ganz realistisch müsste man sagen: ,Wir müssen erst mal die Klasse halten. Ich habe eine blutjunge Truppe, da muss man erst mal sehen, was passiert.' Doch mit diesem Ziel kann ich nicht hausieren gehen, will ich auch nicht. Denn ich sage: ,Du verkaufst ein Produkt und Fußball lebt von Emotionen, und die unserer Fans müssen wir respektieren.' Ich würde mir eine Steigerung wünschen, damit man eine Perspektive sieht. Die muss sich nicht unbedingt an einem Tabellenplatz festmachen.

Haben Sie eine konkrete Vorstellung vom Fußball, den Sie gerne mit dem OFC spielen würden ? Und entwickeln Sie Ihre Mannschaft gezielt dorthin ?

Ja und nein. Meine Erfahrung ist: Auch wenn du 1000 Mal dieses oder jenes gerne siehst, habe ich die Verantwortung gegenüber dem Verein und den Fans, erfolgreich zu sein. Und wenn ich merke, die Mannschaft ist mit einer anderen Art erfolgreich, dann muss ich so spielen lassen.

Wer sind Ihre Favoriten ?

Augsburg ist die erste Mannschaft, die ich richtig kenne. Und da muss ich sagen: sehr geordnet, sehr reife Spielanlage. Man braucht nur auf die Spieler zu schauen: Hofschneider, Stadler, Bode oder Coulibaly. Augsburg ist wie eine Zweitligatruppe. Selbst wenn wir dort punkten oder gewinnen, sind die am Ende wohl vor uns.

Wer fällt Ihnen noch ein ?

Ich kann nur vermuten: Wehen, weil die schon in der vorigen Saison bärenstark waren. Wohl auch Darmstadt, aber da spekuliere ich, ebenso bei Saarbrücken und Schweinfurt. Sicher bin ich mir nur bei Augsburg.

Was halten Sie von den Beschlüssen, die auf dem DFB-Bundestag hinsichtlich der Kaderbesetzung gefasst wurden ?

Ich halte es für absoluten Quatsch, in die dritte Liga zu gehen und zu sagen: ,Ihr müsst jetzt dafür sorgen, dass der Nachwuchs gefördert wird.' Das ist Aktionismus. Sie müssten oben anfangen. Außerdem: Wer sich mit 24 in der dritten Liga nicht durchgesetzt hat, der kommt nie mehr zu Rudi Völler. Ich halte nichts davon, so etwas dirigistisch zu regeln.

Sehen Sie angesichts der Juristerei um Ligazugehörigkeiten bedenkliche Tendenzen für die Zukunft ?

So darf es nicht mehr sein. Aber das haben die Verbände ja selbst gemerkt. Leider wird es wohl dazu führen, dass es künftig wieder heißt: Abstieg ist Abstieg. Dann kann keiner mehr davon profitieren, wenn ein Klub die Lizenz nicht erhält. Das Ganze hat einen faden Beigeschmack, aber ich habe Unterhaching und auch den FSV verstanden. Man hätte doch einfach die zweite Liga ein Jahr mit 19 Teams spielen lassen können, dann wäre die ganze Sache schnell vom Tisch gewesen.

(Von Andreas Hunzinger, FRAMKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Sa. 27.07.2002

Offenbach mit großen Plänen

Aber Sorgen in der Gegenwart

(hua). Am 27. Juni, kurz vor Beginn des ersten Trainings zur neuen Saison in der Fußball-Regionalliga Süd, marschierten Dieter Müller und Thomas Kalt in die Spielerkabine und sprachen zur Mannschaft. Der Präsident von Kickers Offenbach und sein Stellvertreter teilten dem Team die sportliche Zielsetzung des OFC mit. "Binnen der nächsten 24 Monate wollen wir in die Zweite Bundesliga aufsteigen", bekamen die Kicker von der Führungsspitze zu hören.

Derjenige, der den Auftrag des Offenbacher Vorstands umsetzen soll, ist Trainer Ramon Berndroth. Der 50 Jahre alte Fußball-Lehrer steht hinter der Zielsetzung. Bernd-roth weiß aber auch, dass es ein schwerer Weg wird. Nach wie vor drücken den Klub Schulden in Höhe von etwa 800 000 Euro, weswegen der Etat um etwa zehn Prozent auf 1,5 Millionen Euro gesenkt werden musste. Sportlich haben die Offenbacher, die mit einem jungen, im Durchschnitt 22,7 Jahre alten Kader in die Runde gehen, darüber hinaus den Verlust ihres erfolgreichsten Torschützen, Patrick Würll, zu verkraften.

Dennoch schaut Berndroth den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegen. Durch die Neuzugänge (unter anderem Patrick Falk von RW Oberhausen) sieht der Kickers-Trainer seine Mannschaft spielerisch verbessert. Dem Auftaktgegner FCA begegnet er mit Respekt. Beim Testspiel in Bad Endorf hat er das Team beobachtet und ist sich seitdem sicher: "Am Ende der Saison werden die Augsburger in der Tabelle mit weit oben stehen."

(Von hua, AUGSBURGER ALLGEMEINE)

 
News vom Sa. 27.07.2002

Der FCA überlässt nichts dem Zufall

Vor dem heutigen Spiel Treffen im Hotel - Jörg Reeb ist spielberechtigt - Dienstag Bayern München, Mittwoch VfR Aalen

Ernst Middendorp brauchte gar nicht lange zu überlegen. "Das ist doch klar, dass wir diese Sache unterstützen und versuchen, den Opfern auf diesem Wege zu helfen", begründete der Trainer des Fußball-Regionalligisten FC Augsburg seine Zusage für das Benefizspiel gegen den FC Bayern München (siehe auch überregionaler Sport). Am kommenden Dienstag (19.30 Uhr) spielt der amtierende Weltpokalsieger im Rosenaustadion gegen den Regionalliga-Aufsteiger. Der Erlös des Spiels kommt den Opfern der Flutkatastrophe von Diedorf zugute. Da spielt es für Middendorp auch keine Rolle, dass der FCA bereits 24 Stunden später beim Punktspiel in Aalen gastiert. "Unser Kader ist groß genug. Darüber mache ich mir aber erst Gedanken, wenn das Offenbach-Spiel zu Ende ist."

Denn mit dem Heimspiel (14.30 Uhr, Rosenaustadion) gegen die Hessen startet der FCA heute in die Regionalliga-Saison. Und da hat Middendorp freie Auswahl. Gestern erhielt der FCA auch noch die Spielgenehmigung für Jörg Reeb. "Jörg hat im Trainingslager 85 Prozent mitgemacht und ich bin mit ihm in einem Einzelgespräch noch einmal die Systematik durchgegangen. Es sieht so aus, als wenn er von Anfang an spielen würde", sagt Middendorp. Noch nicht preisgeben wollte er gestern den Namen der Nummer eins. Zdenko Miletic oder Markus Miller. "Das werden die beiden persönlich erfahren", sagt Middendorp, der vor dem Start nichts dem Zufall überlässt.

So zieht er am heutigen Vormittag ab neun Uhr seine Spieler im Gersthofer Stadt-Hotel zusammen, um sich gemeinsam auf das Spiel vorzubereiten. "Wir brauchen Ruhe und Konzentration vor dem Spiel und die finden die Spieler nicht auf der Autobahn, wenn sie im Stau stecken. Darum werden wir uns so auf die Partie einstimmen."

Dass trotz der namhaften Neuverpflichtungen gegen Offenbach noch nicht alles rund laufen wird, ist für Middendorp klar: "Wir müssen uns erst finden. Aber ich erwarte eine entsprechende kämpferische Einstellung."

Die will auch Vorstands-Vorsitzender Walther Seinsch sehen: "Wir werden sicherlich nicht mit Glanz und Gloria Offenbach vom Platz fegen. Es wird ein harter Kampf und da brauchen wir Einsatz und absoluten Willen." Mit diesen Tugenden will Seinsch auch die Zuschauer ins Rosenaustadion zurück locken: "Wir müssen uns das Vertrauen langsam erarbeiten. Da rechne ich nicht mit morgen oder übermorgen."

Dass aber alles für den sportlichen Erfolg von der Führungsseite aus getan ist, daran lässt er keinen Zweifel: "Mit der Verpflichtung von Jörg Reeb ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher geworden, dass uns der Aufstieg gelingen könnte. Unser Etat ist damit zu 100 Prozent ausgeschöpft. Aber Jörg Reeb sprengt unser Gehaltsgefüge nicht. Der Spieler verzichtet auf viel Geld, um sportlich weiter im Geschäft zu bleiben."

Den Anpfiff am heutigen Samstag kann Seinsch kaum mehr erwarten: "Es kribbelt schon überall und ich nehme seit Tagen schon Beruhigungspillen."

Die voraussichtliche Aufstellung: Miletic - Alder, Stadler, Konjevic, Dressler - Bode, Reeb, Hofschneider, Müller - Gora, Kovacec.

Prämie für den 600. Dauerkartenkäufer: Fast 600 Dauerkarten hat der FCA schon verkauft. Den genau 600. Käufer will der FCA belohnen: Er erhält zwei Tages-VIP-Karten für ein Spiel seiner Wahl, zwei FCA-T-Shirts und ein FCA-Poster mit Originalunterschriften.

Fernsehen: Der Bayerische Rundfunk zeigt in seiner Sendung Sport am Samstag - Die Fußball-Regionalliga - heute von 17.05 Uhr bis 17.25 eine Zusammenfassung des FCA-Spiels und einen Rückblick auf die Partie FC Schweinfurt 05 - Borussia Neunkirchen.

Karten für das Bayern-Spiel: Tickets (15 Euro Tribüne, 7 Euro Steh- und Sitzplatz Gegengerade, Kinder bis 14 Jahre frei) gibt es heute an der Kasse neben der Stadion-Gaststätte, hinter der Gegengeraden (ab 13.30 Uhr) und am Dienstag an der Abendkasse.

(Von Robert Götz, AUGSBURGER ALLGEMEINE)

 
News vom Fr. 26.07.2002

Endlich wieder ein Main-Derby

Regionalliga Süd: Kickers Offenbach startet in Augsburg in die Saison - Saarbrücken Favorit

GELNHAUSEN (dip). Für die alten Mainrivalen Kickers Offenbach und Aufsteiger Eintracht Frankfurt Amateure beginnt das Abenteuer Regionalliga Süd. Ist dies für die Kickers (am Samstag, 14.30 Uhr in Augsburg zu Gast) schon Gewohnheit, so spielen die Reserve-Kicker der Eintracht (starten erst am Dienstag gegen Kaiserslautern) erstmals seit Jahren wieder in der dritthöchsten deutschen Fußballklasse. So wird die Kultstätte Bieberer Berg in Offenbach seit vielen Jahren erstmals wieder ein Derby gegen den "Erzfeind" von der anderen Mainseite erleben. Die Eintracht-Amateure tragen ihre ersten drei Heimspiele im Stadion "Schönbusch" in Aschaffenburg aus, siedeln dann ins 16000 Zuschauer fassende Herbert-Dröse-Stadion nach Hanau um. Der Grund: Die Umbauarbeiten am Waldstadion.

Vor dem ersten Spieltag am Wochenende herrscht in beiden Lagern Zuversicht. Wäre die Eintracht schon mit dem Klassenverbleib am Ende der Runde zufrieden, so wollen die OFC-Verantwortlichen schon weitaus höher hinaus. Ein Platz unter den ersten fünf soll das Maß der Dinge sein. Dazu haben sich die Kickers personell wieder einiges einfallen lassen müssen. Der Kader wurde verändert, der Etat musste gekürzt werden. So gilt es weiter den Schuldenberg von rund 800000 Euro abzubauen. "Wir fangen im Grunde sportlich wieder bei Null an", bringt Trainer Ramon Berndroth den Ist-Zustand auf den Punkt. Einige namhafte Leistungsträger haben dem Traditionsverein den Rücken gekehrt. Spieler wie der langjährige Bundesligaprofi Manfred Binz stehen nicht mehr zu Verfügung. Binz ist noch auf der Suche nach einem Verein. Lokalrivale SV Wehen lehnte eine Verpflichtung des Liberos wegen mangelnder Fitness kürzlich ab. Schwerwiegender dürfte der Verlust von Sympathieträger und Torjäger Patrick Würll sein. Der Blondschopf wechselte nach Reutlingen in die Zweite Bundesliga. Rafael Tonello ging über den Main zu den Eintracht-Amateuren. Auch Einwurfweitwerfer Lars Meyer zog es in die Fremde. Mathias Becker und Oliver Speth beendeten ihre Fußballerlaufbahn. So ist Berndroth, der es geschafft hat durch Ehrlichkeit und harte Arbeit die Sympathien von Fans, Spielern und Umfeld gleichermaßen auf sich zu ziehen, wieder einmal eine Vielzahl neuer Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Prominentster Neuzugang ist der Gelnhäuser (und Ex-Eintrachtler) Patrick Falk, der zuletzt bei Rot-Weiß Oberhausen kickte. Bashir Kaba von den Amateuren des 1. FC Köln soll die Abwehr stabilisieren und Michael Petry (Regensburg) soll im Angriff für Wirbel sorgen. Dazu kommen Carsten Schönefeld (Wolfsburg), Alexander Lorenz (Darmstadt) und Marco Rill und Alexander Stenzel aus der Zweiten Mannschaft der Kickers. Im Spielsystem wird sich nicht viel ändern. Berndroth: "Wir werden weiterhin Dramatik, Power und Arbeitssiege sehen."

Bei einer Umfrage unter allen Regionalliga-Trainern avancierte Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken zum großen Titelfavoriten. Die Saarländer haben auch den größten Etat der Liga. Als "große Unbekannte" gilt die Spvgg. Unterhaching. Offenbachs Auftaktgegner Augsburg werden - wie Rot-Weiß Erfurt, dem SV Wehen und Schweinfurt 05 - Außenseiterchancen eingeräumt.

(Von dip, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Do. 25.07.2002

Hessischer Fußballpoker

In Offenbach, Wehen und Darmstadt wird ordentlich geklotzt, nur die Eintracht-Amateure bleiben bescheiden

Es dauert nur den Bruchteil einer Sekunde. Ein letzter Blick aus dem Augenwinkel genügt, damit es den Gegenüber im richtigen Moment trifft. Dann knallen die Trümpfe auf die Tischplatte. "Mein Haus, mein Auto, meine Frau." Wenn sich Männer treffen, gilt nur eine Devise: nicht kleckern - klotzen. Die Art der Statussymbole ist variabel. Auf die Präsentation kommt es an. Würden sich Ramon Berndroth (Kickers Offenbach), Hans-Werner Moser (Darmstadt 98), Gerd Schwickert (SV Wehen) und Bernhard Lippert (Eintracht Frankfurt Amateure) vor dem Start in die neue Regionalligasaison gegenübersitzen, die Damen würden wohl den Raum verlassen. Schließlich geht es um Fußball: "Mein Team, mein Stadion, mein Etat."

Schwickert eröffnet. Torhüter sind Trumpf, da kann er glänzen. Guido Koltermann von der Spielvereinigung Unterhaching wird wohl der neue Mann im Kasten der Wehener sein. "Stark auf der Linie, kaum Schwächen", beschreibt sein Trainer den Schlussmann. Christian Lache müsste nach Aussetzern in der vergangenen Saison mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen. In Offenbach (Cesar Thier) und Darmstadt (Andreas Clauß) bleibt alles beim Alten. Der Arbeitsplatz von Kapitän Sven Schmitt bei den Amateuren der Eintracht ist ebenfalls gesichert.

Der von Petr Hubtschew hingegen nicht. Der neue Co-Trainer soll fortan verstärkt abseits des Feldes wirken. Nun liegt es an den Jungen, gegnerische Angriffsbemühungen zu vereiteln. "Nur im äußersten Notfall werden wir Petr aktivieren", sagt Lippert. Ein Luxus, auf den Berndroth verzichten muss. Wird es eng, greift er vergeblich nach einem Ass im Ärmel. Manni Binz hat den Bieberer Berg verlassen, der junge Bashir Kaba soll die Lücke schließen. Schwickert übernimmt wieder. Ihm fehlt ebenfalls ein routinierter Abwehrchef, in Oliver Bunzenthal scheint er jedoch adäquaten Ersatz gefunden zu haben. Hans-Werner Moser setzt eine Runde aus. In seiner Abwehr wird wohl alles beim Alten bleiben, nur ein paar Gegentore weniger wären nicht schlecht.

Bei der Besetzung im Mittelfeld ist Moser wieder im Spiel. Nicht, weil die Lilien ordentlich nachgebessert hätten, "sondern weil bei dem kleinen Kader jeder das Gefühl verspürt, gebraucht zu werden". Entsprechend selbstbewusst würden sich Elton da Costa und Co präsentieren. Berndroth kontert. Er hofft, in Patrick Falk das fehlende Mosaiksteinchen in seinem Konzept gefunden zu haben: "Als Bindeglied zwischen dem kampfstarken Mittelfeld und den Stürmern soll Falk aufblühen", so Berndroth. Lippert und Schwickert müssen bedienen. Beide bauen auf Routine, nichts Spektakuläres. Stefan Simon (33 Jahre, Wehen) und Nikola Jovanovic (28, Eintracht) heißen die neuen Leitwölfe.

Im Sturm scheint Schwickert den Stich zu machen. Wie gehabt, mit drei Angreifern, will der Mann vom Halberg sein Heil in der Offensive suchen. Sascha Gies, aus Fulda gekommen, hinterließ einen guten Eindruck und schürt die Erwartungen. Gleiches gilt in Darmstadt für Rückkehrer Carsten Lakies, in Offenbach für Würll-Ersatz Michael Petry. Lippert überlegt noch, welche Karte er ausspielen soll. Raffael Tonello ist gesetzt, um den zweiten Platz streiten sich vier Nachwuchsstürmer.

Dass Lippert noch einen Joker ziehen, sprich einen erfahrenen Spieler für sein junges Team verpflichten wird, ist nicht möglich, der 1,7 Millionen Euro Etat ausgereizt. In Offenbach müssen sie ebenfalls passen, auf weitere Neuzugänge wird Berndroth wohl vergeblich warten. Im Gegensatz zu Schwickert. Der legt die Karten offen auf den Tisch. Nachdem die Verpflichtungen von Manni Binz und Hayrettin Yildiz geplatzt sind, sucht der Coach noch nach einem passenden Abwehrchef. Moser dagegen pokert. "Über Neuzugänge brauchen wir uns nicht unterhalten."

Dem Darmstädter Trainer ist es wichtiger, "mit unserer Leistung das Zuschauerpotenzial in Darmstadt wieder voll auszuschöpfen". Platz gäbe es zu Genüge, wie auch auf dem Bieberer Berg, wo bald eine neue Tribüne mit integriertem Hotel entstehen soll. Davon können die anderen nur träumen. In dieser Runde gehen sie leer aus. Der Halberg soll zwar bis 2005 auf 12 000 Plätze ausgebaut werden, bis dahin muss Schwickert ohne die fußball-typische Atmosphäre auskommen, "die immer für ein paar Punkte gut ist". Lippert spielt stets auswärts. Erst in Aschaffenburg, später in Hanau - richtig heimisch werden sie sich dort nicht fühlen.

Entsprechend bescheiden sind seine Erwartungen. "Ganz klar: Klassenerhalt." Dass die anderen höhere Ziele haben, verwundert nicht. Wobei Moser kein klares Ziel ausgeben will. Es geht in die entscheidende Phase. Wieder legt Schwickert vor. 2006 will die Vereinsführung das Team in der Zweiten Bundesliga sehen. Schwickert ist jedoch zuversichtlich, "dass wir dazu fähig sind, es früher zu schaffen". Womöglich noch vor Berndroth und seinen Mannen. An den Aufstiegsrängen schnuppern und in 24 Monaten aufsteigen, schallt es vom Bieberer Berg. Das hat gesessen, die letzte Runde geht an den Offenbacher Trainer. Wie gesagt, auf den richtigen Augenblick kommt es an.

(Von Sebastian Gehrmann, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Do. 25.07.2002

Kompliziert und teilweise umstritten

Zahlreiche neue Regeln und Limitierungen sorgen für einige Fallstricke / Ärmelwerbung nur gemeinsam erlaubt

Wenn die Regionalliga Süd am morgigen Freitag in die neue Saison startet, tut sie das erstmals seit ihrer Einführung vor acht Jahren mit 19 Teams, weil im 1. FC Saarbrücken, dem FC Schweinfurt 05 sowie der Spielvereinigung Unterhaching gleich drei Absteiger aus der zweiten Liga aus dem Süden der Republik kommen.

Bleibt die Aufstiegsregelung von der Aufstockung der Liga unbeeinflusst, müssen daher am Saisonende im Mai fünf anstatt wie bisher vier Klubs in die jeweiligen Oberligen absteigen. Und auch auf den Geldbeutel der Drittligisten schlägt sich das vergrößerte Starterfeld nieder. Bislang wurden die 7, 56 Millionen Euro aus dem Fernseh-Topf unter 18 Vereinen aufgeteilt, jeder erhielt etwa 420 000 Euro. Bei 19 Klubs sind es nun nur noch 398 000 Euro.

Einen finanziellen Ausgleich aus der Werbung auf dem Trikotärmel können die Klubs derzeit noch nicht einplanen. Zwar hat der neuerdings anstelle der Regionalverbände für die dritten Ligen zuständige Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Vermarktung des Trikotärmels auf dem Außerordentlichen Bundestag zugelassen, doch bisher gibt es noch keinen einheitlichen Werbepartner für die Liga. Laut DFB-Statuten ist die Werbung auf dem Ärmel allerdings nur unter einem gemeinsamen Ligasponsor zulässig. Lediglich wenn bis 1. Januar keiner gefunden würde, kann der Verband beschließen, dass jeder Klub die vorgegebenen 50 Quadratzentimeter auf dem Ärmel in der darauf folgenden Saison in Eigenregie vermarkten darf. Dies reklamiert Ligasprecher Uwe Wiesinger (Darmstadt 98) aber schon für die anstehende Saison. "Denn am 1. Januar 2002 war die Ärmelwerbung noch nicht zugelassen", sagt er. Dass bisher keine freie Vermarktung beschlossen wurde, stößt Wiesinger auf: "Das hätte man vor vier Wochen tun können."

Heftig umstritten waren auch die Neuerungen hinsichtlich der Kaderbesetzung. So ist es den Bundesligisten seit dem DFB-Bundestag erlaubt, in ihren Amateurteams neben einer beliebigen Zahl an Lizenzspielern unter 24 Jahren nunmehr auch drei Profis über 24 Jahren einzusetzen. Nur an den letzten vier Spieltagen sowie in Entscheidungsspielen soll diese Regel ausgesetzt werden. Nicht minder umstritten ist die Altersbeschränkung, die der Nachwuchsförderung dienen soll. Künftig müssen die Drittligisten im 18er-Aufgebot für ein Punktspiel mindestens vier für deutsche Auswahlteams spielberechtigte Fußballer benennen, die am 1. Juli das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Einer davon muss unter 21 Jahren sein. Die Amateure der Profiklubs müssen sechs unter 24, davon drei unter 21 Jahren, berufen. Ferner dürfen lediglich noch drei Nicht-EU-Europäer sowie drei Nichteuropäer im Aufgebot stehen. Verstöße will der DFB mit Geldstrafen, Spielwertung für den Gegner oder Punktabzügen ahnden.

(Von Andreas Hunziger, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Do. 25.07.2002

Die Wechsel

Kickers Offenbach

Zugänge: Kaba (1. FC Köln/A), Falk (Rot-Weiß Oberhausen), Lorenz (Darmstadt 98), Schönefeld (VfL Wolfsburg/A), Knappmann (Spvgg. Ratingen), Petry (Jahn Regensburg), Rill, Stenzel (zweite Mannschaft). - Abgänge: Binz, Meyer, Speth, Becker, Alderigi, Incesu, Mager (alle unbekannt), Würll (SSV Reutlingen), Tonello (Eintracht Frankfurt A).

(Von ?, FRANKFURTER NEUE PRESSE)

 
News vom Do. 25.07.2002

Beim OFC wird wieder auf die Jugend gesetzt

Offenbach. "Angst haben wir vor niemandem." Ramon Berndroth, Trainer der Offenbacher Kickers, strotzt vor dem Saisonstart der Regionalliga Süd vor Selbstbewusstsein. Am morgigen Freitagmittag wird sich der Mannschaftsbus zum Saisondebüt in Richtung Augsburg in Gang setzen. Der gastgebende Aufsteiger am Samstag ab 14.30 Uhr als dankbare Aufgabe zum Rundenauftakt? "Mitnichten", kontert Berndroth. "Das ist eine Truppe, die hat Hand und Fuß. Ein echtes Profiteam, dass viele Routiniers in seinen Reihen hat." Ganz anders der OFC - in der letzten Saison monatelang auf Aufstiegskurs und am Schluss Achter. Erneut mussten die Kickers einen personellen Umbruch vornehmen. Ein reduzierter Etat von rund 1,5 Millionen Euro für die Fußballabteilung ließ nichts anderes zu, als auf die Jugend zu setzen. Erst 22,7 Jahre sind die Feldspieler im Schnitt alt. Zwar fiel der personelle Aderlass nicht so extrem wie vor einem Jahr aus, als insgesamt 16 Akteure dem Verein den Rücken kehrten. Aber erneut verließen Leistungsträger den Bieberer Berg. Mit Manfred Binz, der sich in den Verhandlungen um einen neuen Vertrag verpokerte und derzeit vereinslos ist, ging nach drei Jahren der routinierte Abwehrchef. Auch Manndecker Lars Meyer nahm Abschied. Zudem verloren die Kickers in Patrick Würll, der zum SSV Reutlingen gewechselt ist, den Top-Torjäger. Und mit Raffael Tonello (Eintracht Frankfurt Amateure) einen weiteren gefährlichen, jedoch verletzungsanfälligen Stürmer. Matthias Becker und Oliver Speth werden ihre Karriere beenden. Michael Alderigi, Frank Mager und Necip Incesu gingen ebenfalls. Als Ersatz kam der 25 Jahre alte Stürmer Michael Petry vom Ligakonkurrenten Jahn Regensburg, der Mittelfeldspieler Patrick Falk (22, Rot-Weiß Oberhausen), Alexander Lorenz (23, Darmstadt 98) für die linke Seite, der 21-jährige Manndecker Bashir Kaba von den Amateuren des 1. FC Köln, Stürmer Christian Knappmann (21, Ratingen 04), Mittelfeldspieler Carsten Schönefeld (20, VfL Wolfsburg Amateure) und aus dem OFC-Nachwuchs Rill, Müller, Stenzel und Sabanovic. Während der Vorbereitung und dem einwöchigen Trainingslager in der Lüneburger Heide gab der Trainer jedem Akteur die Chance, sich zu empfehlen und auf seiner jeweiligen Position einzuspielen. Am Samstag wird Berndroth nun wie gewohnt Cesar Thier im Tor vertrauen. Chef der neuen Abwehrreihe ist Routinier Mounir Zitouni neben den jungen Kollegen Bashir Kaba und Dario Fossi. Im Mittelfeld wird auf der rechten Seite Thorsten Becht auflaufen. Daneben die defensiven Angelo Barletta und Kapitän Matthias Dworschak. Auf links wird Neuzugang Alexander Lorenz debütieren. Im zentralen Mittelfeld soll Patrick Falk als Ideengeber fungieren. Nur im Sturm gibt es noch ein Fragezeichen. Wer stürmt neben Michael Petry? Zur Auswahl stehen Nazir Saridogan, Samir Naciri oder Christian Knappmann. "Wir sind für den Auftakt gerüstet", glaubt Berndroth. Der vor der Runde von seinem Präsidium kein Klassenziel mit auf den Weg bekam. Dennoch: Auch wenn am Bieberer Berg gespart wird, wollen die Offenbacher Kickers ihr mittelfristiges Ziel nicht aus den Augen verlieren. Und das heißt: Aufstieg in die Zweite Bundesliga spätestens in zwei Jahren.

(Von ?, FRANKFURTER NEUE PRESSE)

 
News vom Mi. 24.07.2002

Eintracht gegen Offenbach am Schönbusch löst Bedenken aus

Frankfurt. Auf jede Menge Auswärtsspiele, und das im wörtlichen Sinne, können sich die Fans des Amateur-Teams der Frankfurter Eintracht in der anstehenden Saison einrichten. Wie bekannt, darf der Regionalliga-Aufsteiger nicht mehr am heimischen Riederwald antreten, da das Stadion nicht den Anforderungen des Süddeutschen Fußball-Verbandes (SFV) entspricht. Nur in Ausnahmefällen wird im Frankfurter Waldstadion gespielt, in der Regel dafür in Hanau. Doch da die erforderlichen Umbaumaßnahmen im Herbert-Dröse-Stadion noch nicht abgeschlossen sind, mussten die Eintracht-Verantwortlichen mit Vizepräsident Klaus Lötzbeier als treibender Kraft für den Saisonanfang einen dritten Spielort finden. Dieser ist nun das Stadion am Schönbusch in Aschaffenburg, in dem die Eintracht, so Lötzbeier, sei zu ähnlichen finanziellen Bedingungen wie in Hanau spielen können. Doch ausgerechnet das heikle Spiel gegen den Erzrivalen Kickers Offenbach soll auch am Schönbusch ausgetragen werden. Der 14. August, ein Mittwoch, um 18.30 Uhr, steht als Datum fest (das Waldstadion kommt zurzeit für einen Termin unter der Woche nicht in Betracht). Ist die Stadt in Unterfranken überhaupt der richtige Austragungsort für solch ein Derby? "Ich habe keine Bedenken. Wir werden die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen einleiten", erklärt Lötzbeier. Ganz so gelassen blicken Sicherheitsexperten der Frankfurter und Offenbacher Polizei sowie Kenner der Fanszene dem Ereignis nicht entgegen. Stefan Mayer vom Frankfurter Fanprojekt regt sogar an, über eine Verlegung zu einem späteren Zeitpunkt intensiv nachzudenken: "Ein Problemspiel im Waldstadion ist eine bekannte Größe, ein Problemspiel in Aschaffenburg nicht." Weniger Vorbehalte gegen den Austragungsort in Bayern hat Eintracht-Fansprecher Andreas Hornung: "In der Baustelle Waldstadion spielen, ich weiß nicht, ob das gut wäre." Andreas Frankenbach, langjähriger Szenekundiger Beamter (SKB) in der hessischen Metropole, erkennt jedenfalls eine "allgemeine Brisanz auf Grund der Rivalität beider Vereine. Die Problemklientel wird mit Sicherheit kommen", ganz gleich, wo das Spiel stattfinde, so der Fanpolizist. Nicht nur die Frankfurter, sondern auch die Aschaffenburger Polizei "weiß um die Situation" und werde "mit Sorgfalt vorgehen". In Offenbach misst man offensichtlich dem Treffen mit dem Rivalen von der anderen Mainseite nicht die große Bedeutung bei. Es sei nur das kleine Derby gegen die Amateure, meinen Eberhard Schildknecht, Einsatzleiter bei Spielen des OFC am Bieberer Berg, und Volker Goll vom Kickers-Fanmagazin "Erwin" unisono. Zudem habe sich die örtliche Szene nach den schweren Krawallen vom Himmelfahrtstag 1998 beruhigt, führt Schildknecht aus, wenngleich ein Gewaltpotenzial "latent noch immer vorhanden" sei. Goll: "Die Hooligan-Szene lebt von ihren Ruf." Und der war freilich schlecht. Je nach Saisonverlauf wird mit 4000 bis 8000 Zuschauern gerechnet. Der Aschaffenburger Schönbusch verfügt über eine Kapazität von etwa 12 000 Plätzen.

(Von fri, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Mi. 24.07.2002

Offenbach schoss sich in Niedermittlau für Augsburg ein

HASSELROTH (zy). Einen standesgemäßen 8:0 Erfolg feierte Regionalligist Kickers Offenbach im Testspiel beim A-Ligisten Niedermittlau. Der gebürtige Gelnhäuser Patrick Falk kam vor 180 Zuschauern in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Zu einem Kurzeinsatz kam zudem der ehemalige Alemannen-Keeper Christian Hornischer als Dankeschön für die Leistung der letzten Jahre. Schon vor Spielbeginn machte OFC-Coach Ramon Berndroth deutlich, dass es sich beim Gastspiel in Niedermittlau keinesfalls um eine Kaffeefahrt handelt. "Für mich als Trainer ist jedes Spiel hochinteressant. So habe ich mir unseren Regionalliga-Auftaktgegner Augsburg vergangene Woche gegen Bad Endorf angesehen, da man in solchen Spielen oftmals mehr sieht. Vor allem im Offensivspiel und bei Standardsituation kann man einiges erkennen. Da meine Mannschaft für Augsburg noch nicht endgültig steht und bei uns derzeit ein Magen-Darmvirus kursiert, kann jeder Spieler zeigen, ob er Alemannia Niedermittlau - Kickers Offenbach 0:8gewisse Vorgaben auch im Spiel umsetzen kann." So legten die Kickers dann auch gleich nach Wunsch ihres Trainers mächtig los und nahmen das Alemannen-Gehäuse unter Dauerbeschuss. Knappmann (3.), Barletta (7.) und Fossi (12.) zwangen Torhüter Ronny Franzel gleich zu drei prächtigen Paraden. Nach 20 Minuten war dann allerdings auch Franzel nach einem Kopfball von Zitouni machtlos. Bis zur Pause folgten drei weitere OFC-Treffer durch Barletta, Becht und Knappmann. Im zweiten Durchgang zeigte der ehemalige Liebloser Jugendspieler Patrick Falk im Dress mit der Rückennummer 10 eine engagierte Leistung, obgleich er den Wiederanpfiff beim Schuhebinden außerhalb des Spielfeldes fast verschlief. Über weite Strecken glänzte der gebürtige Gelnhäuser als Anspielstation im zentralen Mittelfeld und setzte zudem seine Mitspieler einige Male mit klugen Pässen in Szene. Ob Falk allerdings zum Regionalliga-Auftakt zur Anfangsformation zählt, ließ Berndroth offen. "Ohne Frage ist der Patrick ein guter Fußballer. Allerdings muss er seine Fähigkeiten auch in Erfolg umsetzen, was momentan noch nicht ganz der Fall ist. Vor allem am Spielrhythmus hapert es bei ihm noch. Am Anfang läuft er so viel, dass er am Ende platt ist. Auf Dauer hilft er mir aber nur weiter, wenn er mehr als 60 Minuten mit voller Kraft Geckeis ins Krankenhaus spielen kann." Für die Kickers-Treffer im zweiten Durchgang, zeichneten Petry (2), Rill und Müller verantwortlich. Niedermittlau, das trotz der Einwechslung von Spielertrainer Keleschovsky zu keiner Torchance kam, musste nach Spielende eine Fingerverletzung von Rückkehrer Christian Geckeis, der ins Krankenhaus eingeliefert wurde, verschmerzen. "Aus diesem Testspiel konnten meine Jungs nur lernen. Jeder einzelne hat gesehen, dass zwischen A-Liga und Regionalliga Welten liegen.Vor allem im Kopfballspiel waren uns die Offenbacher turmhoch überlegen. Schade, dass wir keine Torchance hatten," resümierte Keleschovsky nach Spielende.Im StenogrammNiedermittlau: Franzel, Baumgartl, T.Rohmann, Hellmuth, Born, Weingärtner, Reinhardt, Häuser, Geckeis, J. Rohmann, Schnarr - eingewechselt: Aul, Sulzberger, Adolph, Wicklein, Reusswig, Keleschovsky, Hornischer, Forte, EulerOffenbach: Thier, Dwoschak, Zitouni, Kaba, Lorenz, Becht, Barletta, Knappmann, Sabanovic, Fossi, Kagiouzis (1. Halbzeit) - Takidis, Saridogan, Petry, Falk, Schönefeld, Naciri, Müller, Rill, Brighache, Sarfo, Corrochano ( 2. Halbzeit)Schiedsrichter: Markus Breidenbach (Altenhaßlau); Zuschauer: 180Tore: 0:1 (20.) Zitouni, 0:2 (23.) Barletta, 0:3 (37.) Becht, 0:4 (40.) Knappmann, 0:5 (49.) Petry, 0:6 (53.) Petry, 0:7 (66.) Rill, 0:8 (77.) Müller.

(Von zy, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Mi. 24.07.2002

OFC: Fans mit dem Zug nach Augsburg

GELNHAUSEN (gt). Am Wochenende beginnt die Saison in der Fußball Regionalliga Süd. Die Offenbacher Kickers starten am 27. Juli (14.30 Uhr) mit dem Gastspiel beim FC Augsburg im Rosenau-Stadion. Die heimischen OFC-Fans wollen mit dem Zug nach Augsburg fahren. Die Kosten (mit Wochenendticket): 5,60 Euro pro Person. Die Abfahrtzeiten: 7.41 Uhr Salmünster, 7.46 Uhr Wächtersbach, 8.32 Uhr Gelnhausen, 8.43 Uhr Langenselbold. In Hanau (8.53 Uhr) umsteigen in den aus Offenbach kommenden Zug. Abfahrt Hanau: 8.59. Die Rückfahrt erfolgt am Samstag um 18.27 Uhr in Augsburg.

(Von gt, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Di. 22.07.2002

Und wer stürmt neben Michael Petry?

Offenbach - Wie es aussieht und sich anfühlt, wenn der Bieberer Berg kocht, hat Michael Petry erlebt. Und weil der Berg an dem Abend im August 2000 auch noch brannte und der damalige OFC-Manager Klaus Gerster mit Mühe die Flammen löschen konnte, erinnert sich der Stürmer an das Spiel immer wieder. Petry schoss das 1:0 beim 2:0-Sieg des VfR Mannheim gegen den OFC, erlebte die skurrile Situation, dass die Kickers-Fans ihn und seine Mannschaft mit einer LaOla feierten, während sie OFC-Transparente abfackelten. Es war Petrys einziger Treffer in bisher vier Partien gegen die Kickers - je zwei mit Mannheim und Jahn Regensburg. "Ich habe mich immer auf Spiele in Offenbach gefreut, die Stimmung, das Stadion... einmalig!"

Also, Angebot Offenbach, kurze Rückfrage bei seinem alten Kumpel aus Mannheimer Zeiten Mounir Zitouni, kein Zögern - Okay für den Wechsel. Regensburg bot eine Vertragsverlängerung an, der Stürmer wollte nicht mehr, sondern zurück in Richtung Heimat.

Aufgewachsen in Ludwigshafen, spielte Petry für die TSG Oggersheim, Südwest Ludwigshafen, VfR Mannheim und Jahn Regensburg, für die er in der vergangenen Saison acht Treffer erzielte. Und wie viel werden's für Kickers Offenbach? "Langsam, ich weiß ja nicht, ob ich spiele, ob Ramon Berndroth auf Samir, Nazir, Christian oder mich setzt." Naciri, Saridogan und Knappmann - Konkurrenten oder Kollegen, wenn es um einen Stammplatz geht? Die Antwort hört jeder Trainer gerne: "Wichtig ist die Mannschaft und nicht ob ich acht, zehn oder mehr Tore erziele." 14 waren es bei Patrick Würll, der den OFC verließ. Petry weiß: "14? Schwer zu toppen!" Auch für einen Angreifer, der 190 Zentimeter an Größe mitbringt und dessen 80 Kilo gut verteilt sind.

26 wird Petry in diesem Jahr, sieben Jahre will er noch spielen und spätestens übernächste Saison mit Offenbach aufsteigen. Unterschrieben hat er für zwei Jahre - mit Option. Bei einem Angebot eines Profiklubs darf er gehen, "wenn die Ablösesumme stimmt". Doch das ist nur eine kleine Klausel im Vertrag des gelernten Kaufmanns, der zuletzt wegen Krankheit eine Woche lang pausierte. "Die Zeit muss ich bis zum Start aufholen." Und dann? Die Antwort zeigt, dass Petry das Selbstbewusstsein eines gestandenen Regionalligaspielers mitbringt. "Dann gehe ich davon aus, dass ich spiele." Mal sehen, wer neben ihm stürmt: Saridogan, Knappmann, Naciri...

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mo. 22.07.2002

Klare Worte in der Kickers-Kabine

Offenbach (bam). "Ich will dem FSV nicht wehtun, wir hatten vier Gegner in dieser Woche, aber die Frankfurter haben uns am wenigsten gefordert." Nur die letzte Viertelstunde hätte der Gegner gespielt wie OFC-Trainer Ramon Berndroth erwartete. Doch da waren die Gäste immerhin kurz vor dem Ausgleich. Kabaca erzielte per Foulelfmeter (Schönefeld am Ex-Offenbacher Maier) und im Nachschuss das 1:2 (77.). Kurz vor dem Abpfiff vergab König per Kopfball die Chance zum 2:2. Noch ein Pfostenschuss vom früheren Kickers-Stürmer Brendel (10.) - das war's.

Den Rest des Spiels kontrollierten die nach einer Woche Trainingslager in der Lüneburger Heide müden Kickers. Ihre erste Chance brachte die Führung. Freistoß Falk, Schuss Langen, Kaba hielt den Fuß dazwischen (40.). Das 2:0 bereitete der Ex-Kölner vor, Saridogan vollendete (75.).

In der Kabine wurde Bernd- roth laut, packte seine Spieler an der Ehre. Manchem, so der Trainer, müsste man noch verdeutlichen, dass er Profi sei. So hatte Sarfo verschlafen, verspätete sich, was ihm Berndroth verzieh. Nur nicht, dass der Defensivspieler den Anpfiff von Schiedsrichter Lutz Wagner (Kriftel) nicht als Weckruf realisierte, sondern sich Patzer leistete. Der Trainer wurde zornig, die Kickers-Mannschaftskasse voll. Was Berndroth ärgert: "Da gibt man jungen Spielern die Chance, und denen ist das gar nicht bewusst."

Unwahrscheinlich, dass die Kickers am Samstag zum Saisonstart in Augsburg mit der Formation vom FSV-Spiel auflaufen. Denn Berndroth schonte Routiniers wie Zitouni und Dworschak. Der Coach rechnet damit, dass der OFC pünktlich beginnt - trotz der Klage, die Horst Kletke heute im Auftrag des FSV Frankfurt beim Landgericht Frankfurt einreichen will. Der Zweite der Oberliga Hessen klagt nicht auf Verschiebung des Starts, sondern auf Liga-Zulassung und leitet das aus einer beglichenen Aufnahme-Rechnung des Verbandes ab.

Kickers Offenbach: Thier - Sarfo, Langen, Kaba, Brighache - Corrochano, Falk (46. Naciri), Kagiouzis, Schönefeld - Saridogan (76. Knappmann), Petry (60. Schindler)

FSV Frankfurt: Wagner - Boateng, König, Strack, Zewoh - Maier, Roth (60. Ispir), Kabaca, Wolf (76. Kenwyn) - Salomon (60. Ucar), Brendel

Zuschauer: 700

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mo. 22.07.2002

Granteliger Coach

Berndroth nach OFC-Testsieg gegen FSV nicht zufrieden

Für Kickers Offenbach war das 2:1 gegen den Oberligisten FSV Frankfurt bereits die Generalprobe vor dem Regionalliga-Auftakt am Samstag in Augsburg, während die Eintracht-Amateure (2:0 in Aschaffenburg und 5:2 in Wächtersbach) erst am 30. Juli beginnen und deshalb am Dienstag noch einmal beim FSV 07 Maintal-Bischofsheim (18.30) testen können.

Nur 580 OFC-Fans interessierten sich fürs kleine Main-Derby. Und neue Zahlkunden konnte das Team vom Bieberer Berg, das durch Bachir Kaba (41.) und Nazir Sariodogan (75.) zu seinen Treffern kam (2:1 durch Mikayil Kabca/77.), in dieser Partie nicht aquirieren. Trainer Ramon Berndroth ließ nach dem harten Programm im Trainingslager - am Freitag hatte seine Mannschaft beim 1:1 in Verl (Tor: Naciri) bereits den dritten Test in einer Woche absolviert - in seiner Bewertung Milde walten, wurde aber fuchtig, weil ein Spieler verschlafen hatte und dann auf dem Spielfeld weiter geschlafen habe. Namen nannte er nicht. Einer, der auf dem Spielfeld nichts zustande brachte, war aber Patrick Falk, der nach 45 Minuten duschen gehen konnte.

"Einige haben gezeigt, dass sie noch keine Profis sind", grantelte der Coach, der bedauert, dass der OFC den gegen Verl eingesetzten Gastspieler Christopher Chylla (ohne Verein, vorher RW Essen und Bayer Leverkusen Amateure) aus finanziellen Gründen nicht verpflichten kann. Der Abwehr- und Mittelfeldspieler hätte gut in sein Konzept gepasst. Apropos Spielerwechsel: Carsten Hennig, dessen Vertrag beim FSV Frankfurt nur bis Freitag galt, steht mit dem SSV Reutlingen und den Stuttgarter Kickers in Verbindung, wobei er wegen Trainer Frank Wormuth mehr zu Reutlingen tendiert.

Die Eintracht-Amateure, die erneut auf Lars Weißenfeldt und Bakary Diakite sowie Baldo Di Gregorio und Danyel Cimen verzichteten mussten und bereits am Freitag durch Treffer von Peter Ropic und Peter Sprung 2:0 beim Oberligisten Aschaffenburg gewonnen hatten, verdankten Raffael Tonello das klare 5:2 (1:2) in Wächtersbach (Bezirksoberliga). Als Bernhard Lippert in Halbzeit eins seine Youngster aus den A-Junioren testete, ging fast alles schief. Tonello traf viermal, einen Treffer steuerte Jens Patzold bei.

Der KSV Klein-Karben feierte mit 6:1 (1:0) gegen den Türkischen SV Bad Nauheim (Bezirksoberliga) seinen ersten Titel der neuen Runde, wenngleich das Friedberger Pokalfinale eigentlich noch zur alten Saison gehörte. Vor 150 Zuschauern erzielten Christian Balzer (2) sowie die aus Höchst gekommenen Ali Mahboubi (2) und Ali Fechtali und Spielmacher Slavisa Dacic die Treffer. In Artug Özbakir verpflichtete der KSV einen weiteren Höchster und in Öczan Keles einen Stürmer vom FV Bad Vilbel. Die Vilbeler ihrerseits wirkten beim dritten Spiel binnen dreier Tage in Mühlheim müde. Das 1:0 von Johnny Baumann (20.) glich Zoran Maric (60.) mit Elfmeter aus. Bernbachs 6:0 gegen Horbach (Kreisliga A) zimmerten Kraft, Ekiz, Orelli, Dadic, Roth und Stefan Trageser zusammen.

(Von hdp, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Mo. 22.07.2002

Absteiger 1. FC Saarbrücken ist Top-Favorit der Trainer

Siegen. (MSPW) Am 18. September und am 24. November sind die Trainer Ingo Peter (Siegen) und Hermann Gerland (Bayern A., rechts) Gegner in der Regionalliga Süd.

Foto: S. WeberAusgeglichen wie nie präsentiert sich die Fußball-Regionalliga Süd vor dem Beginn der Saison am Freitag. Bei der Umfrage unter allen Trainern wurden nicht weniger als elf von 19 Klubs als mögliche Aufstiegsaspiranten gehandelt.

Als Top-Favorit gilt der 1. FC Saarbrücken. Den Zweitliga-Absteiger mit dem neuen Trainer Horst Ehrmantraut haben 15 Experten auf der Rechnung.

Die Trainer-Stimmen:

Ingo Peter (Sportfreunde Siegen): "Der 1. FC Saarbrücken, die SpVg Unterhaching, RW Erfurt, die Stuttgarter Kickers und Aufsteiger FC Augsburg bilden meinen Favoritenkreis. Wir haben unseren Kader weiter verjüngt und viele Spieler abgegeben. Daher geht es für uns zunächst um den Klassenerhalt."

Helmut Dietterle (VfR Aalen): "Der 1. FC Saarbrücken, RW Erfurt und die SpVg Unterhaching sind meine Favoriten. Dahinter sehe ich mit dem FC Schweinfurt 05 und den wieder erstarkten Stuttgarter Kickers zwei Kandidaten, die ebenfalls ins Aufstiegsrennen eingreifen können. Wir wollen mit unserer völlig umgestalteten Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Das wäre schon ein Erfolg."

Ernst Middendorp (FC Augsburg): "Die drei Absteiger aus der 2. Bundesliga, SpVg Unterhaching, 1. FC Saarbrücken und FC Schweinfurt 05, sind die Top-Favoriten in einer äußerst ausgeglichenen Spielklasse. Hinzu kommen ambitionierte Traditionsvereine wie Kickers Offenbach, der SV Darmstadt 98 und RW Erfurt. Auch Jahn Regensburg und den SV Wehen, die schon im letzten Jahr lange vorne mitgespielt haben, schätze ich sehr stark ein. Uns als Aufsteiger gleich zum Favoritenkreis zu zählen, ist dagegen unpassend. Wir müssen erst mal unsere zehn Neuzugänge integrieren und uns in der Liga etablieren."

Hans-Werner Moser (SV Darmstadt 98): "Der Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken ist der klare Favorit, weil er sowohl vom Umfeld als auch von der Mannschaft her das größte Potenzial besitzt. Stark schätze ich auch den FC Augsburg ein, der unheimlich aufgerüstet hat. Ich bin fernab davon, ein Saisonziel für den SV Darmstadt 98 auszurufen. Die Mannschaft, die im letzten halben Jahr nur ein Punktspiel für sich entscheiden konnte, muss erstmal an Stabilität und Selbstsicherheit gewinnen."

Klaus Scheer (SV Elversberg): "Besonders der 1. FC Saarbrücken wird ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitsprechen. Aber auch Jahn Regensburg, das sich gut verstärkt hat, dem SV Wehen, dem FC Augsburg oder Absteiger SpVg Unterhaching traue ich den Aufstieg durchaus zu. Wir haben uns als Zielsetzung zunächst den sechsten Platz vorgenommen. Wenn sich meine Mannschaft schnell findet und sich die Chance bietet, werden wir versuchen, auch ganz oben angreifen."

Jens Große (RW Erfurt): "Die SpVg Unterhaching, der 1. FC Saarbrücken und der FC Augsburg gehören zu den Top-Favoriten auf den Aufstieg, dazu wird sich eine Überraschungsmannschaft gesellen. Unser erklärtes Ziel ist ebenfalls der Aufstieg in die 2. Liga, entsprechend hart werden wir arbeiten. Besonderen Druck verspüre ich durch diese Vorgabe nicht."

Bernhard Lippert (Eintracht Frankfurt A.): "Der 1. FC Saarbrücken, der SV Wehen und RW Erfurt sind meine Favoriten auf den Aufstieg in die 2. Liga. Die SpVg Unterhaching ist für mich die große Unbekannte, weil man noch nicht genau weiß, wie der Kader aussehen wird. Wir werden unser Talentförderungskonzept auch in der Regionalliga durchziehen. Aufsteigen dürfen wir nicht, absteigen wollen wir nicht."

Hans-Dieter Flick (TSG Hoffenheim): "Ganz klar: Die SpVg Unterhaching, der 1. FC Saarbrücken und der RW Erfurt sind die heißesten Kandidaten auf die beiden Aufstiegsränge. Unser Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz."

Uwe Stöver (1. FC Kaiserslautern A.): "Die drei Zweitliga-Absteiger 1. FC Saarbrücken, FC Schweinfurt 05 und SpVg Unterhaching zählen ebenso zu den Favoriten wie RW Erfurt. Mein Geheimtipp ist der FC Augsburg. Unser Ziel ist der Klassenerhalt."

Hermann Gerland (FC Bayern München A.): "Das wird ein ganz heißes Rennen zwischen der SpVg Unterhaching, dem 1. FC Saarbrücken, RW Erfurt, dem FC Augsburg und dem SV Wehen. Unser Ziel ist es, in der Spitzengruppe mitzumischen."

Jörg Nehren (Borussia Neunkirchen): "Die Zweitliga-Absteiger aus Unterhaching, Saarbrücken und Schweinfurt sehe ich ganz vorne, dahinter liegen mit Jahn Regensburg, RW Erfurt und dem SV Wehen aussichtsreiche Kandidaten. Auch der FC Augsburg ist zu beachten. Wir wollen die Klasse halten."

Ramon Berndroth (Kickers Offenbach): "Einen klaren Favoriten sehe ich in dieser ausgeglichenen Liga nicht. Bis zu zehn Mannschaften traue ich den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu. Ich hoffe natürlich und das ist auch unser Ziel, dass wir mit dabei sind."

Günter Rommel (SC Pfullendorf): "Die größten Chancen räume ich RW Erfurt ein. Die Mannschaft hat sich bereits in der letzten Saison zu einer homogenen, spielstarken Einheit entwickelt und sich zudem sinnvoll verstärkt. Beim FC Augsburg und 1. FC Saarbrücken, die beide gut besetzt sind, muss man abwarten, wie schnell daraus eine Einheit erwächst. Für uns zählt in erster Linie der Klassenerhalt. Aber ich bin mir sicher, dass wir in der neuen Liga mithalten können."

Günter Sebert (Jahn Regensburg): "Fünf bis sechs Mannschaften kommen für den Aufstieg in Frage. Dazu zähle ich den 1. FC Saarbrücken, die SpVg Unterhaching, den FC Augsburg, RW Erfurt, SV Elversberg und den SV Wehen. Allerdings muss man bei einer Mannschaft wie Augsburg, die sich überwiegend mit Profis verstärkt hat, zuerst abwarten, wie es zusammenpasst. Wir wollen eine noch bessere Rolle spielen als in der abgelaufenen Spielzeit und von Anfang an mit oben dabei sein."

Horst Ehrmantraut (1. FC Saarbrücken): "Wir werden alles versuchen, am Saisonende den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga zu schaffen. Wer uns dann begleiten sollte, ist mir eigentlich egal. Als Konkurrenten sehe ich vor allem die SpVg Unterhaching, den FC Augsburg, den FC Schweinfurt 05 und RW Erfurt."

Djuradj Vasic ( FC Schweinfurt 05): "Dem 1. FC Saarbrücken und der SpVg Unterhaching räume ich die größten Chancen auf den Aufstieg in die 2. Liga ein. Eine gute Rolle können auch RW Erfurt, der SV Wehen und Jahn Regensburg spielen. Als Geheimfavorit geht der FC Augsburg an den Start. Wir wollen nach dem Abstieg aus der 2. Liga einen Platz im oberen Tabellendrittel erreichen."

Marcus Sorg (Stuttgarter Kickers): "Einen klaren Favoriten kann ich bei der Ausgeglichenheit der Liga nicht benennen. Beinahe jeder Verein kann bei einem guten Start oben dabei sein. Das gilt vor allem für die Mannschaften, die in der letzten Spielzeit schon zusammengewachsen sind. Wir wollen unsere Leistung aus der Rückrunde der letzten Saison stabilisieren und nicht mehr in solche Schwierigkeiten geraten. Vom Aufstieg reden wir aber nicht, für uns zählt zunächst nur das Tagesgeschäft."

Wolfgang Frank (SpVg Unterhaching): "Bis vor wenigen Tagen waren wir auf einen Zweitliga-Saisonstart am 11. August gegen den FC St. Pauli fixiert und mussten dann plötzlich wieder bei Null beginnen. Deshalb konnte ich mich noch gar nicht mit unserer Konkurrenz in der Regionalliga Süd genau auseinandersetzen. Was meine Mannschaft betrifft, dürfen wir uns trotz der sehr unglücklichen Ausgangsposition nicht verrückt machen lassen. Es geht zunächst vor allem darum, eine schlagkräftige Einheit zu formen. Je schneller das gelingt, umso besser werden wir abschneiden."

Gerd Schwickert (SV Wehen): "Die Liga ist nur schwer einzuschätzen. Es wird ein breites Feld von Anwärtern auf den Aufstieg geben. Auch von den Zweitliga-Absteigern drängt sich meines Erachtens kein Top-Favorit auf. Um die ersten beiden Plätze wird es entsprechend ein großes Gedränge geben, bei dem wir mitmischen wollen. Mein Ziel lautet, immer besser abzuschneiden als in der Vorsaison."

(Von MSPW, WESTFALENPOST)

 
News vom Mo. 22.07.2002

OFC-Auftritt wird für Hornischer zum "Abschiedsspiel"

Kickers spielen mit Falk in Niedermittlau - Ex-Alemannen-Keeper läuft noch einmal auf

GELNHAUSEN (zy). Zum vorletzten Test vor dem Regionalliga-Auftakt in Augsburg gastieren die Offenbacher Kickers am morgigen Abend um 19 Uhr beim heimischen A-Ligisten Alemannia Niedermittlau. Nach dem Derbysieg über den FSV Frankfurt, Backir Kaba und Nazir Saridogan zeichneten sich für die Kickers-Treffer verantwortlich, soll nun in Niedermittlau der letzte Feinschliff folgen. Schließlich möchte der OFC in dieser Spielzeit ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um die Aufstiegsplätze in Richtung 2. Bundesliga mitreden.

"Meine Jungs fiebern dem Offenbacher Gastspiel förmlich entgegen. Für jeden kleinen Verein ist es ein Erlebnis, gegen eine Profimannschaft spielen zu dürfen. Entsprechend werde ich auch viel auswechseln, um allen Spielern des erweiterten Kaders das Erlebnis zu gönnen. Zudem wird unser ehemaliger Torhüter Christian Hornischer, für den wir eine Gastspielgenehmigung beantragt haben, als Dankeschön für seine herausragenden Leistungen in den letzten Jahren, eine Art Abschiedsspiel bekommen. Ich denke, dass das Spiel gegen Kickers Offenbach dafür ein würdiger Rahmen ist", verspricht Alemannen-Spielertrainer Peter Keleschovsky jedem Akteur einen Einsatz gegen den Regionalligisten.

Lediglich Vibanco (Arbeit) und Gerlach (Urlaub) fehlen. Selbstredend, dass unter diesen Umständen der sportliche Wert ein wenig in den Hintergrund tritt. "Natürlich möchten wir uns nicht abschießen lassen. Da die Kickers allerdings schon voll im Saft stehen und wir viel wechseln möchten, werden wir vermutlich ziemlich chancenlos sein. Eines ist jedoch sicher: Alle Mann werden bei uns hochmotiviert in die Partie gehen und unabhängig vom Ausgang eine Menge Spaß haben. Bleibt nur zu hoffen, dass auch ein paar Zuschauer den Weg auf den Sportplatz nach Niedermittlau finden. Schließlich steht mit Patrick Falk ein waschechter Gelnhäuser in den Reihen der Offenbacher. Leider aber haben die Kickers in der Vorbereitung auch schon in Wächtersbach und Somborn gespielt, was natürlich für uns ein wenig unglücklich ist. Daher wäre ich mit 200 Zuschauern schon zufrieden", hofft Keleschovsky auch beim dritten OFC-Auftritt im heimischen Fußballkreis auf ein reges Fan-Interesse.

(Von zy, GIEßENER ANZEIGER)

 
News vom So. 21.07.2002

Offenbacher Kickers ärgern ihren Trainer

Auch das mühsame 2:1 im Testspiel gegen den FSV Frankfurt beweist: "Das ist keine gute Frühform"

die. OFFENBACH. Die Spieler der Offenbacher Kickers tun was für ihr Geld. In dieser Woche bestritt der Fußball-Regionalliga-Klub gleich vier Privatspiele. Trotz der hohen Beanspruchung sieht Matthias Dworschak aber keinen Anlaß zur Klage."Dafür sind wir weniger im Wald. Ich spiele lieber Fußball", sagt der OFC-Kapitän. Im letzten Test innerhalb von sieben Tagen besiegten die Offenbacher auf dem Bieberer Berg den Oberligaverein FSV Frankfurt vor 580 Zuschauern nach schwacher Leistung mit 2:1 Toren. Zugang Bachir Kaba und Nazir Saridogan brachten die Kickers in der 40. und 75. Minute 2:0 in Führung. Mikayil Kabaca gelang nach 78 Minuten mit einem Elfmeter der 1:2 Anschlußtreffer.

In der Halbzeitpause wurde Ramon Berndroth laut. Dem Offenbacher Trainer mißfiel der pomadige Auftritt seiner nicht in Bestbesetzung angetretenen Mannschaft. "Wenn wir nach oben wollen, muß jeder mitziehen und sich aufdrängen", sagte auch Dieter Müller. Der Vereinspräsident möchte, daß die Kickers in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mitspielen.

Im Aufeinandertreffen mit dem FSV Frankfurt war in der ersten Spielhälfte nur wenig Linie im Spiel des OFC. Die besseren Chancen besaßen die Frankfurter.

Stürmer Thomas Brendel traf nach zehn Minuten lediglich den Pfosten. Die Offenbacher Verteidigung hinterließ oft keinen guten Eindruck. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau der Begegnung schwach. Dem FSV-Spieler Michael König wäre mit einem Kopfball beinahe noch der Treffer zum 2:2 gelungen. Mit grimmigem Gesichtausdruck und schnellen Schrittes marschierte Ramon Berndroth nach 90 Minuten in die Kabine.

Matthis Dworschak, der gegen die Bornheimer eine Spielpause einlegte, glaubt dennoch, daß die Offenbacher Kickers "in etwa" das Niveau gehalten haben. "Wir haben zwar mit Patrick Würll den Top-Torjäger verloren", durch die Zugänge von Patrick Falk (Mittelfeld) und Angreifer Michael Petry seien die Offenbacher "in spielerischer Hinsicht" jedoch ein bißchen vielseitiger geworden, behauptete der Mannschaftskapitän. Nur einen Tag nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in der Lüneburger Heide bleiben die Offenbacher gegen den FSV den Beweis jedoch schuldig. "Das ist keine gute Frühform", sagte das Verwaltungsratsmitglied Thomas Delhounge.

(Von die, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)

 
News vom So. 21.07.2002

KSV Klein-Karben holt sich den Kreispokal

Im Finale Favoritenrolle gerecht geworden - Nur 580 Fans interessierten sich für die Generalprobe der Offenbacher Kickers

NIDDA (ham). Für Kickers Offenbach war das 2:1 gegen den Fußball-Oberligisten FSV Frankfurt bereits die Generalprobe vor dem Regionalligaauftakt am Samstag in Augsburg, während die Eintracht-Amateure (2:0 in Aschaffenburg und 5:2 in Wächtersbach) erst am 30. Juli (bei 1.FC Kaiserslautern Amateure) beginnen werden und deshalb morgen noch einmal beim FSV 07 Maintal-Bischofsheim (18.30) testen können. Der SV Darmstadt 98 und SV Wehen standen beim Possmann-Hessen-Cup in Frankfurt auf dem Prüfstand. Bad Vilbel erzielte ein 1:1 in Mühlheim.

Nur 580 OFC-Fans interessierten sich für das kleine Main-Derby. Und neue Zahlkunden konnte das Team vom Bieberer Berg, das durch Bachir Kaba (41.) und Nazir Sariodogan (75.) zu seinen Treffern kam - das 2:1 gelang Mikayil Kabca (77.) durch einen im Nachschuss verwandelten Elfmeter -, in dieser Partie sicher auch nicht werben. Trainer Ramon Berndroth ließ nach dem harten Programm im Trainingslager - am Freitag hatte seine Mannschaft beim 1:1 in Verl (Tor: Naciri) bereits den dritten Test binnen einer Woche absolviert - in seiner Bewertung Milde walten. Einer, der auf dem Spielfeld nichts zustande gebracht hatte, war Patrick Falk, der nach 45 Minuten duschen konnte. "Einige haben gezeigt, dass sie noch keine Profis sind", grantelte der Coach, der bedauert, dass der OFC den gegen Verl eingesetzten Gastspieler Christopher Chylla (zuletzt ohne Verein, vorher Rot-Weiß Essen und Bayer Leverkusen Amateure) aus finanziellen Gründen derzeit nicht verpflichten kann. Der Abwehr- und Mittelfeldspieler hätte gut in sein Konzept gepasst.

Apropos Spielerwechsel: Carsten Hennig, dessen Vertrag beim FSV Frankfurt nur bis Freitag Gültigkeit hatte, steht mit dem SSV Reutlingen und den Stuttgarter Kickers in Verbindung, wobei er wegen des ihm bekannten Trainers Frank Wormuth mehr zum Team von der Reutlinger "Kreuzeiche" tendiert.

Die Eintracht-Amateure, die erneut auf die Bundesliga II-Anschlusskaderspieler Lars Weißenfeldt und Bakary Diakite sowie auch die großen Talente Baldo Di Gregorio und Danyel Cimen verzichten mussten, und bereits am Freitagabend durch Treffer von Peter Ropic und Peter Sprung 2:0 beim Oberligisten Viktoria Aschaffenburg gewonnen hatten, verdankten Raffael Tonello das klare 5:2 (1:2) in Wächtersbach (Bezirksoberliga).

Als Bernhard Lippert in Halbzeit eins seine Youngster aus den A-Junioren testete, ging fast alles schief. "Für die Anfangsformation in der Regionalliga hat sich keiner aufgedrängt", grantelte Teamchef Holger Müller. Tonello traf viermal, einen Treffer steuerte Jens Patzold bei. Auffällig war ferner, dass Ex-Profi Petr Houbtchev, der tags zuvor am Schönbusch mit Ndjoumeck, herausragte, derzeit noch nicht gleichwertig ersetzt werden kann.

Der KSV Klein-Karben feierte mit dem 6:1 (1:0) gegen den Türkischen SV Bad Nauheim (Bezirksoberliga) seinen ersten Titel in der neuen Runde, wenngleich das Friedberger Pokalfinale eigentlich noch zur alten Saison gehörte. Vor 150 Zuschauern erzielten Christian Balzer (2) sowie die aus Höchst gekommenen Ali Mahboubi (2) und Ali Fechtali sowie Spielmacher Slavisa Dacic die Treffer. Mit Artug Özbakir verpflichtete der KSV einen weiteren Höchster und mit Öczan Keles einen Stürmer vom Nachbarn FV Bad Vilbel. Die Vilbeler ihrerseits wirkten beim dritten Spiel binnen drei Tagen in Mühlheim müde. Das 1:0 von Johnny Baumann (20.) glich Zoran Maric (60.) mit Elfmeter aus. Bernbachs 6:0 gegen Horbach (Kreisliga A) zimmerten Kraft, Ekiz, Orelli, Dadic, Roth und Stefan Trageser zusammen.

(Von ham, KREIS-ANZEIGER)

 
News vom Sa. 20.07.2002

HFV-Irrtum? Kaba darf nun doch spielen

Offenbach (bam). Nun also doch. Bachir Kaba darf wieder für Kickers Offenbach spielen. Laut Verein hat der Hessische Fußball-Verband die tags zuvor entzogene Spielgenehmigung wieder erteilt. Zum zweiten Mal, denn schon einmal hielt OFC-Geschäftsführer Michael Lüken das schriftliche Okay des Verbandes in den Händen - bis es wieder entzogen wurde mit der Begründung: Die Aufenthaltserlaubnis für den Defensivspieler aus Guinea fehlt. Aber wieso setzte der HFV dennoch im ersten Versuch den Stempel unter den Spielerpass? Eine Möglichkeit: In Unkenntnis der eigenen Statuten. Einmal aufmerksam geworden, monierte der HFV, dass Kabas Aufenthaltserlaubnis auf ein Jahr begrenzt, der Vertrag aber über zwei Jahre abgeschlossen sei. Doch das funktioniert nicht, so Willi Hink, Leiter der DFB-Direktion Amateursport. Eine befristete Aufenthaltserlaubnis sei nur für die Vertrags-Dauer möglich. Also wurde Kabas Kontrakt verkürzt und der ein Jahr gültigen Aufenthaltsgenehmigung angeglichen.

Doch wie kann ein Nicht-EU-Ausländer von einem Amateurverein zum anderen wechseln, was doch seit dem Außerordentlichen DFB-Bundestag Anfang Mai nicht mehr möglich sein soll? Der DFB-Beschluss geht auf eine Änderung der Arbeitsaufenthaltsverordnung des Bundesinnenministeriums zurück - und es gibt Informationsbedarf. "Ein gefährliches Pflaster für Klubs", sagt Hans Scheuerer, Geschäftsführer des Süddeutschen Fußball-Verbandes. Willi Hink warnt: "Das ist sehr kompliziert, man wird leicht zum Mittäter." Wie schnell eine Spielerlaubnis zurückgezogen (und wieder erteilt) werden kann, hat der OFC-Geschäftsführer innerhalb von knapp 20 Stunden erfahren. Und auch die Reaktion von Fans am Freitag überraschte. Mancher wollte sein Trikot mit der "drei" auf dem Rücken zurückgeben - der Nummer von Bachir Kaba. Dass der Ex-Kölner bleibt, beruhigte die Anhänger.

Die neuen Trikots sind ein Thema beim OFC: Größer als XXL gibt's nicht. Das reicht wohl für die Langen im Kader (wie Mounir Zitouni), nicht aber für alle Fans. "Wer 1,95 Meter groß ist und 108 Kilo wiegt" bekommt Probleme, so Lüken, der auf die Nachfrage nach XXXL reagierte. Ausrüster Uhlsport sagte zu, Ende September Übergrößen zu liefern. Und eine Erklärung gibt es auch für den neuen, hautengen Schnitt der OFC-Trikots. Entworfen im italienischen Design, wird so das Zerren am Trikot erschwert. 25 wurden bisher verkauft, vorne die Nummer 10 von Patrick Falk (acht Stück).

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 20.07.2002

Naciri trifft gegen SC Verl

Verl (op). In einem Testspiel beim SC Verl erreichten die Offenbacher Kickers ein 1:1 (0:0). Samir Naciri traf (86.), ehe dem Nord-Regionalligisten noch der Ausgleich gelang. "Ein guter Test", befand OFC-Coach Ramon Bernd- roth. Das ganze Trainingslager habe sehr gut funktioniert, so Co-Trainer Michael Dämgen, ehe sich der OFC-Tross auf die Heimreise machte. Am Samstag (16.30 Uhr) empfangen die Kickers am Bieberer Berg den FSV Frankfurt.

(Von op, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 20.07.2002

HFV erteilt Bachir Kaba doch die Spielgenehmigung

Nun also doch. Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach scheint auch in Zukunft auf die Dienste von Neuzugang Bachir Kaba bauen zu können. Nur einen Tag nachdem der Hessische Fußball Verband (HFV) dem 20-Jährigen die Spielgenehmigung entzogen hatte (die FR berichtete), widerrief der Verband nach Angaben des OFC das Urteil, da der Wechsel des Guineers vom 1. FC Köln an den Bieberer Berg doch rechtens gewesen sein soll.

(Von prd, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Sa. 20.07.2002

Fußball-Testspiel an der Verler Poststraße

1:1 im harten Test Christoph Müller ist die Nummer 1

Verl (gl). Das bei freiem Eintritt von 500 Zuschauern besuchte Spiel gegen den Süd-Regionalligisten Kickers Offenbach war für den SC Verl an der heimischen Poststraße ein wichtiger Test. Das Ergebnis von 1:1 (0:0) Toren spielte dabei nur eine Nebenrolle. Doch nach der bisher beeindruckenden Testspielbilanz (5 Siege, 1 Unentschieden, 24:3 Tore) waren die Kickers der zu diesem Zeitpunkt genau richtige Gegner in einer harten, mit einigen ruppigen Zweikämpfen geführten Partie.Die am Donnerstag aus dem Trainingslager in Herzlake zurückgekehrten Verler offenbarten vor allem im ersten Durchgang Schwierigkeiten im Offensivspiel. Die Offenbacher agierten hinten variabel, machten die durch Stephan Siedschlag und Mariusz Rogowski besetzten Außenbahnen "dicht" und erstickten damit gefährliche Angriffe. Neben einigen gut ausgeführten Ecken sowie Freistößen durch Frank Kaiser gab es deshalb nur eine klare Torchance für den SC Verl zu verzeichnen: In der 30. Minute wehrte Keeper Keffel den Kopfball von Tino Milde ab. Auch als sich die Tribüne nach Wiederanpfiff doch merklich gelichtet hatte, war den Verler Spielern das Bemühen, die Partie an sich zu reißen und zu bestimme, nicht abzusprechen. Doch mehr als ein optisches übergewicht und zunehmende Feldüberlegenheit sprang dabei (vorerst) nicht heraus. Die bis dahin größte Chance vergab in der 70. Minute Carsten Gockel. Gut per Kopfball von Mariusz Rogowski von der linken Strafraumkante aus in Szene gesetzt, zögerte Gockel freistehend am Elfmeterpunkt zu lang und schoss zu lasch, sodass Rene Keffel zur Ecke parieren konnte.

Gegen die auf Konter lauernden, bei Ballverlust sofort die Räume eng machenden Gästen fiel (auch dem Beobachter des Verler Auftaktgegners Werder Bremer A.) auf, dass im Mittelfeld der Gestalter fehlt, der das Heft in die Hand nimmt und mit einer überraschenden Aktion die gegnerische Abwehr aufreißt. Auch die Verler Vierer-Abwehrformation kam nur selten in Bedrängnis. Die Tore fielen spät in der 86. und 90. Minute durch Naciri und Perdei. "Das war ein sehr wichtiger Test gegen einen sehr starken Gegner. Wir waren zu statisch, es fehlte das überraschungsmoment. Für die Steigerung in der zweiten Halbzeit wurden wir durch Perdeis Tor belohnt", analysierte Trainer Jörg Weber, der anschließend zwei Personalentscheidungen bekannt gab: "Christoph Müller wird im ersten Saisonspiel im Tor stehen. Das habe ich in Einzelgesprächen mit beiden Torwarten abgestimmt. Und von elf Positionen sind derzeit neun vergeben".

(Von Siegfried Scheffler, DIE GLOCKE)

 
News vom Fr. 19.07.2002

Kickers ohne Genehmigung für Kaba

Offenbach. Die Reaktion von Lars Schmidt war nicht misszuverstehen: "Bitter, bitter. Das kann ja verheerende Folgen für den Jungen haben." Der Manager der Offenbacher Kickers spricht über Bachir Kaba, den der OFC von den Amateuren des 1. FC Köln verpflichtet hatte. Das Problem: Kaba ist Nicht-EU-Ausländer und hätte so keine Spielgenehmigung erhalten dürfen. Er hatte aber eine - bis gestern am frühen Abend der Hessische Fußball-Verband (HFV) als Pass ausstellende Behörde die von ihm am 4. Juli erteilte Erlaubnis zurückzog.

Das Verhalten im Fall Kaba ist die konsequente Auslegung der Statuten, deren Änderung beim Außerordentlichen Bundestag des DFB am 3. Mai beschlossen wurden. Nur kommt die HFV-Reaktion recht spät und wirft die Frage auf, warum der Verband die Genehmigung erst erteilte. Denn, so der neue Kickers-Geschäftsführer Michael Lüken, lagen dem HFV Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung Kabas vor, als der Pass beantragt und auch genehmigt wurde. Doch es hilft nicht, die Stempel hätten nicht unter die Papiere gesetzt werden dürfen. Mit der Änderung der Arbeitsaufenthalteverordnung, die das Bundesinnenministerium auf den Weg brachte, werden auch die Freiheiten von Berufssportlern beschränkt, wenn sie aus Ländern kommen, die nicht der Europäischen Union angehören. Anfang Mai segnete der Außerordentliche Bundestag die Reform für seinen Bereich ab mit der Konsequenz, dass im Fußball nur noch Profi-Klubs Berufssportler aus Nicht-EU-Ländern einsetzen dürfen. "Regional- und Oberligisten sollen keine Nicht-EU-Ausländer mehr verpflichten", sagt Willi Hink, Leiter der DFB-Direktion Amateursport. Ausnahme: Es gibt eine Daueraufenthaltserlaubnis. Und die zu bekommen dauert Jahre. Ziel der DFB-Neuerungen: Der deutsche Fußball-Nachwuchs soll gefördert werden.

Kaba aber stammt aus Guinea, wechselte vor drei Jahren mit 17 in die zweite französische Liga, spielte ein Jahr beim FC Metz, bevor er 2000 zum 1. FC Köln ging. Aus dieser Zeit kennt ihn auch Lüken. Der OFC-Geschäftsführer bestätigte auf Anfrage, dass Kaba bei Kickers einen Zweijahresvertrag als Vertragsamateur unterschrieben hat. Als solcher war er aber auch schon in Köln geführt. Wäre er als Profi zu einem Erst- oder Zweitligaklub gewechselt, hätte es keine Probleme gegeben. Oder hätte er in Köln verlängert und wäre nach Offenbach ausgeliehen worden, hätte der Konflikt wohl ebenfalls vermieden werden können. So aber unterschrieb Kaba einen neuen Kontrakt als Vertragsamateur - oder "Nicht-Amateur ohne Lizenz", wie es seit dem Außerordentlichen Bundestag heißt - und das auch noch nach dem Beschluss am 3. Mai. Das bedeutet: Der Mittelfeldspieler erfüllt die Ausschlusskriterien für einen Wechsel innerhalb von Amateurvereinen. Deswegen ruderte der HFV zurück - wenn auch mit Verspätung und erst zehn Tage, nachdem der Pass gestempelt wurde.

Aber wie kam Kaba zu einer Aufenthaltsgenehmigung, wie zu einer Arbeitserlaubnis und wie zu einem Pass, den der Hessische Fußball-Verband ausstellte? Hans Scheuerer, Geschäftsführer des für die Regionalliga Süd zuständigen Süddeutschen Fußball-Verbandes (SFV), drückt es wohlwollend aus: Es könne sein, dass in mancher Behörde die neuen Richtlinien noch nicht ganz durchgedrungen seien. Beim SFV sind sie es. In sieben Tagen will Scheuerer die Spielerlisten aller Süd-Regionalligaklubs zusammen haben und wird prüfen. Nicht ausgeschlossen, dass noch mehr Akteure hinten runterfallen...

Der Verzicht auf Kaba wäre für Kickers, so Trainer Ramon Berndroth, "menschlich und sportlich ein herber Verlust". Gibt's schon Ersatz? Zuletzt würde über eine Rückkehr von Stefan Dolzer spekuliert. Berndroth: "Er ist keine Alternative."

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Fr. 19.07.2002

HFV entzieht Bachir Kaba die Spielgenehmigung

OFC-Neuzugang soll keine Aufenthaltserlaubnis besitzen / Klub prüft Rechtsmittel

Am gestrigen Donnerstagabend gegen 18 Uhr spuckte das Faxgerät in der Geschäftsstelle von Kickers Offenbach ein Schreiben aus, das beim Fußball-Regionalligisten für lange Gesichter gesorgt haben dürfte. Absender war der Hessische Fußball-Verband (HFV) und der Inhalt, laut einer offiziellen Mitteilung des OFC, folgender: Der HFV hat die am 4. Juli erteilte Spielgenehmigung für Neuzugang Bachir Kaba, den die Kickers von den Amateuren des 1. FC Köln verpflichtet hatten, mit sofortiger Wirkung zurückgezogen. Als Grund, so hieß es gestern von Seiten des OFC, habe der HFV die fehlende Aufenthaltserlaubnis für Kaba angegeben, die der 20 Jahre alte Abwehrspieler aus Guinea benötigt, um hierzulande eine Arbeits- und auch eine Spielgenehmigung als Fußballer zu erhalten.

Bei den Kickers hat man auf die vom HFV angeführten Gründe mit Verwunderung reagiert. "Wir haben für Bachir eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis", sagt OFC-Manager Lars Schmidt, "und die müsste der HFV eigentlich auch vorliegen haben." Insofern, so Schmidt weiter, habe der Klub die Kriterien erfüllt, die für die Erteilung einer Spielgenehmigung für Kaba vorgegeben sind. Heute will sich der Manager an den HFV wenden, um zu klären, ob die Aufenthaltserlaubnis für den Defensivspezialisten dem Verband tatsächlich nicht vorliegt, und wenn dies der Fall wäre, "warum sie nicht vorliegt." Denn, so Schmidt, der OFC habe dem HFV alle notwendigen Papiere per Fax zukommen lassen. Deswegen geht Schmidt zunächst einmal davon aus, dass das Thema heute "ad acta" gelegt wird.

Das muss allerdings nicht so sein. Denn vor dem Hintergrund des Beschlusses der Innenministerkonferenz der Länder, nach dem Nicht-EU-Ausländer nur noch von Vereinen der Ersten und Zweiten Bundesliga verpflichtet werden beziehungsweise bei Dritt- oder Viertligisten ihre Verträge verlängern dürfen, könnte der Fall Kaba noch nicht ausgestanden sein. Bereits bei der Staffeltagung der Regionalliga Süd am vergangenen Dienstag hatte Willi Hink, Direktor Spielbetrieb beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), erklärt, dass die Verbände angehalten seien, Verträge mit Nicht-EU-Bürgern zu kontrollieren und eventuell bereits erteilte Spielgenehmigungen zurückzunehmen.

Sollte Bachir Kaba seine Spielgenehmigung für die Offenbacher Kickers nicht mehr wiedererhalten, droht dem 20-Jährigen im schlechtesten Fall die Abschiebung. "Für den Jungen wäre es jedenfalls eine persönliche Katastrophe, wenn er die Genehmigung nicht bekommt", sagt Lars Schmidt und kündigt an, "um Bachir kämpfen" zu wollen.

Bis zur Klärung der Angelegenheit kann Bachir Kaba jedenfalls nicht für den OFC spielen. Wobei die Offenbacher mitteilten, dass sie derzeit prüfen, ob sie gegen die Entziehung der Spielerlaubnis Rechtsmittel einlegen können. Trainer Ramon Berndroth und die Spieler, die sich zurzeit in Schneverdingen in der Lüneburger Heide im Trainingslager befinden, haben die Offiziellen jedenfalls gestern Abend erst mal über den aktuellen Status Quo informiert.

(Von Andreas Hunziger, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Fr. 19.07.2002

Konsequenz aus der Lizenzvergabe

FSV Frankfurt bleibt Viertligist

Laut dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist das Lizenzierungsverfahren durch die Erteilung der Zweiliga-Lizenz für Eintracht Frankfurt abgeschlossen. Damit steht auch fest, dass der FSV Frankfurt weiterhin in der Oberliga Hessen antreten muss.

Neben dem endgültigen Absteiger SpVgg Unterhaching werden die Eintracht Frankfurt Amateure als Aufsteiger aus der Oberliga Hessen in der Regionalliga Süd an den Start gehen. Der FSV hätte nur dann eine Startberechtigung erhalten, falls Eintracht Frankfurt die Lizenz verweigert worden wäre. In diesem Fall wäre der hessische Traditionsverein mit zwei Mannschaften in der Regionalliga vertreten gewesen, was nach den Statuten nicht erlaubt ist. Damit startet die Saison wie geplant am 27. Juli. Mittlerweile hat der DFB die ersten drei Spieltage terminiert.

Der FSV Frankfurt und seine Anwälte waren dagegen der Meinung, die Startberechtigung für Liga drei im Zuge des Lizenztheaters um Eintracht Frankfurt und der SpVgg Unterhaching erhalten zu haben. Noch ist nicht klar, ob die FSV-Führung um Manager Bernd Reisig und Anwalt Horst Klettke gegen die nun getroffenen Entscheidungen Protest einlegen werden.

(Vom DFB, KICKER-ONLINE)

 
News vom Do. 18.07.2002

0:5-Pleite für die Kickers

Schneverdingen (old). "Vorne zu wenig und hinten zu wenig. Ganz einfach." Gar nicht einmal frustriert beschrieb Kickers-Trainer Ramon Berndroth die 0:5 (0:1)-Pleite der Offenbacher im Test gegen den Nord-Regionalligisten Holstein Kiel. "Solche Partien, die klar unsere Fehler aufzeigen, bringen uns weiter als irgendwelche Pseudo-Spiele." Christoph Chylla (RW Essen) wurde als Gastspieler beim OFC eingesetzt.

(Von old, OFFENBACH-POST)

 
News vom Do. 18.07.2002

Effe sei Dank: Beim FCA zahlen Arbeitslose nichts

Augsburg/Offenbach. Wehe, wenn einer in Bayern was sagt. Das kann schon kurz hinter der Landesgrenze in Schwaben eine ungeahnte Wirkung zeigen. Und wenn's dann noch ein Großverdiener des FC Bayern München ist, der über Arbeitslose lästert, dann kann passieren, dass in Augsburg reagiert wird und Walther Seinsch denkt: "Dass kann so nicht stehen bleiben." Stefan Effenberg moserte über arbeitsunwillige Arbeitslose, der Vorstandsvorsitzende des Regionalliga-Aufsteigers FC Augsburg ordnete an: Arbeitslose haben bei Heimspielen des FCA freien Eintritt. Fertig! Einzige Bedingung. Aus "organisatorischen Gründen" müssen sie eine Halbjahresdauerkarte erwerben. Die kostet nichts, außer der Zeit, die - neben Arbeitslosenbescheinigung und Ausweis - mitbringen muss, wer sich in die Schlange auf der Geschäftsstelle des FCA einreiht. Die ist leicht zu finden, liegt sie doch an der Donauwörther Straße 170, die direkt zur FCA-Spielstätte Rosenaustadion führt.

Nun könnten die Einwände kommen: Augsburg, klar, dass die das machen; von wegen soziale Tradition und so. Stadt der Fugger mit einer der ersten Sozialsiedlungen Deutschlands (Wohnungsjahresmiete ursprünglich ein rheinischer Gulden/heute 87 Eurocent). Augsburg klar, die können leicht machen. Arbeitslosenquote in der Stadt von 6,1 Prozent. Wer kommt da schon und legt die Bescheinigung vor?

Aber: Während in die Mauern der hübsch restaurierten, fast niedlich anzusehenden Fuggerei nur ziehen darf, wer älterer Augsburger Bürger und ohne Schuld in Not ist, gilt das Angebot des FCA für alle. Also auch für Auswärtsfans, die auf die Ränge der einstmals größten Sportanlage Süddeutschlands strömen. 64 586 kamen am 9. November 1952 zum Länderspiel Deutschland - Schweiz. Bis heute Orts-Rekord, nun passen 32 400 rein. Selten wird's voll.

Auch gegen Offenbach am ersten Spieltag der Regionalliga Süd - wahrscheinlich am 27. Juli (14.30 Uhr) - wird weniger mit Massen, wohl aber damit gerechnet, dass manch einer eine Arbeitslosen-Freikarte haben will. Schließlich liegt in der Lederstadt mit elf Prozent die Arbeitslosenquote etwa fünf Prozent höher als in der einstigen Kaufmannsstadt an der Bundesautobahn 8.

Alles wegen Effenberg? Und wenn schon! "Eine gute Idee", sagt Michael Lüken, neuer Geschäftsführer der Kickers, über die Augsburger Aktion, will sie zwar nicht kopieren, Anregungen aber übernehmen. In Köln, Lükens vorheriger Wirkungsstätte, kam schon mal umsonst rein, wer einen Geißbock (Wappentier des örtlichen FC) mitbrachte. Nicht umsonst aber für fünf Euro (ermäßigt drei) kommen Besucher des Testspiels des OFC gegen den FSV Frankfurt (Samstag 16.30) ins Stadion. Auch Effenberg müsste, fände er den Weg zum Bieberer Berg, zahlen. In Augsburg hätte er freien Eintritt. Seit seinem Abschied vom FC Bayern im Mai ist er ohne Job.

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Do. 18.07.2002

Starke Frühform

Holstein Kiel fegte Kickers Offenbach mit 5:0 vom Platz

Fünf Tore und viele Komplimente - die Frühform der KSV Holstein im Trainingslager in der Lüneburger Heide ist beeindruckend. Im Duell Regionalliga Nord gegen Süd triumphierten die "Störche" gestern in Salzhausen über Kickers Offenbach mit 5:0 (1:0). "Das war, als hätten wir gegen einen Zweitligisten gespielt, ein Klassenunterschied", staunte Kickers-Coach Ramon Bernd-roth, der vor 20 Jahren gemeinsam mit Gerd-Volker Schock die Trainer-Lizenz erworben hatte. Dmitrijus Guscinas (10. und 85.), Jens Dowe (52.), Peter Maslej (77.) und Sören Seidel (90.) erzielten die Tore zu dem auch in der Höhe gerechtfertigten Testspiel-Sieg. Unter den Zuschauern weilte Claus-Dieter Wollitz, Trainer des Kieler Auftaktgegners KFC Uerdingen. Neun Tage vor dem Saisonstart zeigte sich "Pele" Wollitz beeindruckt von der Spielstärke der KSV. "Das ist eine ballsichere, kompakte Mannschaft mit einem starken Neuner." Der starke Neuner, das war Guscinas, der ausnahmsweise nur einen Stürmer-Kollegen an seiner Seite hatte. "Ich wollte ein anderes System testen", begründete Schock die Abkehr von seiner beliebten Taktik, drei Angreifer zu nominieren.

Was heraus kam, stimmte auch den Holstein-Trainer zufrieden, der anschließend bemüht war, die Euphorie unter den angereisten Fans zu dämpfen. "Offenbach war ein schwacher Gegner", urteilte Schock zwar nicht zu Unrecht, aber mehr als eine Chance von Naciri (44.) ließen die schon erstaunlich homogen auftrumpfenden "Störche" halt nicht zu. Das 3-5-2-System funktionierte in Anbetracht der Trainings-Intensität beachtlich. Die Neuzugänge Andre Trulsen (unüberwindbar in der Abwehr), Petr Maslej (technisch stark im zentralen Mittelfeld) und Jens Dowe, der als Spielmacher an vier Toren beteiligt war, bringen Ballsicherheit ins Kieler Spiel. Seidel fehlt dagegen noch ein bisschen die Substanz. Mit seinem Kopfballtor zum 5:0, als er eine präzise Flanke von Dowe gefühlvoll "abtropfen" ließ, unterstrich der Ex-Duisburger allerdings seine Stürmer-Qualitäten, obwohl er in der 60. Minute am Ex-Kieler Cesar Thier im Kickers-Tor gescheitert war. Wie sagte Wollitz so treffend: "Der Kieler Sieg hätte noch höher ausfallen können."

KSV Holstein: Greil - Schiersand, Hardt, Trulsen (78. Kopuk) - Rose (61. Hempel), Maslej, Rohwer, Dowe, Ilski - Trejgis (46. Seidel), Guscinas.

Tore: 1:0 Guscinas (10.), 2:0 Dowe (52.), 3:0 Maslej (77.), 4:0 Guscinas (85.), 5:0 Seidel (90.).

(Von ?, KIELER NACHRICHTEN)

 
News vom Do. 18.07.2002

Dolzer vor Rückkehr?

Corrochanos Unterschrift fehlt

Er ist der Werbeträger Nummer eins für den OFC-Trikotverkauf. Auf der Homepage der Kickers soll das Konterfei von Oscar Corrochano im rot-weißen Dress den Merchandise-Umsatz anheizen. Auf dem Mannschaftsfoto sitzt der 25- Jährige in der ersten Reihe und liegt nun mit Neuzugang Patrick Falk auf einem Zimmer beim Trainingslager in Schneverdingen.

Alles perfekt? Nur auf den ersten Blick. Die Rückennummer 28 ist im Kader von Trainer Ramon Berndroth nach kicker-Recherchen der einzige Akteur ohne gültigen Vertrag, könnte ablösefrei gehen. Einige seiner Kollegen warten zwar auch noch auf die Zusendung des endgültigen Vertragswerks, doch Corrochano hatte bislang nichtmal einen Termin, um seine Unterschrift unter einen Vertrag zu setzen. Zehn Tage vor dem Rundenstart! Die Nachfrage des kickers, ob mit Corrochano falsches Spiel betrieben würde, wusste der Trainer am Mittwoch zu dementieren: "Auf keinen Fall. Ich setze voll auf Oscar." Dennoch testet Berndroth im Traingscamp einen Akteur, der im Einsatzbereich Corrochanos agieren könnte: Christoph Chylla (25, zuletzt RW Essen). Wieder bremst der Coach: "Ich kenne ihn von früher, aber im defensiven Mittelfeld sind wir gut genug. Ich bräuchte eher einen Verteidiger."

Genau dafür wird im OFC-Umfeld ein Rückholaktion Stefan Dolzers (25) lebhaft diskutiert. Der Allrounder hatte seinen Vertrag beim Zweitligisten Ahlen nicht verlängert.

(Von Holger Kliem, KICKER-ONLINE)

 
News vom Mi. 17.07.2002

Berndroth mit 6:1 zufrieden

Schneverdingen (bam). Mit 6:1 (1:1) besiegte Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach im Trainingslager in Schneverdingen Verbandsligist Harburger TB. Die Tore für den OFC schossen Sabanovic (2), Knappmann, Kaba, Stenzel und Kagiouzis (mit Strafstoß). "Ich bin zufrieden, wir haben viel Druck gemacht", sagte OFC-Coach Ramon Berndroth. Der Kickers-Gegner heute: Regionalligist Holstein Kiel.

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mi. 17.07.2002

Rutscht FSV mit Gnadengesuch in Regionalliga?

Frankfurt. Nachdem zwei Spielpläne durchgesprochen, sieben Tagesordnungspunkte abgehandelt und gut vier Stunden vergangenen waren, fasste Hans Scheuerer zusammen: "Wenn die DFL nun der Eintracht die Lizenz gibt, dann haben wir Klarheit." Klarheit bedeutet für den Geschäftsführer des Süddeutschen Fußball-Verbandes (SFV) und die Regionalliga Süd, deren Vertreter gestern bis in den Abend in Frankfurt tagten: Eintracht bleibt in der Zweiten Liga, Unterhaching steigt in die Regionalliga ab, die Eintracht-Amateure in die dritte Liga auf, die dann mit 19 Teams spielt. 20 wären es, wenn das Regionalliga-Präsidium das (noch nicht gestellte) Gnadengesuch des FSV Frankfurt anerkennen und den Zweiten der Oberliga Hessen aufnehmen würde. Dass der FSV mit aller Macht darauf drängt (und sei es vor Gericht), bestätigte FSV-Anwalt Horst Kletke: "Mein Mandant hat mich aufgefordert, das durchzusetzen." Sein Recht auf Regionalliga trotz verpasster sportlicher Qualifikation leitet der FSV vorwiegend ab aus der beglichenen Zulassungsgebühr zur Regionalliga von 3000 Euro, die der SFV am 24. Juni in Rechnung stellte und der Klub tags darauf überwies.

Bekommt die Eintracht die Profi-Lizenz, Unterhaching die Regionalliga-Spielgenehmigung und rutscht auch der FSV rein, spielt die dritte Liga mit 20 Teams, gibt es sechs Absteiger, wird wie geplant am 27. Juli begonnen.

Je mehr Teams, desto kleiner wird für jeden der Anteil aus den TV-Geldern. Bei 20 Klubs sind es 380 000 Euro, bei 19 knapp 400 000. Aber es gibt eine weitere Einnahmequelle. Für die vom DFB erlaubte Werbefläche auf den Ärmeln strebt die Liga-Leitung eine Lösung mit einem Hauptsponsor an. Hier gibt es sehr intensive Gespräche mit der Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (MVV). 50 000 Euro pro Verein sind möglich. Kleines Problem: Überschneidung mit anderen Haupt- und Trikot-Sponsoren. Die Energieversorgung Offenbach (EVO, Trikotpartner der Offenbacher Kickers) hätte als Tochter der MVV kaum etwas gegen das Geschäft. Anders sähe es beim FSV Frankfurt aus: Dort wirbt MVV- und EVO-Konkurrent Mainova.

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mi. 17.07.2002

Regionalliga Süd kann für 27. Juli planen

(sid)- Die Spielpläne der kommenden Regionalliga-Saison können aller Voraussicht nach komplettiert werden. Die Oberlandesgerichte Stuttgart und Frankfurt haben jedenfalls im Lizenzstreit zwischen Eintracht Frankfurt und der SpVgg Unterhaching gegen die Münchner entschieden. Nun fehlt nur noch der endgültige Entscheid der Deutschen Fußball-Liga (DFL), der jedoch nur noch als Formalie gilt. Somit könnte die Regionalliga Süd wie geplant am 27. Juli starten.

Die Amateure von Eintracht Frankfurt würden als Meister der Oberliga Hessen ebenfalls vom Klassenerhalt ihrer Profis profitieren und einen Platz in der Regionalliga einnehmen. Offen ist jetzt nur noch, ob "Nachrücker" FSV Frankfurt deshalb wieder zurück in die Oberliga Hessen muss oder der Regionalliga Süd zugeordnet wird. In diesem Fall würde die Spielklasse auf 20 Vereine aufgestockt werden.

Wegen der ungewissen Situation hatte sich der Süddeutsche Fußballverband (SFV) als spielleitende Stelle für die Regionalliga Süd zuvor selbst ein Zeitlimit bis zum kommenden Samstag gesetzt und bereits über eine Absetzung der ersten beiden Spieltage am 27. und 31. Juli diskutiert. Für diesen Fall wäre ein Start mit dem dritten Spieltag zum Auftakt der Saison erfolgt.

(Von sid, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mi. 17.07.2002

Wo wird der FSV Frankfurt spielen?

Pünktlicher Start der neuen Saison

Die neue Saison in der Regionalliga Süd wird pünktlich an dem schon seit Wochen festgelegten 27. Juli starten. Die Urteile der Oberlandesgerichte in Stuttgart und Frankfurt, die im Kampf um eine Lizenzerteilung für die Zweite Liga zugunsten von Eintracht Frankfurt entschieden hatten, ebneten den Weg zu dem Auftakt der Meisterschaft. Die SpVgg Unterhaching muss sich diesen Urteilen fügen und als Absteiger in der Regionalliga Süd den Spielbetrieb aufnehmen.

Die Amateurmannschaft von Eintracht Frankfurt darf auch ihren Platz in der Süd-Staffel behalten, aber noch ist nicht klar, ob FSV Frankfurt zurück in die Oberliga Hessen muss. Der zweite Frankfurter Klub war "aufgestiegen", nachdem die Profis von Eintracht Frankfurt keine Lizenz bekamen. Es wird über eine eventuelle Aufstockung der Regionalliga Süd auf 20 Vereine diskutiert. Die Entscheidung darüber muss das Regionalliga-Präsidium treffen, sobald die Deutsche Fußball Liga (DFL) Eintracht Frankfurt endgültig die Lizenz erteilt hat.

Im Süddeutschen Fußballverband (SFV) als spielleitender Stelle für die Regionalliga Süd wurde ursprünglich darüber nachgedacht, falls die Probleme mit der Lizenzerteilung von Eintracht Frankfurt bis kommenden Samstag nicht beseitigt sein würden, die ersten beiden Spieltage am 27. und 31. Juli abzusetzen.

(Von ?, KICKER-ONLINE)

 
News vom Di. 16.07.2002

Alex Lorenz - Flügelmann mit fünf Zielen

Offenbach - Einen Stammplatz sichern, eine gute Saison absolvieren, mit dem eigenen Klub um den Aufstieg spielen oder gegebenenfalls Profivereine auf sich aufmerksam machen - diese Ambitionen besitzten fast alle Spieler der Fußball-Regionalliga Süd vor dem Start der Punktrunde. Alexander Lorenz, Zugang der Offenbacher Kickers, hat sich noch ein fünftes Ziel gesetzt. Er sagt: "Der OFC ist eine der besten Adressen in der Regionalliga. Süd. Ich will den Fans der Kickers beweisen, dass ich kein Darmstädter mehr bin."

Zwei Spielzeiten war der 23-Jährige für den ungeliebten Nachbarn vom Böllenfalltor am Ball, der laut vorläufigem Plan am zweiten Wochenende im August zu Gast am Bieberer Berg ist. Für Alexander Lorenz ist der vierte Spieltag der neuen Saison somit der erste Höhepunkt im Trikot der Kickers.

Vor seiner Zeit bei den "Lilien" hat er für den Oberligisten Viktoria Aschaffenburg und die Amateure der Frankfurter Eintracht gespielt. "Bereits damals ist er mir positiv aufgefallen", erzählt Ramon Berndroth, Trainer der Kickers. In der Jugend kickte Lorenz für den TSV Mossautal, den FC Erbach und den SV Beerfelden. Und zwar stets auf der linken Seite. Am liebsten im Mittelfeld. "Wenn Alex fit ist, kann er unser Flügelspiel beleben. Dort auf der linken Seite", erzählt Bernd-roth, "hatten wir zuletzt einen Mangel."

Nach dem Wechsel von Patrick Dama vor einem Jahr zum Zweitligisten LR Ahlen versuchten sich etliche Spieler - unter anderem Michael Alderigi, Dexter Langen, Oscar Corrochano - auf der linken Außenbahn - nicht gerade zur vollen Zufriedenheit ihres Trainers. "Sie waren Kompromisse auf dieser Position. Alex hingegen hat das von Haus aus gelernt. Er ist schnell, hat einen starken linken Fuß und besitzt bereits Erfahrung in der Regionalliga", setzt Berndroth große Hoffnung in seine neue Nummer fünf.

Auch Lorenz hat in den zweieinhalb Wochen am Bieberer Berg einen "super Eindruck" gewonnen. Er sagt: "Wir haben eine junge Mannschaft und einen Trainer, der es versteht, mit jungen Leuten umzugehen. Wir können oben mitspielen und werden sicher für die eine oder andere Überraschung sorgen. Dieser Konkurrenzkampf kann nur pushen."

Da Lorenz aber nicht ganz auf den Fußball setzt, hat er begonnen, sich ein "zweites Standbein" aufzubauen. Er studiert Sportwissenschaften in Frankfurt - "damit ich mir um meine Zukunft keine Gedanken machen muss".

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Di. 16.07.2002

Rechts schauen, links spielen

OFC-Trainer Berndroth erkennt fußballerische Fortschritte

Am gestrigen Montag ist der Tross der Offenbacher Kickers gen Norden aufgebrochen. In Schneverdingen in der Lüneburger Heide bezog der Fußball-Regionalligist ein einwöchiges Trainingslager. Auch wenn Trainer Ramon Berndroth immer noch nicht weiß, wann und gegen wen sein Team das erste Punktspiel der Saison 2002 / 2003 bestreiten wird: Die körperliche und spielerische Verfassung seiner Mannschaft trimmt der OFC-Coach derzeit auf das Wochenende 27. / 28. Juli hin, und auch die kurzfristig in das Testspielprogramm aufgenommene Begegnung mit dem FSV Frankfurt am kommenden Samstag (16.30, Bieberer Berg) wird ausgetragen, "auch wenn der FSV in der Regionalliga spielen sollte", so Berndroth.

Mit den Ergebnissen der bisherigen drei Wochen Vorbereitung ist der 50-Jährige zufrieden. "Man spürt, dass das was werden kann", sagt Berndroth und ist überzeugt davon, dass sein Team als Primärtugenden wieder "genügend kämpferisches Potenzial und einen großen Zusammenhalt" aufweisen wird. Erfreut hat Berndroth obendrein registriert, dass sich sein Team fußballerisch weiterentwickelt habe. Der Aufbau aus der Abwehr heraus funktioniere - vor allem durch Neuzugang Bachir Kaba, der beim Test gegen den Zweitligisten LR Ahlen auftrumpfte, - jetzt besser, "unser Spiel nach vorne ist insgesamt variantenreicher geworden", sagt er. Die komplexere Spielanlage erfordere allerdings, "dass wir sehr gut eingespielt sein müssen", so Berndroth, der zuversichtlich ist, dass sein Team diese Tugend bis zum Rundenstart erarbeitet haben wird.

Zufrieden ist Berndroth bisher auch mit den neuen Spielern. Kaba spiele so, "wie wir ihn in Köln gesehen haben", von Patrick Falk könnten vor allem die jungen Fußballer im Training einiges lernen. "Zum Beispiel, dass es möglich ist, nach rechts zu schauen und nach links zu spielen." Darüber hinaus sei der OFC durch Alexander Lorenz (Darmstadt 98), Christian Knappmann (Ratingen), Carsten Schönefeld (VfL Wolfsburg) sowie den nach seiner Verletzung zurückgekehrten Thorsten Becht "auf den Flügeln besser besetzt", auch wenn Schönefeld "noch ein bisschen mehr Power" benötige.

An weitere Verpflichtungen denkt man beim OFC derzeit nicht. Höchstens, "wenn sich ein Leistungsträger verletzen sollte und dann gerade der Richtige auf dem Markt ist", so Berndroth. In diesem Zusammenhang könnte auch der Name Stefan Dolzer interessant werden. Der 26 Jahre alte ehemalige OFC-Libero, zuletzt beim LR Ahlen, zurzeit aber ohne Vertrag, sei momentan zwar kein Thema, aber Berndroth will "nicht ausschließen", dass über eine Verpflichtung Dolzers irgendwann mal nachgedacht werden könnte, "wenn er preisgünstig zu haben wäre".

(Von Andreas Hunzinger, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Di. 16.07.2002

Kickers-Schals aus Offenbach

Wurst in der Form des Keltix, Wasserspeier aus Ton, Kickers-Fanartikel aus Offenbach: All dies sind Produkte, die aus der Rhein-Main-Region stammen und von ihr erzählen. Die FR hat sich auf die Suche nach Typischem aus der Region begeben Heute lesen Sie die letzte Folge.

OFFENBACH. Der Schal in den Vereinsfarben liegt auf der Autorückbank, der Wimpel flattert an der Antenne, die Fahne aus dem Wohnzimmerfenster, und am Samstag geht's im Mannschaftstrikot ins Stadion. Auf diese Weise Flagge zu zeigen, ist wichtig für jeden Fußballfan. So auch für die Anhänger des Offenbacher Fußball Clubs Kickers 1901.

Die Kickers-Fans bekommen den rot-weißen Stoff für ihre Fanrituale seit fünf Jahren bei Ursula Wassem und Edith Szabolc, im Fanshop auf dem Bieberer Berg, direkt vorm Stadion. Dort klingelt derzeit häufig das Telefon: Die OFC-Freunde wollen sich eines der neuen Trikots sichern, die dieser Tage im Laden eintreffen werden. Schließlich geht die Regionalliga-Saison bald los. Noch sind die rot-weißen T-Shirts von Uhlsport, dem derzeitigen Ausstatter des OFC, zum Beflocken in Darmstadt. Das bedeutet, dass die Standardware, ausgewählt aus dem Katalog des Sportartikelherstellers, ihren Kickers-spezifischen Aufdruck erhält: Anschließend prangt das Logo des Sponsors EVO (Energieversorgung Offenbach) auf den Hemden.

"Es gibt jede Saison ein anderes Trikot, mal ändert sich das Design, mal der Sponsor", erklärt Ursula Wassem, seit 35 Jahren Leiterin des OFC-Kassendienstes und von Anfang an im Fanshop dabei. Als die Kickers vor einem Jahr keinen Geldgeber fanden, nutzte der Verein sein Mannschaftstrikot mit dem Aufdruck "Ein Verein zum Leben" zur Eigenwerbung. Den Fans ist es jedoch gleichgültig, was auf der Brust des 49,90 Euro teuren Oberteils prangt - der Verkaufsschlager im Fanshop ist und bleibt es. "Mehrere hundert gehen pro Saison über den Ladentisch", bestätigt Ursula Wassem.

Künftig sollen es gar noch mehr werden. Denn pünktlich zur neuen Saison gibt es erstmals auch Trikots in Kindergrößen für den Fan-Nachwuchs. Zudem wird in dieser Woche eine Beflockungsmaschine im Fanshop eintreffen. Mit ihrer Hilfe können sich die OFC-Anhänger im Laden die Namen ihrer Lieblingsspieler oder deren Rückennummern auf das eben erstandene Trikot flocken. Bisher mussten die Kickers-Fans dazu nach Darmstadt geschickt werden.

Das Trikot der Offenbacher Kickers ist zwar das Flaggschiff des Fanartikelverkaufs, doch der echte Fußballfreund findet in dem Laden auf dem Bieberer Berg noch vieles mehr. Vom Golfball bis zur Krawattennadel, von der Isokanne bis zur Winterjacke, vom Brillenetui bis zur Wanduhr: alles in rot-weiß und mit Vereinswappen verziert. Doch Ursula Wassem hat noch viele neue Ideen, womit sie das Angebot erweitern will. Mit Bademänteln zum Beispiel oder mit Babysachen. "Wir müssen den Fans ständig etwas Neues bieten", erklärt sie. Denn die Fan-Standardausstattung haben die meisten ja schon, wenn sie mal wieder zum Gucken kommen.

Grenzen sind den ehrenamtlichen Betreibern des Ladens bei der Wahl der Kultgegenstände, die sie in ihre Regale stellen, nicht gesetzt - wohl aber bei der Farben. Rot-weiß muss alles sein, alles andere verschmähen die Fans. "Wir hatten mal blaue Sweatshirts mit dem Kickers-Emblem, die gingen überhaupt nicht weg", erinnert sich Wassem.

Auch teurere Artikel wie das OFC-Armband für 60 Euro oder die Winterjacke für 75 sind eher Ladenhüter. Denn was die Fans neben der eigenen Grundausstattung kaufen, sind kleinere Geschenke als Gruß aus Offenbach. "Ein Kunde hat neulich ein paar Wimpel gekauft, um sie mit nach Japan zu nehmen", erzählt Ursula Wassem. "Der hatte ein Karte fürs WM-Endspiel."

Der Fanshop der Offenbacher Kickers vor dem OFC-Stadion, Bieberer Straße 282, ist geöffnet montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr, an Spieltagen von 10 Uhr bis eine Stunde nach Spielende.

(Von Nadja Henselin, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Mo. 15.07.2002

Rapolder lässt Dama schmoren

Offenbach (cd). Sein Ablösespiel hatte sich Patrick Dama anders vorgestellt: Der Mittelfeldspieler, der vor der vergangenen Saison vom OFC zum Zweitligisten LR Ahlen gewechselt und dem Ruf des Ex-Kickers-Trainers Peter Neururer gefolgt war, hatte "gehofft, 90 Minuten zu spielen", gehörte am Samstag beim 1:0 der Westfalen an seiner alten Wirkungsstätte aber nicht zur Startelf.

LR-Trainer und Neururer-Nachfolger Uwe Rapolder (früher Mannheim) wechselte den schnellen Außenspieler erst nach der Halbzeitpause ein. Warum der Coach den Linksfuß in "seinem" Spiel schmoren ließ, wusste auch Ahlens Co-Trainer Uwe Fuchs nicht ("Das hat Herr Rapolder so entschieden"). Der 26-jährige Dama - letzter Akteur aus dem Ex-Kickers-Trio bei LR (Stefan Simon ging nach Wehen, Stefan Dolzers Ziel ist unbekannt) - sagte: "Wir sind noch in der Testphase. Und eigentlich war ich auch ganz froh, dass ich nur 45 Minuten gespielt habe, denn das Training ist im Moment brutal anstrengend."

Als Dama ("Es war schön, die Jungs mal wieder zu sehen") nach der Halbzeitpause kam, führte Ahlen bereits mit 1:0. Zugang Christian Mikolajzak (zuletzt Hannover 96) hatte in der sechsten Minute einen 25-Meter-Freistoß direkt verwandelt. Regionalligist OFC zeigte sich von dem frühen Rückstand nicht geschockt, bestimmte über weite Strecken sogar das Geschehen. "Doch wir haben uns diesmal vorne nicht so durchgesetzt", bemängelte OFC-Trainer Ramon Berndroth.

Kickers Offenbach: Thier (46. Keffel) - Zitouni, Fossi - Sarfo (70. Corrochano), Dworschak, Kaba, Barletta, Lorenz (84. Schönefeld), Falk - Saridogan (78. Sabanovic), Naciri (78. Knappmann)

LR Ahlen: Meier - Fengler (46. Cissé), Vasiljevic, Zepek, Bamba (46. Stanic, 71. Gorschlüter) - Arnold, Bönig, Mikolajczak (46. Dama), Daschner (46. Senaya) - Feinbier, Rath (46. Bella)

Tor: 0:1 Mikolajzak (6.) – Zuschauer: 1000

Das Testspiel bei Germania Wiesbaden gewannen die Kickers gestern 6:0. Tore: Kagiouzis, Naciri (je 2) sowie Knappmann und Stenzel.

(Von cd, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mo. 15.07.2002

Daniel Graf: Wiedersehen mit dem OFC

Offenbach (bam). Ein gelungener Nachmittag mit brasilianischer Show, bei dem die Offenbacher Kickers mit einem "Tag der offenen Tür" für sich und somit um die Gunst ihrer Fans warben; eine mit 1000 Besuchern stattliche Zahl - und dann ein Pokallos, das René Keffel, Publikumsliebling und Kickers-Torwart, so bewertete: "Nicht gerade glücklich, aber machbar."

Zwischen dem 30. August und dem 1. September kommt Zweitligist Karlsruher SC an den Bieberer Berg und mit ihm mindestens ein ehemaliger Kickers-Spieler: Daniel Graf, der den OFC im Oktober 2000 verließ, als die Badener lockten. Im Juni 2001 folgte ihm Stefan Ertl, dem KSC-Trainer Stefan Kuntz inzwischen aber mitgeteilt hat, er könne sich einen neuen Klub suchen. Beide, Ertl und Graf, haben noch einen Vertrag für die laufende Spielzeit.

Graf wechselte kurzfristig ins Wildparkstadion, und nicht jeder in Offenbach vergaß seinen schnellen Abgang, schließlich holte der OFC Graf, als sich dieser nach einem Kreuzbandriss (im Trikot von Fortuna Köln) heranarbeiten sollte. Für Offenbach war es die erste Saison nach dem Zweitligaabstieg und für Graf "ein ruhiger Aufbau nicht möglich, der Druck zu groß. Und so war mit dem damaligen Manager Klaus Gerster vereinbart, dass ich bei einem entsprechenden Angebot gehen darf".

Graf ging, die Kickers bekamen 25 500 Euro Ablöse. Und nun die Rückkehr, auf die sich der Stürmer nach eigenen Worten "freut". Seine Bemerkung, "es wird ein inter-essantes Spiel", bezog er auf die Stimmung am Bieberer Berg und natürlich auch auf sich: "Ich freue mich auf den Berg mit seiner einmaligen Atmosphäre. Aber mal sehen, wie die Fans reagieren." Graf rechnet mit Pfiffen: "Vielleicht gehört das zum Geschäft. Aber ich lasse mir nichts ankreiden, ich habe alles für den Klub gegeben."

Gemischt die Reaktionen über das Los auf Kickers-Seite. Trainer Ramon Berndroth rümpfte leicht die Nase, was er aber nicht als Abwertung des KSC verstanden wissen wollte. Nur hatte der Coach auf ein großen Namen gehofft, nahm das Los mit Humor: "Da habe ich es wenigstens nicht weit zur Spielbeobachtung." OFC-Mittelfeldspieler Oscar Corrochano meinte nur "machbar", Kickers-Präsident Dieter Müller sprach von einem "ganz guten Los, mit dem wir leben können. Es hätte schlimmer kommen können".

Die Kickers hoffen auf einen Zahltag und bis zu 12 000 Zuschauer. Im 1,5-Millionen-Euro-Etat des Regionalliga-Kaders sind keine Einnahmen aus dem DFB-Pokal eingerechnet. "Da haben wir sehr konservativ kalkuliert", sagte Kickers-Vize-Präsident Thomas Kalt. Einzig die 50 000 Euro, die es für das Erreichen der ersten Runde (und Hessenpokalsieg) gab, sind Bestandteil des Etats. Sie wurden benötigt, um die Lizenz zu sichern.

Der Pokal als Kür, die Regionalliga als Pflicht - von heute bis Freitag bereiten sich die Kickers in Schneverdingen (Lüneburger Heide) vor. Taktik-Schulung ist ein Schwerpunkt, "Kondition holen wir uns in Spielen", sagte Berndroth. Vier Tests wurden vereinbart: Gegner sind Regionalligist Holstein Kiel (Dienstag), Harburger TB (Mittwoch, beide im Trainingslager), am Freitag beim Regionalligisten SC Verl. Am Samstag kommt der FSV Frankfurt an den Bieberer Berg (16.30 Uhr).

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mo. 15.07.2002

KSC kommt den Kickers nicht ungelegen

Mit Los im DFB-Pokal zufrieden / Saisoneröffnungsfest auf dem Bieberer Berg

Peter Krünig hatte den richtigen Riecher. Der OFC-Fan aus Ramstadt, einer von etwa 1000 Besuchern beim "Kickers-Tag", dem Saisoneröffnungsfest des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach am gestrigen Sonntag auf dem Bieberer Berg, setzte beim Gegner-Tipp für die erste Runde des DFB-Pokals als einziger auf den Karlsruher SC und durfte sich, nachdem das Los dem OFC für die am letzten August-Wochenende ausgetragene Runde tatsächlich den Zweitligisten beschert hatte, über ein Kickers-Trikot freuen.

Bei Spielern und Offiziellen des OFC löste das Los nicht gerade Jubel aus, allerdings wollte auch niemand von Lospech sprechen. Trainer Ramon Berndroth sah es pragmatisch ("da brauche ich zum Beobachten nicht so weit zu fahren"), während Präsident Dieter Müller und Kapitän Matthias Dworschak ihrer Beurteilung sportliche Aspekte zugrunde legten. "Wir haben die Chance, eine Runde weiter zu kommen", sagte Müller, und auch Dworschak sieht die Möglichkeit, "bei der nächsten Auslosung wieder im Topf zu sein." Zwischen 7000 und 10 000 Zuschauern erhoffen sich die OFC-Oberen gegen Karlsruhe, die dem Verein weitere 30 000 bis 40 000 Euro in die Kassen brächten. Die live übertragene Pokalauslosung war indes Höhepunkt eines fröhlichen Tages, an dem sich die Kickers-Spieler ihren Fans präsentierten und einige OFC-Akteure beim Samba mit den brasilianischen Tänzerinnen durchaus Taktgefühl bewiesen.

Ab heute steht wieder die Arbeit im Vordergrund - im einwöchigen Trainingslager in Schneverdingen in der Lüneburger Heide. Dort will Berndroth seinen Kickern weiteren Feinschliff verpassen, der überdies in drei weiteren Testspielen - morgen gegen den HTB Hamburg, am Mittwoch gegen Holstein Kiel und am Freitag beim SC Verl - erarbeitet werden soll.

Bei den Tests an diesem Wochenende gab es jeweils eine Niederlage und einen Sieg. Am Samstag unterlag der OFC dem LR Ahlen, der zum Ablösespiel für den vor einem Jahr nach Ahlen gewechselten Patrick Dama an den Bieberer Berg gereist war, mit 0:1; den Treffer für den Zweitligisten erzielte Mikolajczak (6.). Die Offenbacher Tore beim gestrigen 6:0 bei Germania Wiesbaden steuerten Christos Kagiouzis (2), Samir Naciri (2), Alexander Stenzel und Christian Knappmann bei.

(Von Andreas Hunziger, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Mo. 15.07.2002

Berndroth zufrieden: OFC variabler und abwehrstark

Offenbach. "Ich kann wirklich zufrieden sein." Ramon Berndroth, Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, zog ein positives Fazit der ersten Trainingswochen, wenngleich der erste wirkliche Härtetest am Samstag gegen den Zweitligisten LR Ahlen mit 0:1 (Tor: Mikolajcak, 6.) verloren ging. Dennoch präsentierte sich die neu zusammengestellte OFC-Elf gegen den klassenhöheren Gegner durchaus gleichwertig. "Unser Spiel ist variantenreicher geworden. In der letzten Saison waren wir doch sehr auf Konterspiel beschränkt, mit langen Pässen auf die Stürmer. Nun funktioniert unser Kombinationsspiel besser, und das müssen wir noch verstärken", so der Coach. Ähnlich sahen es gestern auch zahlreiche OFC-Fans, die beim Kickers-Tag der offenen Tür den neuen Kader begutachteten. Zuvor hatten die Offenbacher in einem weiteren Testspiel bei Germania Wiesbaden mit 6:0 gewonnen. Kagiouzis und Naciri (je 2), Knappmann und Stenzel erzielten die Tore. Viel wichtiger jedoch: Die viel gescholtene Abwehr steht bisher sicher. Nach den Abgängen von Binz und Meyer waren die Lücken mit Zugängen aus der eigenen Jugend oder jungen Oberliga-Akteuren gefüllt worden. Und nach den ersten Tests meinte Berndroth: "Die Innenverteidigung hält." Ab heute bezieht der OFC ein Trainingslager in Schneverdingen in der Lüneburger Heide.

(Von Holger Kliem, FRANKFURTER NEUE PRESSE)

 
News vom Mo. 15.07.2002

Es hätte ein ausgelassener Feier-Abend werden können

Es hätte ein ausgelassener Feier-Abend werden können. die Getränkevorräte in der Stadiongaststätte und den Buden am Bieberer Berg waren aufgefüllt.

Selbst Caipirinha-Cocktails, auf besonderen Wunsch des brasilianischen Torhüter Cesar Thier offeriert und üblicherweise nicht der gebräuchlichste Tropfen, wenn es um die Verpflegung von Fußball-Fans geht, gab es am späten Nachmittag im Angebot. Doch nach Partystimmung stand von 18.30 Uhr an niemanden der Sinn im VIP-Raum der Kickers, dessen Türen an diesem Tag der offenen Tür für jedermann weit offenstanden. Der zuvor bestens gefüllte Raum leerte sich rasch.

Das Los, das dem OFC bei der Auslosung der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals zufiel, hatte nicht gehalten, was sich viele Offenbacher Fußballfreunde von ihm versprochen hatten: In den Tagen vom 30. August bis 1. September (die genauen Anstoßtermine legt der Deutsche Fußball-Bund in der kommenden Woche fest) trifft die Regionalliga-Mannschaft von Trainer Ramon Berndroth auf eigenem Platz auf den Karlsruher Sportclub- so wollten es der Zufall und Michael Rensing, der 18 Jahre alte A-Jugend-Torhüter des FC Bayern München, der in der ARD-Sportschau Glücksfee spielen durfte.

"Wenn Du Pokalsieger werden willst, mußt du jeden Gegner schlagen", lautete Berndroths erste Reaktion in einer Mischung aus Enttäuschung und Sarkasmus. Wie so viele, die in diesem Moment um ihm herumstanden und mißvergnügt auf den Bildschirm blickten, hatte auch Berndroth, wenn schon nicht auf einen Besuch des bayerischen Rekordmeisters, so doch zumindest auf ein Rhein-Main-Pokalderby gehofft: "Die Eintracht, das wäre ein echter Hammer gewesen ... " Was nicht ist, kann für den Hessenpokalpokalsieger zwar später noch werden. Doch die Hoffnungen, gegen den letztjährigen Tabellendreizehnten der zweiten Liga die Auftaktrunde zu überstehen, waren zunächst nur bei Präsident Dieter Müller über die Maßen ausgeprägt: "Nicht schlecht, mit dem KSC können wir gut leben". Mit bis zu 15 000 Zuschauern rechnet der ehemalige Profi an der Spitze des Klubs. Er stand mit dieser Sicht der Dinge ziemlich alleine. Nicht ganz so viele verloren sich im Laufe des Sonntagnachmittag bei kühlen Temperaturen im Stadion.

Mehrere hundert Fans verfolgten von 16 Uhr an beim sogenannten Saisoneröffnungswochenende die Präsentation der neuen Mannschaft. Begleitet von leichtbekleideten Samba-Tänzerinnen und südamerikanischen Discoklängen, schritten die Spieler in ihren neuen rot-weißen Trikots über einen Laufsteg in Richtung Anstoßkreis, wo sie die Blicke der kritischen Masse zu ihren Füßen und die gefälligen Fragen eines Moderators über sich ergehen lassen mußten. Quintessenz der gut sechzigminütigen Frage- und Antwort-Runde, von Berndroth formuliert: "Wir haben eine Super-Mannschaft, Super-Fans und einen Super-Vorstand." Er spüre, sagte der Trainer, der seit mehr als einem Jahrzehnt im bezahlten Fußball und in höherklassigen Amateurligen sein Geld verdient, "Daß es mit dieser Mannschaft etwas werden kann." Was genau? Diese Antwort ließ Berndroth freilich offen, wenngleich er prophezeite, daß die Fans sich auf die Auftritt seiner Elf freuen dürfen, auch wenn momentan aufgrund der Lizenzstreitigkeiten um die Spielvereinigung Unterhaching noch nicht einmal exakt feststeht, wann genau die Runde beginnt. An einem Regionalliga-Start am 27. Juli beim FC Augsburg glaubt Berndroth jedenfalls nicht mehr hundertprozentig. Ganz gleich, wann es losgeht "vor allem im Offensivspiel verfüge er durch die Zugänge von Christian Knappmann (Ratingen), Patrick Falk Oberhausen) und Michael Petry (Regensburg)künftig über mehr Variationsmöglichkeiten. "Wir werden schwerer ausrechenbar, treten mit mehr Urwitz ab, haben das Kämpfen aber nicht verlernt", lautete seine Voraussage an die Konkurrenz. Mittelfeldmann Angelo Barletta ließ sich gar zur gewagten Prognose hinreißen, daß "wir innerhalb von 24 Monaten aufsteigen werden". Ungewohnte Töne aus dem Mund eines Kickers-Spielers, die in der vergangenen Spielzeit für ihr Understatement bekannt waren, das ihnen von Berndroth tagtäglich vorgelebt wurde. Neue Zeiten also.

Auch Patrick Falk, der vor nicht allzu langer Zeit noch das Trikot des ungeliebten Nachbarn von der anderen Main-Seite trug, wurde mit freundlichem Applaus in seiner neuen sportlichen Heimat begrüßt. Der zweiundzwangigjährige, der zuletzt zugegeben hatte, daß er seinem ersten öffentlichen Auftritt auf dem Bieberer Berg mit einem gewissen Bammel entgegenblickte, wußte auch gleich, wie er sich für den warmen Empfang zu bedanken hatte: "Es gibt in der Regionalliga keinen besseren Verein als den OFC", sprach er ins Mikrofon 'der Jubel von den Rängen war ihm gewiß'.

(Von Marc Heinrich, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)

 
News vom Mo. 15.07.2002

OFC trainiert in Schneverdingen

An diesem Montag brechen die Offenbacher Kickers in das ihnen aus der Vergangenheit bestens vertraute Trainingscamp nach Schneverdingen in der Lüneburger Heide auf. Trainer Ramon Berndroth hat für den fünftägigen Trip insgesamt drei Privatspiele vereinbart: An diesem Dienstag geht es gegen den Harburger TB, am Mittwoch gegen Holstein Kiel und am Freitag, dem Tage der Rückreise, gegen den SC Verl. Am Samstag kommt es dann um 16. 30 Uhr am Bieberer Berg zu einem Aufeinandertreffen mit dem FSV Frankfurt "ganz gleich, in welcher Liga siebis dahin spielen", wie Berndroth sagt.

Am Wochenende hatte er seine Mannschaft mit wechselndem Erfolg dreimal unter Wettkampfsbedingungen getestet. Vor 350 Zuschauern siegte der OFC am Freitag abend beim Bezirksoberligaklub Germania Wächtersbach 9:0; bester Torschütze war Semi Sabanovic, der fünf Treffer erzielte. In einem ausgeglichenen Spiel unterlagen die Kickers am Tag darauf dem weitligaverein LR Ahlen 0:1. U 21-Nationalspieler Christian Mikolajczak entschied mit einem Freistoßtor die Partie, die zugleich als Ablösespiel für Patrick Dama gedacht war, den es vor einem Jahr ins Westfälische gezogen hatte. Gegen Germania Wiesbaden trafen am Sonntag morgen Christos Kagiouzis (2 Tore), Samir Naciri (2), Alexander Stenzel und Christian Knappmann

(Von ?, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)

 
News vom Mo. 15.07.2002

Favoriten hatten Schussstiefel geschnürt

Hessische Regional- und Oberligisten feierten Kantersiege über unterklassige Testgegner, OFC 0:1 gegen LR Ahlen

NIDDA (ham). Ob der Fußball-Regionalligastart in zwei Wochen und der Oberliga-Auftakt in drei Wochen erfolgen wird, weiß derzeit keiner. Mögliche Klarheit soll die nächste Verhandlung im Falle Eintracht Frankfurt vor dem Oberlandesgericht am Mittwoch bringen. Denn daran ist auch die Zukunft der Eintracht-Amateure und diejenige des FSV Frankfurt geknüpft. In den Testspielen des Wochenendes zeigten sich die hessischen Regional- und Oberligaclubs fast ausschließlich in guter Frühform. Dass der OFC einen Tag nach dem 9:0 in Wächtersbach gegen den Zweitligisten LR Ahlen 0:1 unterlag, war in Anbetracht des harten Vorbereitungsprogramms kein Beinbruch. Den höchsten Stellenwert hatten Wehens 4:2 gegen den Oberligisten SC Feucht. Die höchste Trefferquote gab es beim 11:2 des SV Bernbach gegen eine Vogelsberg-Auswahl in Ilbeshausen. Gerd Schwickert hat ein großes Problem beim SV Wehen zu lösen: die Mannschaft des Regionalligisten neigt bereits in der Vorbereitung zum Schlendrian. Wie schon gegen Idar-Oberstein führte der Gast nach wenigen Minuten, um den Vorsprung nach einer halben Stunde per Elfmeter auszubauen. Erst dies rüttelte die Taunussteiner vor 250 Zuschauer anläßlich der Sportplatzeinweihung in Panrod richtig wach. Binnen vier Minuten drehten Antonio da Silva (35./36.) und Sascha Gies (39.) den Spieß um. Saber Ben Neticha (55.) setzte den Schlusspunkt gegen eine jetzt hart einsteigende Mannschaft aus Franken, die dank Manager Dieter Nüssing den Kontakt zum SVW gefunden hatte und jetzt wohl nicht mehr eingeladen werden wird. Zumal sich Kaynak (Zerrung) und Ben Neticha (Schulterprellung) Verletzungen einhandelten. Nach dem Treffersegen in Wächtersbach, als sich Sabanovic (5), Knappmann (2), Schönefeld und Becht in die Torschützenliste eintragen konnten, hatte Kickers Offenbach gegen den Zweit-Bundesligisten Ahlen vor 800 Fans Ladehemmung. Slaven Mikolaiczak (38.) netzte am Bieberer Berg via Freistoß zum Tor des Tages ein. Dennoch war Trainer Ramon Berndroth zufrieden, da sein Team mitgehalten, aber eben nicht getroffen habe. Der FV Bad Vilbel hatte beim Frankfurter Bezirksoberligisten FSV Bischofsheim (7:1) wenig Mühe, denn knappen 2:1-Pausenstand noch locker auszubauen. Auch ohne Scheller (beruflich in Neuseeland) und Ivkovic (wird heute aus Kroatien zurück erwartet) und Neuzugang El Mrhanni (noch ohne Spielgenehmigung) machten die Schützlinge des neuen Trainers Alexander Sturm später den Zwei-Klassenunterschied deutlich. Zoran Maric (3) ragte als Vollstrecker heraus. William Anane (2) sowie Marcel Biskup und Mohamed El Mahaoui erzielten vor 150 Zuschauern die weiteren Treffer, nachdem Sven Reuter (7.) die Maintaler überraschend in Führung gebracht hatte. Torwart Elmir Smajlovic erwies sich beim FC Eschborn als "enfant terrible", musste seine Koffer packen und heuerte beim Oberliga-Aussteiger SG 01 Höchst an. Trainer Ali Marzban hat dennoch mit Philip Selig und Jürgen Hoffelner zwei starke Keeper zur Verfügung. Beim 8:0 (4:0) in Schwalbach erzielten die Neuzugänge Norman Lind (2) sowie Guht, Leifermann, Zimmermann, Keskin und Ochmann (je 1) fast alle Tore. Von den "Alten" traf einzig Engel. Einziger Wermutstropfen: Altmeister Andreas Haffner fällt mit Pfeifferschem Drüsenfieber vermutlich mehrere Monate aus. Fabio Daga (Knöchelverletzung) wird ebenfalls beim Rundenstart nicht mittun können, was bei Kelvin King (Zerrung) indes kein Problem sein dürfte. Bernbachs Kantersieg gegen eine Bezirksober- bis Kreisliga-Auswahl in Ilbeshausen (Vogelsberg) hatte keinen sonderlichen Stellenwert. Neuzugang Metin Oymak (FC Hochstadt) traf allein fünfmal. Desweiteren trug sich Seref Zangir viermal in die Torschützenliste ein. Huth und Messinese (FE) waren einmal erfolgreich. Die Ausfälle der Routiniers Biehrer, Koc und Dadic fielen nicht ins Gewicht, Youngster Orelli imponierte als Ersatz-Libero. Für die Auswahl trafen Michael Weber und Gunther Eidmann (SV Hauswurz).

(Von ham, KREIS ANZEIGER)

 
News vom Sa. 13.07.2002

Kickers geben mächtig Gas

Wächtersbach (op). Auch im jüngsten Testspiel bei Germania Wächtersbach (Bezirksoberliga Frankfurt Ost) haben die Offenbacher Kickers mächtig Gas gegeben. Mit 9:0 (3:0) gewann der Regionalligist. "Tolles Spiel, hat Spaß gemacht", schilderte Trainer Ramon Berndroth seine Eindrücke. Tore: Sabanovic (5), Knappmann (2), Becht, Schönefeld. Schlecht: Zugang Michael Petry fällt mit Grippe aus.

(Von op, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 13.07.2002

Bachir Kaba - flexibler Twen für die Abwehr

Offenbach Guinea. Eines der ärmsten und industriell rückständigsten Länder in Westafrika. Mit einer 320 km lange Küste zum Atlantik. Mit Grenzen zum Senegal, Mali, Elfenbeinküste und Liberia. Mit Französisch als offizieller Sprache. Bereits als 17-Jähriger hat Bachir Kaba, Zugang des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach von den Amateuren des 1. FC Köln, die an den Folgen von Sozialismus, Diktatur, Militärregime und Bürgerkrieg leidende Heimat verlassen.

Sein in Frankreich lebender Onkel hatte den Kontakt zum FC Metz, in der vergangenen Runde aus der 1. Liga abgestiegen, hergestellt. Eine Saison spielte Kaba, zuvor bei den "Stars of Guinea" in der 1. Liga seines Heimatlandes im Einsatz, bei den Lothringern, ehe ihn der damalige FC-Trainer Ewald Lienen für zwei Spielzeiten nach Köln lockte.

Mit den Amateuren gelang Kaba im Mai zwar die Meisterschaft in der Oberliga Nordrhein und der Aufstieg in die Regionalliga Nord, sein Wunsch, bei den "Geißböcken" professionell Fußball zu spielen, erfüllte sich nicht. Es sei Zeit gewesen, neue Eindrücke zu gewinnen und nicht weiter für die Amateurmannschaft eines Profivereins zu spielen, sagt Kaba.

Da war das Angebot der Kickers - Trainer Ramon Berndroth und Manager Lars Schmidt hatten ihn beim 2:2 gegen Ratingen für geeignet befunden - gerade recht gekommen. "Ein eleganter Akteur, der mit Auge spielt. Ihn kann ich in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld einsetzen. Linker Fuß, rechter Fuß, Kopfballspiel - alles bestens ausgebildet", sagt Berndroth. Im Testspiel beim Landesligaaufsteiger FC Bayern Alzenau (4:1) am vergangenen Samstag erzielte der 20-Jährige seinen ersten Treffer für die Kickers - per Kopf nach einer Standardsituation.

Seit mehr als zwei Wochen trainiert Kaba, der beim OFC einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, am Bieberer Berg. Seine Eindrücke: "Der Trainer legt viel Wert auf Taktik und Technik, die Kameradschaft der Mannschaft gefällt mir - ich bin zufrieden." Der Aufstieg in die 2. Liga sei nicht unmöglich.

Zu seinem Glück fehlt ihm nur die eigene Wohnung, die er mit Hilfe von Schmidt sucht. Zurzeit lebt Kaba, der Musik hören als sein großes Hobby bezeichnet, noch in einem Mühlheimer Hotel.

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 13.07.2002

Von nichts mehr überraschen lassen

Offenbach/Frankfurt. "Man darf sich von nichts mehr überraschen lassen in dieser Saison." Wer so denkt wie Hans Scheuerer schläft besser. Oder, die Worte des Geschäftsführers der Regionalliga Süd anders ausgedrückt: Wer derzeit zu viel plant, den erschlägt der Zufall. Dennoch ist der für die Regionalliga Süd zuständige Süddeutsche Fußball-Verband (SFV) vorbereitet. Fünf Spielpläne sollen in der Schreibtisch-Schublade des Ex-Schiedsrichters liegen: mit und ohne Eintracht Frankfurt, mit und ohne Spielvereinigung Unterhaching, mit und ohne FSV Frankfurt... Bernd Reisig, Manager des ebenfalls von der Planungsunsicherheit betroffenen FSV Frankfurt, nennt die für ihn maßgeblichen Gründe, warum nur fest steht, dass nichts sicher ist. Weil:

die Deutsche Fußball-Liga ihre Lizenzierungsfrist von Ende Mai auf Mitte Juni verschoben hat, und

aus dem Täter Eintracht ein Opfer gemacht würde; schließlich sei eine katastrophale Misswirtschaft Fakt.

Nichts ist ausgeschlossen derzeit - nicht einmal der Beginn der Regionalliga-Saison: "Aus heutiger Sicht ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass der Start am 29. Juli verschoben wird", kündigte Scheuerer an. Gut möglich, dass die Regionalliga wegen des Gezerres von Eintracht und Haching um die Zweitliga-Lizenz gleich mehrere Spieltage verschieben und erst 14 Tage nach Planung - also mit dem vierten Spieltag - beginnt. Für die Offenbacher Kickers würde das bedeuten: Sie starten mit dem Derby gegen Darmstadt 98 (8. August, 19.30 Uhr). Zu den 60 000 Euro vom Hessenfernsehen für die Übertragungsrechte (gesendet wird zeitversetzt ab 20.15) käme dann noch die Einnahme eines gut gefüllten Stadions.

Scheuerer plant, so weit Planung möglich, mit 19 Teams in der Regionalliga Süd. Zur Staffel-Tagung am Dienstag in Frankfurt aber sind 21 Klubs eingeladen - darunter auch U'haching, FSV und Eintracht. "Ob nun jemand von der Eintracht Fußball AG kommt oder von den Eintracht-Amateuren, ist mir wurscht." Die Amateure haben sich als Meister der Oberliga Hessen für die dritte Liga qualifiziert, dürfen dort aber nur spielen, bekommt die AG die Profi-Lizenz. Gibt es die nicht, bleibt die Zweite in der Oberliga, der FSV steigt in die dritte Liga auf. Aber vom Schicksal anderer will Manager Reisig die Zukunft des Klubs vom Bornheimer Hang nicht abhängig machen. Schließlich habe der Verein längst die Regionalliga-Zulassungsgebühr von 3000 Euro an den SFV überwiesen. "Hier ist faktisch ein Vertrag zustandegekommen", sagt Reisig und hofft, dass der SFV zur Lösung zurückkehrt, die der Verband zuvor aber schon abgelehnt hat: 20 Teams in der Regionalliga.

Dass die Einladung zum Regionalliga-Treffen alleine bei (rechtlichen?) Schritten hilft, bei denen der FSV mit "Nachdruck seine Interessen vertreten" könnte, darf ausgeschlossen werden. Schließlich bekam der FSV auch eine Einladung zur Oberliga-Tagung. Die war für Montag geplant - und wurde verschoben. "Den neuen Termin erfahren die "lieben Sportkameradinnen und Sportkameraden kurzfristig in der kommenden Woche".

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 13.07.2002

OFC macht Wächtersbach nass - 9:0

Vorgeführt: Germanen ohne den Hauch einer Chance - Sabanovic trifft fünf Mal - Ansehnliche Tore - Fast 300 Zuschauer

Kai Kopf WÄCHTERSBACH. 0:9 gegen Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach verloren: Wenigstens der Kassierer des Bezirksoberligisten Germania Wächtersbach durfte sich gestern angesichts von knapp 300 Zuschauern ein wenig freuen. Sportlich war das Testspiel die Rieth-Elf eine Ernüchterung mit der lehrreichen Erkenntnis, dass noch viel zu tun ist, ehe die Punktrunde startet. Zwar war von vornherein klar, dass es gegen den OFC, der bereits seit geraumer in Germania Wächtersbach - Kickers Offenbach 0:9Sachen Vorbereitung aktiv ist, ein schwerer Gang wird, doch mit einer solchen Abfuhr hatten - trotz des Klassenunterschiedes - wohl die wenigsten gerechnet.Gewinner des gestrigen Abends waren allerdings die Zuschauer, die, sofern OFC-Fans, einen Vorgeschmack auf die anstehende Regionalliga-Saison bekamen. Zwar fehlten Stammspieler wie Keeper Cesar Thier oder Stürmer Michael Petry, auch wurde Regisseur Patrick Falk erst spät eingewechselt. Doch insgesamt zeigte sich, dass das Team in den vergangenen Wochen gut gearbeitet und dementsprechend gut vorbereitet hat. Zu sehen bekam das Publikum aber auch eine Reihe schön heraus gespielter Tore. Einen kräftigen Schluck aus der Pulle mit dem Zielwasser hatte Sabanovic genommen, der alleine fünf Mal erfolgreich war, darunter einen lupenreinen Hattrick zwischen der 65. und 77. Minute erzielte. Immerhin zwei Mal war dessen Sturmkollege Knappmann erfolgreich, der vergangenes Jahr noch in der zweiten Mannschaft der Kickers in der Landesliga auf Torejagd gegangen war. Je einmal erfolgreich waren Schönfeld, dessen "Kullerball" aus 14 Metern im Getümmel durch Freund und Feind sowie die Beine von Germanen-Keeper Eichenauer zum zwischenzeitlichen 3:0 (19.) ins Netz trudelte, sowie Becht mit einem Volleykracher aus zwölf Metern. An Einsatz fehlte es nicht bei den Wächtersbacher Germanen, doch das alleine sollte nicht reichen, um das von Trainer Dennis Rieth im Vorfeld anvisierte "ordentliche Ergebnis" zu erzielen. Dafür war auch die Anzahl der individuellen Fehler viel zu hoch. Auch zeigte sich, dass es der neu formierten Hintermannschaft noch an Abstimmung mangelte. Letzteres ist nicht weiter verwunderlich, schließlich ist der Bezirksoberligist nicht wie Kickers Offenbach seit drei Wochen im Training, sondern hat vor einer Woche erst damit begonnen. StenogrammWächtersbach: Eichenauer, Fukatsch - Vorländer, Magnon, Wolf, Swierczynski, Manta, Schlögl, Kymlicka, Kuhn, Capobianco, Akbulut, Hartmann, Xhelil Kodralija, Rinkenberger, De Cicco, Omerovic.Offenbach: Keffel (46. Tadikis) - Becht, Knappmann, Stenzel, Sabanovic, Schönfeld, Langen, Kagiouzis, Rill, Brighache, Corrochano. Eingewechselt: Kaba, Lorenz, Falk, Sarfo (alle 78.).Schiedsrichter: Stübing (Breitenborn).Tore: 0:1 (13.) Sabanovic, 0:2 (16.) Knappmann, 0:3 (19.) Schönfeld, 0:4 (53.) Becht, 0:5 (61.) Knappmann, 0:6 (65.) Sabanovic, 0:7 (70.) Sabanovic, 0:8 (77.) Sabanovic, 0:9 (90.) Sabanovic.

(Von Kai Kopf, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Sa. 13.07.2002

Auf dem Bieberer Berg

Sikimic und Senaya können sich empfehlen

Ein Jahr, nachdem Patrick Dama zu LR wechselte, findet heute das vereinbarte "Abösespiel" statt.

Ahlen/Offenbach (kw). Die Aufgaben langsam steigern. Nach den leichten Spielen zum Warmmachen gegen die Ahlener SG und in Recklinghausen sowie den schon etwas schwereren 90 Minuten gegen den VfB Rheine steht heute (15.30 Uhr) für LR Ahlen mit Kickers Offenbach ein vielleicht noch etwas stärker einzuschätzender Gegner auf dem Vorbereitungsprogramm.Uwe Rapolder, der zusammen mit Ernst Mareczek die Zusammenstellung der Gegner vornahm, freut sich auf die Aufgabe in Offenbach, bescheinigt aber nochmals sowohl dem Team aus Rheine, als auch seiner einigen Mannschaft ein gutes Spiel am letzten Mittwoch. Auch heute muss Rapolder auf seine beiden Brasilianer Gledson und Chiquinho, dessen Verletzung doch etwas hartnäckiger ist als zuerst angenommen, verzichten. Da sich Patrick Ghigani gestern im Vormittagstraining verletzte, stehen Rapolder nur noch 15 Feldspieler aus seinem eigentlichen Kader zur Verfügung. Deshalb werden nochmals Senaya und auch Sikimic die Reise mitmachen und sich dort beweisen dürfen. Nicht dabei sind wird Prymula, der aber immer noch auf der Liste Rapolders für die kommende Saison steht. "Senaya ist 23, Sikimic 20 und Prymula ist gar erst 19 Jahre alt. Also alles drei junge Spieler mit großem Talent und Ehrgeiz", lässt Rapolder erneut seine Vorliebe für Spieler dieser Kategorie durchblicken.

(Von kw, DIE GLOCKE)

 
News vom Fr. 12.07.2002

Derby gegen Darmstadt im Hessen-TV

Offenbach (bam). Mit Meldungen solcher oder ähnlicher Qualität könnte die Saison für Thomas Kalt, Vize-Präsident der Offenbacher Kickers, weitergehen. Das Regionalliga-Derby am Bieberer Berg gegen Darmstadt 98 wird im Hessenfernsehen übertragen. Zwar nicht live, aber zeitversetzt. Deswegen wird die Partie vom 4. Spieltag am 10. August auf den 8. August (Donnerstag) vorverlegt. Anstoß ist um 19.30 Uhr, die TV-Übertragung beginnt um 20.15. Die Partie gilt wegen der rivalisierenden Fans als Problemspiel, dennoch stimmte die Polizei der Verlegung in die Abendstunden zu. Auch die Klubs sind einverstanden, einzig das Okay des Süddeutschen Fußball-verbandes und des Deutschen Fußball-Bundes als Dachorganisation fehlt noch. Knapp 60 000 Euro wird das Hessenfernsehen für die Übertragung zahlen. Etwa 10 000 Euro erhält Darmstadt, einen geringeren Prozentteil der Verband, der Rest bleibt in Offenbach. Auch deswegen beginnt die Spielzeit für Kalt wie gewünscht. Am Sonntag könnte der nächste Zahltag ausgelost werden, wenn der OFC - als Amateur - in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde einen Profiklub zugelost bekommt. Kalts Wunsch ist Eintracht Frankfurt - "aber erst in Runde drei". Für die erste wünscht er sich einen "schlagbaren Zweitligisten", der Gegner in der zweiten ist ihm gleich. Gerne nehmen die Kickers Pokalverteidiger Schalke 04. Kalt: "Und dann gegen die Eintracht..."

Die Pokal-Auslosung in der ARD-Sportschau wird am Sonntag beim Kickers-Tag (Beginn 16 Uhr) am Bieberer Berg live übertragen, wenn sich auf dem Hauptfeld Team und Trainer präsentieren.

Heute testet der OFC bei Germania Wächtersbach (19.30 Uhr).

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Fr. 12.07.2002

Erst der Test gegen Ahlen, dann das Fest mit den Fans

Am heutigen Freitag tritt der Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach um 19 Uhr zu einem Testspiel bei Germania Wächtersbach an. Der erste echte Härtetest erwartet die Mannschaft von Trainer Ramon Berndroth jedoch wohl erst am morgigen Samstag (15.30 Uhr), wenn der Zweitligist LR Ahlen im Stadion am Bieberer Berg gastiert.

Die Fans des Offenbacher Traditionsklubs werden sich derweil wohl auch schon auf den Sonntag freuen. Denn dann, ab 16 Uhr, können sie beim Kickers-Tag auf dem Stadiongelände ihre Lieblinge hautnah erleben und in Interviews von den Spielern das eine oder andere Wort zu den Zielen der kommenden Saison hören. Umrahmt wird die Vorstellung der Regionalligamannschaft von einem bunten Propgramm, zu dem Sambarhythmen ebenso gehören, wie Verlosungen oder das Schießen auf die Torwand.

Spannend wird es schließlich ab 18.10 Uhr. Dann werden Spieler, Trainer, Offizielle und Fans des OFC gebannt der Übertragung der ARD-Sportschau folgen, im Rahmen derer die erste Runde des DFB-Pokals ausgelost wird. Die Kickers sind nach dem Sieg im Hessenpokal mit im Lostopf und alle rund um den Bieberer Berg hoffen natürlich auf einen "Knaller".

Abseits dessen begegnete OFC-Manager Lars Schmidt gestern Spekulationen , der OFC würde einen der beiden Trainingsgäste der vergangenen Tage, Carsten Hennig oder Timo Uster, eventuell doch verpflichten wollen. Vom finanziellen Spielraum her gebe es "nicht die geringste Chance", einen weiteren Akteur zu holen, betonte Schmidt. hunz

(Von Andreas Hunziger, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Fr. 12.07.2002

Wer hat den OFC noch nicht gesehen?

Regionalligist Kickers Offenbach tritt am Freitag bei der Germania zu einem Testspiel an

WÄCHTERSBACH (kk). Wie mittlerweile alle Vereine des heimischen Fußballkreises steckt auch Bezirksoberligist Germania Wächtersbach mitten in der Vorbereitung auf die anstehende Saison 2002/03. Nachdem die Schützlinge von Trainer Dennis Rieth eine knappe Woche im Wald und auf dem Platz fleißig trainiert haben, steht am Freitag Abend ab 19 Uhr das erste Testspiel auf dem Programm. Gegner der Messestädter ist niemand geringeres als Regionalligist Kickers Offenbach.

Der hessische Traditionsverein (DFB-Pokalsieger von 1970) gibt damit bereits zum vierten Mal binnen weniger als zehn Tagen seine Visitenkarte in der hiesigen Region ab. Nachdem der OFC in Somborn gegen den Oberligisten SV Bernbach (1:1), in Wolferborn gegen eine Seemental-Auswahl (3:0) sowie beim Landesliga-Aufsteiger Bayern Alzenau (4:1) auftrat, folgt nun das Spiel gegen die Wächtersbacher Germanen. Genau dieser Umstand wird in Wächtersbach als "recht unglückliche Konstellation" angesehen. Dennoch hoffen Vereinssprecher Günter Magnon und Co., dass "wir dennoch ein paar Zuschauer auf das Sportgelände locken können." Attraktivität bietet der Gegner allemal. Nicht zuletzt deshalb, weil mit Patrick Falk ein "echter Gelnhäuser" zum Einsatz kommen wird. Überhaupt ist davon auszugehen, dass - zumindest auf Offenbacher Seite - der komplette Kader zum Einsatz kommen wird. Das war bei den bisherigen Auftritten immer der Fall. Auch Germanen-Coach Dennis Rieth wird vermutlich viel wechseln, da sich gerade am Anfang der Vorbereitung und Testspiele noch keine Wunschformation herauskristallisiert haben dürfte.

"Der Gegner ist vom Kaliber her natürlich ungünstig, weil wir gerade erst in die Vorbereitung eingestiegen sind. Aber wir müssen sie nehmen wie sie kommen, denn solche Vereine geben uns die Termine vor. Da ist man denkbar, wenn sie kommen", erklärte der Spielausschussvorsitzende Thomas Wolf. Auch für Trainer Dennis Rieth ist der Gegner ob seiner Tradition lukrativ. Das Ergebnis spielt für ihn "freilich keine Rolle, viel mehr sollen sich die Neuen einfinden und einspielen."

Vor allem auf die Abwehrformation darf man gespannt sein. Schließlich muss diese nach den Abgängen von Michael Bien und Alexander Fievet sowie dem "endgültigen" Ausstieg von Dennis Rieth als spielender Trainer jetzt vollkommen neu formiert werden. Ob Engin Gündüz einsatzbereit ist, wird sich kurzfristig entscheiden, denn er hat mit seiner Verletzung (Mittelfußknochen gebrochen) aus Bad Orber Zeiten momentan noch einige Probleme. Fraglich ist auch Fadil Kodralija, der das Dienstagstraining wegen Schmerzen in der Wade abgebrochen hatte. Definitiv nicht dabei ist Neuzugang Torben Weingärtner, der noch ein paar Tage im Urlaub weilt.

(Von kk, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Do. 11.07.2002

Ein Barcelona-Fan auf den Spuren von Veron

Offenbach. Ein kurzer Blick. Ein Pass mit dem rechten Innenrist in den freien Raum - der Laufweg des Angreifers stimmt. Tor. Der Daumen des Stürmers zeigt ob der exakten Vorlage nach oben. Patrick Falk, 22-jähriger Zugang des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, erwidert den Dank seines Mitspielers in dieser Trainingseinheit mit einem Augenzwinkern.

Am Bieberer Berg waren solche Szenen in der Vergangenheit selten zu bewundern, die spielerischen Mittel des kampfstarken Teams eher bescheiden. Ramon Berndroth ist überzeugt, dass Falk dieses Manko verringert. "Er bringt eine neue Variante mit, nämlich den Urwitz von der Straße. Er kann unser Spiel lenken", prophezeit der Trainer der OFC. Mannschaftsbetreuer Edgar Brack fühlt sich bei Falk an Wolfgang Overath, spiel- und laufstarkes Mittelfeld-Idol des 1. FC Köln der 70er Jahre, erinnert. Auch wenn Falk zugibt, selten bis nie zu grätschen und zu köpfen. "Das ist nicht mein Stil, Fußball zu spielen", sagt er.

Für den ehemaligen Juniorennationalspieler dient Juan Sebastian Veron, Mittelfeldregisseur von Manchester United, als Vorbild - auch wenn der Argentinier bei der Fußball-WM 2002 weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war. "Es hängt nunmal viel von den Mitspielern ab", verteidigt Falk seinen Lieblingsakteur und überträgt das auf die eigene Situation.

Beim Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen hatte er in der Hinrunde der vergangenen Saison überzeugt und trotz einiger Trainerwechsel alle Spiele bestritten. Unter dem eigenwilligen Bosnier Aleksandar Ristic war er in der Rückrunde nicht mehr erwünscht. In Oberhausen, sagt Falk, habe vieles nicht gepasst und vor allem die Kameradschaft gefehlt.

Falk weiß auch, dass er Fehler gemacht hat. Zu egoistisch, zu leicht abzulenken - solche Eigenschaften hingen ihm an. Das will er sich nicht mehr nachsagen lassen. "Ich war auch zu schnell zu begeistern - dabei soll man in diesem Geschäft nicht jedem vertrauen", sagt Falk nach den Erfahrungen in Frankfurt, bei Bayer 04 Leverkusen, in Braunschweig und Oberhausen. Der Abschied dort ist ihm leicht gefallen. Mit Gattin Kerstin und der zweijährigen Tochter Michelle ist Falk, der bei den Kickers einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben hat, zurückgekehrt nach Bad Soden-Salmünster.

Begonnen hatte Falk, seit vielen Jahren Fan und Mitglied des spanischen Renommierclubs FC Barcelona, in der Jugend des FSV Lieblos, wechselte zur Eintracht und übte schon als 15-Jähriger mit den Profis. "Seine spielerischen Qualitäten hat er damals schon besessen", sagt Berndroth, zu der Zeit noch Co-Trainer der Riederwälder. 13 Mal kam Falk in der Bundesliga zum Einsatz.

Den sportlichen Abstieg zu den Kickers empfindet er als Chance. Alles unter den ersten Fünf sei möglich, fasst die neue Nummer zehn ihre Eindrücke aus den ersten beiden Wochen beim OFC zusammen. Und fügt hinzu: "Mit ein bisschen Glück können wir auch Erster oder Zweiter werden. Es gab noch nie einen Aufsteiger, der alles nur mit Können gemacht hat."

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Do. 11.07.2002

Regionalliga in Terminnot

Der Saisonstart droht zu platzen / FSV erwägt Verzicht

Am gestrigen Mittwoch hat Hans Scheuerer, der Geschäftsführer des Süddeutschen Fußball-Verbandes (SFV), endlich einen Spielplanentwurf an die Klubs der Regionalliga Süd auf den Weg gebracht. In diesem wird auch die Spielvereinigung Unterhaching geführt, die demnach am ersten Spieltag (27. / 28. Juli) bei den Stuttgarter Kickers gastieren würde.

Der Haken an der Sache: Die Gültigkeit des Spielplanentwurfs ist derzeit in etwa so sicher wie ein Lotteriegewinn. Zwar betrachtet der SFV laut Scheuerer "nach dem aktuellen Stand der Dinge Unterhaching als Regionalligisten" und sei außerdem "zum Handeln gezwungen, weil wir es gegenüber den anderen Klubs nicht verantworten können, bis zum Sankt Nimmerleinstag zu warten". Aber der SFV-Geschäftsführer und sein Präsident Rolf Hocke wollten gestern nicht mehr ausschließen, dass angesichts der Unterhachinger Bestrebungen, mit aller Macht Zweitligist zu bleiben, der Saisonstart in der Regionalliga Süd verschoben werden muss. "Notfalls beginnen wir eben mit dem zweiten oder dritten Spieltag und holen den oder die ersten Spieltage im Januar nach", sagt Scheuerer. Was aus der Staffeltagung wird, die bereits einmal, vom vergangenen auf den kommenden Dienstag, verschoben wurde, ist noch unklar. Hocke hält eine erneute Verlegung für denkbar, laut Scheuerer soll sie abgehalten werden.

Und dann gibt es da ja auch noch den FSV Frankfurt, der den aktuellen Schwebezustand laut Manager Bernd Reisig als "von Tag zu Tag unzumutbarer" empfindet. Deswegen überlegt man am Bornheimer Hang, auf einen Start in der Regionalliga zu verzichten und freiwillig in der Oberliga Hessen anzutreten. Da aber Eintracht Frankfurt offiziell noch keine Zweitligalizenz besitzt und damit der Status der Eintracht-Amateure als Regionalligist auch nicht sicher ist, "wären wir zurzeit der 19. Oberligist", so Reisig. Doch die vierten Ligen sollen laut Beschluss des DFB-Bundestages eigentlich nur noch mit 18 Teams spielen.

(Von Andreas Hunziger. FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Do. 11.07.2002

KICKERSTAG

Das Saisoneröffnungswochenende am Samstag, 13.07. und Sonntag, 14.07. beginnt mit dem Testspiel des OFC gegen Zweitligist LR Ahlen am Samstag um 15.30 Uhr im Stadion am Bieberer Berg.

Ab 16.00 Uhr startet am Sonntag der Kickers – Tag auf dem Hauptfeld am Bieberer Berg. Die Vorstellung der ersten Mannschaft wird umrahmt von brasilianischen Sambarhythmen, Interviews, Verlosungen, Fotoshootings, Torwandschiessen usw.

Ab 18.10 Uhr sind dann alle Freunde der Kickers eingeladen, zusammen mit der Mannschaft die DFB – Pokalauslosung in der ARD Sportschau „Live“ zu verfolgen.

Der OFC erwartet am Sonntag den Verkauf der tausendsten Dauerkarte und auch der Kauf des neuen Kickers – Trikots wird den Fans erstmalig an diesem Tag angeboten.

(Vom OFC )

 
News vom Do. 11.07.2002

DFB-Pokal: Auslosung der ersten Hauptrunde am Sonntag

DFB-Pokal 2002/2003

Die Auslosung der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal der Männer wird am Sonntag vorgenommen. Im Rahmen der ARD-Sportschau zwischen 18.10 und 18.40 Uhr ermittelt "Glücksfee" Michael Rensing, Spieler des Deutschen A-Junioren-Meisters Bayern München, die 32 Partien der ersten Runde (30.08.-02.09.2002).

Bei der Auslosung zur ersten Runde wird aus zwei Töpfen gelost. Den ersten Topf bilden die 18 Bundesligisten der abgelaufenen Saison sowie die 14 bestplatzierten Vereine der abgelaufenen Saison der 2. Bundesliga.

Den zweiten Topf bilden die vier Absteiger der abgelaufenen Saison der 2. Bundesliga, die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der abgelaufenen Spielzeit in den Regionalligen Süd und Nord sowie 24 Amateur-Klubs. Diese 32 Vereine haben automatisch Heimrecht.

Zu den genannten 24 Amateur-Vereinen zählen zum einen die Verbandspokalsieger der 21 DFB-Landesverbände. Zum anderen darf jeweils ein weiterer Amateur-Klub aus den drei DFB-Landesverbänden, welche die meisten Herrenmannschaften im Spielbetrieb haben (derzeit Bayern, Niedersachsen und Westfalen), am DFB-Pokal teilnehmen. In der Regel sind dies die Verlierer des Verbandspokal-Endspiels.

Folgende 24 Amateur-Klubs haben sich über den Verbandspokal der Landesverbände für den DFB-Pokal 2003 qualifiziert:

SV Werder Bremen (A), Uhlenhorster SC Paloma, VfL Wolfsburg (A), SV Concordia Ihrhove, Holstein Kiel, SC Paderborn 07, SF Siegen, Rot-Weiß Essen, TSV Alemannia Aachen (A), FC Bayern München (A), SSV Jahn 2000 Regensburg, TSG Hoffenheim, Bahlinger SC, Kickers Offenbach, VfR Aalen, FSV Salmrohr, 1. FSV Mainz 05 (A), 1. FC Saarbrücken II, Berliner Tennis Club Borussia, Eisenhüttenstädter FC Stahl, FC Schönberg 95, Hallescher FC, FC Erzgebirge Aue und FC Rot-Weiß Erfurt.

(Vom ?, KICKER-ONLINE)

 
News vom Mi. 10.07.2002

Etat ist ausgereizt

"Mehr Erfahrung täte gut"

Neue Gesichter auf dem Bieberer Berg. Der Kader der Vertragsspieler schuftet im roten Dress auf dem Nebenplatz des Stadions. Doch zwei blau gekleidete Spieler erregen das Interesse der Kiebitze: Carsten Hennig (25), zuletzt Abwehrchef des VfR Mannheim, und Timo Uster (27), ein Defensivmann vom SV Wehen. "Sie halten sich bei uns nur fit", dementiert Trainer Ramon Berndroth Verpflichtungsabsichten. Der Fuball-Etat von rund 1,5 Millionen Euro sei ausgereizt.

Dabei ist die Defensive der Schwachpunkt im neuen Kader - zu jung und unerfahren. Zwei Akteure wie Hennig, mit dem der OFC bereits Ende April in Verhandlungen stand, und Uster würden die Abwehrsorgen lindern. Berndroth hatte im kicker-Interview bereits Bedenken geäußert ("Ich frage mich: Was passiert, wenn Mounir Zitouni als einziger Routinier ausfällt?"). Nun legte Kapitän Matthias Dworschak mahnend nach: "Dem Team könnte etwas mehr Erfahrung gut tun." Doch der Coach muss nüchtern feststellen: "Die Planungen sind abgeschlossen."

Dabei wären die Trainingsgäste preiswerter zu haben als noch vor Wochen Ex-Profi Steffen Herzberger (Mainz 05). Der hatte trotz eineinhalbjähriger Spielpause ein - für den OFC unrealisierbares - Gehalt gefordert. Nun besteht die Chance auf ein "Schnäppchen". Hennig und Uster (mit einem Angebot aus Zypern) drückt die Zeit. Bislang hatten sie dem FSV Frankfurt für die Regionalliga zugesagt. Doch beim jetzigen Stand des Lizenzstreites in der Zweiten Liga müsste der FSV in die Oberliga. Das Duo wäre vereinslos.

(Von Holger Kliem, KICKER-ONLINE)

 
News vom Mi. 10.07.2002

Lizenztheater: Interview mit Hans Scheuerer

"Sogar der Saisonstart ist in Gefahr"

Hans Scheuerer über Auswirkungen der offenen Lizenzfrage bei Eintracht Frankfurt auf die Regionalliga ...

kicker: Herr Scheuerer, die Saison der Regionalliga Süd soll schon in 16 Tagen beginnen. Können Sie derzeit überhaupt etwas planen?

Hans Scheuerer (Geschäftsführer der Regionalliga Süd): Wir müssen sehr flexibel sein, es gibt ja fast täglich einen neuen Stand. Wenigstens scheint jetzt klar zu sein, dass 19 Vereine in der Liga sein werden. Insgesamt haben wir fünf verschiedene Spielpläne erstellt, die nun in der Schublade liegen und je nach Konstellation herausgeholt werden können. Wir arbeiten einfach weiter bis zur nächsten Überraschung.

kicker: Welches sind die größten Probleme?

Scheuerer: Vor allem die unteren Spielklassen sind betroffen, obwohl die am wenigsten dafür können. Deren Terminplanung könnte völlig durcheinander geraten.

kicker: Bis wann wird Ihrer Einschätzung nach die Zusammensetzung der Süd-Staffel feststehen?

Scheuerer: Ich bin doch kein Hellseher! Wir müssen abwarten, wie am Dienstag die Entscheidung des OLG Stuttgart ausfällt. Es wäre aber sogar die Konstellation denkbar, dass wir den Saisonstart am 27. Juli nicht einhalten können. Zum Beispiel wenn ein weiteres Mal das Schiedsgericht bemüht werden müsste.

kicker: Könnte den betroffenen Vereinen nicht ein Ultimatum gesetzt werden, sich für eine Ligazugehörigkeit zu entscheiden?

Scheuerer: Darüber ist noch nicht nachgedacht worden.

kicker: Was muss getan werden, um ein derartiges Chaos in Zukunft zu verhindern?

Scheuerer: Der Vorschlag von DFL- Geschäftsführer Straub, dass sportlich abgestiegene Klubs in Zukunft auch definitiv abgestiegen sind, klingt vernünftig. Das würde mehr Planungssicherheit bedeuten.

kicker: Muss das Lizenzierungsverfahren verändert werden?

Scheuerer: Nein. In diesem Jahr herrscht durch die Kirch-Insolvenz eine ganz besondere Situation. Ansonsten wäre die Lizenzvergabe längst klar.

kicker: Wo spielt der FSV Frankfurt, der ja zuletzt auch kurzfristig Drittligist war, nächste Saison?

Scheuerer: Da die Amateurmannschaft der Eintracht nach der derzeit gültigen Rechtslage ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen kann, ist die Möglichkeit des Nachrückens für den FSV nicht vorgesehen.

Interview: Martin Gruener

(Von Martin Gruener, KICKER-ONLINE)

 
News vom Mi. 10.07.2002

Der SV Wehen will Hayrettin Yildiz holen

Fußball-Regionalligist SV Wehen plant die Verpflichtung von Hayrettin Yildiz. Die Taunussteiner haben dem 33 Jahre alten Abwehr- und Mittelfeldspieler, der zuletzt beim türkischen Zweitligisten Kartelspor unter Vertrag stand, ein Angebot unterbreitet, nun muss Yildiz, der einst auch für Borussia Fulda in der dritten Liga aktiv war, seine Zusage geben. Dann sollen schnellstmöglich die Freigabemodalitäten mit dem türkischen Fußballverband geklärt werden.

Derweil trainieren Carsten Hennig (zuletzt VfR Mannheim) und Timo Uster, in der vergangenen Saison noch beim SV Wehen unter Vertrag, zurzeit bei Kickers Offenbach. Das Duo, das, falls der FSV Frankfurt in der Regionalliga hätte starten dürfen, an den Bornheimer Hang gewechselt wäre, hält sich beim OFC fit, "bis sie einen neuen Klub gefunden haben", sagt OFC-Coach Ramon Berndroth. Eine Verpflichtung von Hennig oder Uster sei aber derzeit nicht geplant, die personellen Planungen seien abgeschlossen, erklärte Berndroth.

(Von Andreas Hunziger. FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Di. 09.07.2002

Den kannst du auch nachts um vier Uhr zum Training wecken

Offenbach. 1. FC Köln Amateure gegen Ratingen. Meister gegen Fast-Absteiger der vergangenen Saison in der Oberliga Nordrhein. Nicht gerade ein fußballerischer Leckerbissen vor nicht allzu vielen Zuschauern. Die kampfbetonte Partie endete 2:2, die Kulisse entsprach etwa dem Fanaufkommen beim Trainingsauftakt des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach vor eineinhalb Wochen.

Ramon Berndroth, Trainer des OFC, und Manager Lars Schmidt waren Augenzeugen der Partie. Aufgefallen ist ihnen ein damals 20 Jahre alter Stürmer. Nicht vom Nachwuchs des damaligen Bundesligisten 1. FC Köln, sondern vom Klub aus dem Düsseldorfer Einzugsgebiet.

Dessen Vorzüge: Groß gewachsen, starker linker Fuß, deutsche Staatsangehörigkeit. In der neuen Saison, in der jeder Regionalligist pro Partie vier Akteure unter 24 Jahren im 18 Mann starken Kader haben muss - die zudem für eine deutschen Auswahl spielberechtigt sind - trägt Christian Knappmann das Trikot der Offenbacher Kickers. "Er entspricht genau unseren Anforderungen", sagt Bernd-roth über den ehemaligen Ratinger, der am Samstagabend beim 4:1 im Testspiel gegen den Landesligisten FC Bayern Alzenau in seinem dritten Einsatz seine ersten beiden Tore für den OFC erzielt hat. Am Freitagabend beim Bezirksoberligisten Germania Wächtersbach, am Samstag zu Hause gegen den Zweitligisten LR Ahlen und am Sonntagmorgen bei Germania Wiesbaden will er nachlegen.

"Die Kickers", erzählt Knappmann, "haben einen großen Namen und ein gutes Trainergespann - ich hoffe, dass ich mich in Offenbach so richtig weiterentwickeln kann." Bernd-roth glaubt, dass der Zugang, der einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, seinen Weg machen wird. Er sagt: "Man hat ihm in den Gesprächen angemerkt, dass er ganz heiß war, zum OFC zu kommen. Und er hat diese Begeisterung auch schon auf dem Platz umgesetzt. Der Christian ist einer, den kannst du auch nachts um vier Uhr zum Training wecken. Der ist sofort da."

Knappmann, nach beendetem Zivildienst in Nordrhein-Westfalen nach Obertshausen gezogen, spielte vor seiner Zeit in Ratingen für den FC Remscheid, in der Jugend unter anderem für den Wuppertaler SV, Fortuna Düsseldorf und den MSV Duisburg. Vom Aussehen her erinnert er stark an Carsten Jancker. In dem kahl geschorenen Nationalspieler des FC Bayern München, der bei der Fußball-WM in Japan und Südkorea einen Treffer erzielte, sieht der Angreifer auch sein Vorbild. Er sagt: "Ich mag Janckers Spielweise, komme selbst aber auch gerne über die Außenposition. Ich bin dynamischer als er." Bernd-roth kann sich Knappmann auch als "Arbeiter in der Spitze" vorstellen.

Der 21-Jährige, der "so schnell wie möglich mit dem OFC in die Zweite Liga" will, rechnet sich Chancen auf einen Stammplatz aus. Weitere Kandidaten für den Sturm sind nach den Wechseln von Patrick Würll (Reutlingen) und Raffael Tonello (Eintracht Frankfurt) der Ex-Regensburger Michael Petry, Nazir Saridogan, Tobias Schindler sowie Samir Naciri.

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Di. 09.07.2002

Dieter Müller beim Sommerfest des Profi-Getränke-Marktes

Fachsimpeleien mit einem, der Fußball bestens kennt

BÜDINGEN (jm). Fußball war in den vergangenen Wochen das Thema Nummer 1. Beim Sommerfest des Profi-Getränke-Marktes an der Saline hatten nun die Besucher Gelegenheit, mit einem, der sich in diesem Metier bestens auskennt, zu fachsimpeln. Doch der ehemalige Nationalspieler Dieter Müller, heute Präsident von Kickers Offenbach und Leiter einer Fußballschule, war nicht allein in Büdingen, um Autogramme zu schreiben und über die Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft beim Weltmeisterschaftsfinale zu diskutieren. Der frühere Fußballprofi, der unter anderem bei Kickers Offenbach, 1. FC Köln und Girondeaux Bordeaux spielte, zweimal Torschützenkönig der Bundesliga war und noch heute amtierender Rekordhalter mit sechs Toren in einem Bundesligaspiel (1977, 1. FC Köln gegen Werder Bremen) ist, übergab persönlich den Hauptgewinn einer Verlosung, die im Profi-Getränke-Markt zum Tag der offenen Tür durchgeführt wurde. Christoph Pehle aus Lorbach freute sich sichtlich über den Gutschein für ein einwöchiges Fußballtrainingscamp auf der Ronneburg im Wert von 350 Euro. Der 15-Jährige spielt in der B-Jugend des 1. FC Lorbach im offensiven Mittelfeld und möchte in dem Trainingslager seine Fähigkeiten verbessern, um vielleicht einmal in die Fußstapfen Müllers zu treten. Auch für das leibliche Wohl der Gäste hatte Marktleiter Wilfried Cirus bestens gesorgt. "Power-Apfel" der Firma Höhl, Colaprodukte und verschiedene Biere der Wächtersbacher Brauerei konnten kostenlos probiert werden. Der Fußball spielte für die Getränkehändler keine große Rolle. Trotz WM ist der Getränkeabsatz nicht gestiegen. "Die Spiele waren zu früh. Da setzte sich kaum jemand mit einem Bier vor den Fernseher", so Rudi Kunkel, Bezirksleiter Edeka Südwest Getränke. Das bestätigte auch Marktleiter Cirus: "Aber in vier Jahren wird das anders sein."

(Von jm, KREIS-ANZEIGER)

 
News vom Mo. 08.07.2002

Kickers-Trainer Berndroth lobt den "Gemeinschaftssinn"

Offenbach (app). Dritter Sieg im vierten Testspiel zur neuen Saison für den Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach: Die Mannschaft von Trainer Ramon Bernd-roth siegte am Samstagabend beim Landesligaaufsteiger FC Bayern Alzenau mit 4:1 (4:1). In den Vorbereitungsspielen zuvor hatte der OFC gegen Dettingen (6:0) und eine Büdinger Bezirksligaauswahl (3:0) gewonnen. Gegen den Oberligisten SV Bernbach reichte es nur zu einem 1:1.

Eine recht ordentliche Bilanz, wie Berndroth eineinhalb Wochen nach dem Trainingsauftakt meinte. Nicht nur mit den Leistungen auf dem Platz ist er zufrieden. "Ich bin sehr, sehr angetan vom Gemeinschaftssinn dieses Teams. Er hat sich entweder schnell gebildet oder ist von der vergangenen Saison nahtlos übernommen worden. Das passt", lobte er. Die Neuen seien schon gut integriert worden.

Patrick Falk, zuletzt beim Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen unter Vertrag, war der einzige Spieler der Kickers, der in Alzenau durchspielte. Christian Knappmann, Zugang vom SV Ratingen, traf zwei Mal. Er meinte: "Das war schon ganz gut gegen einen ordentlichen Gegner und mein bisher bestes Spiel für die Kickers - auch weil ich endlich getroffen habe." Die weiteren Tore des OFC erzielten Bashir Kaba, zuletzt 1. FC Köln, und Nachwuchsspieler Samel Sabanovic. "Zumindest die erste Halbzeit in Alzenau war sehr gut. Da sind wir voll draufgegangen. Nach der Pause haben wir zwar weiter gute Chancen erspielt, wirkten aber etwas müde", analysierte Berndroth, der am Samstag auf Thorsten Becht, Torwart Rene Keffel, den am Knie verletzten Tobias Schindler und Michael Petry (Kapselverletzung) verzichtete. Petry, Zugang vom Ligarivalen Jahn Regensburg, soll heute Mittag zumindest wieder das Lauftraining aufnehmen.

Ihr nächstes Vorbereitungsspiel absolvieren die Kickers am Freitag, 19 Uhr, in Wächtersbach. Am Samstag, 15.30 Uhr, spielen sie erstmals in der neuen Saison am Bieberer Berg: 24 Stunden vor dem so genannten "Kickers-Tag", an dem die neue Mannschaft den Fans präsentiert werden soll, erwartet der OFC den Zweitligisten LR Ahlen.

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Mo. 08.07.2002

Darmstadt überzeugt gegen Essen / OFC-Neuzugänge treffen

Die hessischen Fußball-Regionalligisten sind bereits in guter Form. Den höchsten Stellenwert hatte zweifellos das 3:1 des SV Darmstadt 98 gegen den Nord-Regionalligisten Rot-Weiß Essen. Trainer Hans-Werner Moser sprach nach dem Sieg gegen Essen von einer disziplinierten Leistung seiner Lilien, die vor 700 Zuschauern in Ober-Ramstadt beeindruckten. Elton da Costa (2) und Rückkehrer Carsten Lakies erzielten bis zur 47. Minute die Darmstädter Treffer, für Essen, dessen Spieler Wedau die Gelb-Rote Karte sah (40.), traf Winkler (84.).

Der aus der A-Jugend aufgerückte Samel Sabanovic, der bereits am Freitag beim 3:0 gegen Wolferborn/Michelau zweimal getroffen hatte, erzielte beim 4:1 von Kickers Offenbach beim Landesligisten Bayern Alzenau erneut ein Tor. Darüber hinaus war Neuzugang Christian Knappmann - und zwar gleich zweimal - erfolgreich, Treffer Nummer vier erzielte in Bachir Kaba ein weiterer neuer Spieler.

Die ungewohnten Abwehrschwächen der Amateure von Eintracht Frankfurt gegen den fränkischen Oberligisten SC Feucht waren auch auf die harte Arbeit im Trainingslager zurückzuführen. Ohne die bei den Profis weilenden Weißenfeldt und di Gregorio konnten die Eintracht-Amateure erst spät durch Dietz, Jovanovic, Speranza , Sprung und Simon den Sieg sicherstellen.

Der FSV Frankfurt, der noch darauf hofft, in der kommenden Saison in der Regionalliga zu spielen, siegte im Rahmen seines Trainingslagers in Bermuthshain (Vogelsberg) auch ohne Kabaca, König, Wolf, Salonen und Wagner locker gegen den Bezirksligisten Viktoria Nidda 8:3. Brendel, Giuliana, Roth (je 2) sowie Yosuf und Strack trafen für den FSV.

Leichtes Spiel hatten die Oberligisten SV Bernbach und 1. FC Eschborn. Bernbach siegte in Heigenbrücken gegen eine Kreisliga-Auswahl mit 11:1, die Treffer vielen durch Oymak (3), Messinese, Roth, Koc, Huth, Zinkhan und Ekiz sowie ein Eigentor der Gastgeber. Mit 10:0 überrannte Eschborn den Kreisligisten Germania Gustavsburg. Leifermann (3), Guht, Lind (je 2), Abdel-Hag, Guerrera und Keskin trafen, bis auf Kelvin King und Fabio Daga konnte Trainer Ali Marzban Bestbesetzung aufbieten.

Dem Oberligisten KSV Klein-Karben fehlten dagegen beim 1:0 gegen die SG Bruchköbel sämtliche Stürmer, das Tor zum 1:0 erzielte Torwart Michael Eckhardt (54.), der in der zweiten Halbzeit im Sturm spielte. Angreifer Ecevit Balaban fehlte wegen eines Probetrainings beim Chemnitzer FC.

(Von hdp, FRANKFURTER RUNDSCHAU)

 
News vom Mo. 08.07.2002

Vor 450 Zuschauern: Bayern Alzenau unterliegt dem OFC

ALZENAU (dip/kk). Fußball-Landesligist Bayern Alzenau unterlag am Samstag vor knapp 450 Zuschauern mit 1:4 (1:4) gegen den Regionalligisten Kickers Offenbach. Christian Knappmann (2), Bachir Ka- Bayern Alzenau -Kickers Offenbach 1:4ba und Samuel Sabanovic markierten die Tore für den siegreichen OFC, bei dem die Angreifer Tobias Schindler und Michael Petry wegen Verletzungen ausfielen, ferner Becht und Torwart René Keffel pausierten. Das Tor des Gastgebers erzielte Benjamin Goedecke zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Es war mehr drin für den letztjährigen Meister der Bezirksoberliga Frankfurt Ost drin, doch der Bayern-Abwehr merkte man das Fehlen von Fabian Langstrof, denn die sah bei allen vier Gegentreffern nicht gut aus. OFC-Coach Ramon Berndroth freute sich seinerseits, dass der Zusammenhalt seiner neuen Mannschaft (immerhin 12 Zugänge) bereits jetzt zu spüren sei.

(Von dip/kk, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Sa. 06.07.2002

Kickers 3:0 - Petry im Pech

Wolferborn (old). Mit 3:0 haben die Offenbacher Kickers am Freitag ein weiteres Testspiel gegen eine Bezirksliga-Auswahl des Kreises Büdingen gewonnen. Die Tore schossen der aus der A-Jugend gekommene Sabanovic (2) und Saridogan. Coach Bernd- roth setzte insgesamt wieder 22 Spieler ein. Pech: Zugang Michael Petry knickte beim Warmmachen um und zog sich eine Knöchelverletzung zu. Am Samstag, 17 Uhr, testen die Kickers beim Landesliga-Aufsteiger FC Bayern Alzenau (Stadion Rother Strauch).

(Von old, OFFENBACH-POST)

 
News vom Sa. 06.07.2002

OFC spielt heute in Alzenau

Bayern starten am Sonntag offiziell in die Saison - Germania Ober-Roden mistet aus

ALZENAU (dip). Fußball-Landesliga-Aufsteiger FC Bayern Alzenau erwartet im ersten Testspiel zur Saison 2002/2003 am Heute, 18 UhrBayern Alzenau - Kickers Offenbachheutigen Samstag das Regionalliga-Team von Kickers Offenbach (18 Uhr, Stadion "Rother Strauch"). Während die Bajuwaren in der hessischen Landesliga Süd erst am 10. oder 11. August beim FC Kickers-Viktoria Mühlheim in die neue Saison starten werden, sieht es beim OFC ganz anders aus. Bereits am 27. Juli geht's mit dem Spiel beim FC Augsburg los. Daher befinden sich die Protagonisten von Ramon Berndroth bereits in einer stressigen Vorbereitungsphase. Nach dem 1:1 am Donnerstag in Bernbach und dem Spiel am gestrigen Abend in Büdingen Wolferborn folgt heute das dritte Match binnen drei Tagen.Die Alzenauer Fußballfreunde dürfen sich hierüber freuen, dass der OFC seinen vollzähligen 23er-Kader (!) dabei haben wird und quasi zwei Teams ins Rennen schicken kann. Gegen Bernbach war dies aber kein Vorteil. Der FC Bayern, der am gestrigen Abend seine große Meisterschaftsfeier hatte und seine Mannschaft offiziell am morgigen Sonntagmittag vorstellen wird, will sich dank der bis auf Martin Bleifuß und dem zweiten Torwart Frederik Schmitt komplett zusammen gebliebenen Meistermannschaft, aber auch den diversen Neuverpflichtungen ebenfalls achtbar aus der Affäre ziehen.Schließlich rechnet sich der Verein aus dem Kahlgrund auch in der eher schwach gewordenen Landesliga - jetzt hat auch Germania Ober-Roden seine Stars Frommknecht, Reuter und Sahin mangels Finanzierbarkeit vor die Tür gesetzt - eine gute Position aus. Die Bayern-Fans freuen sich auf die in der Oberliga erprobten Gerald Mai (Eintracht Oberissigheim, früher Viktoria Aschaffenburg, SG Hoechst und Kickers Offenbach) und Yalcin Yaman (SV Bernbach) sowie Dominik Wenisch (Teutonia Obernau) und Torwart Christian Kühn (Eintracht Oberissigheim) als Neuzugänge. Des Weiteren will Trainer Klaus Reusing drei Spieler aus dem großen Talentschuppen des FC Bayern integrieren.

(Von dip, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Fr. 05.07.2002

1:1 gegen den SV Bernbach

Somborn (old). 23 Spieler haben die Offenbacher Kickers gestern Abend beim Test des Regionalligisten in Somborn gegen den Oberligisten SV Bernbach eingesetzt. Am Ende hieß es 1:1 (0:1). Die Kickers waren durch Saridogan (13.) in Führung gegangen; Koc (63.) glich aus. "Eine gute Einheit gegen einen guten Gegner", urteilte Co-Trainer Michael Dämgen. Heute testet der OFC um 19 Uhr in Wölferborn.

(Von old, OFFENBACH-POST)

 
News vom Fr. 05.07.2002

SV Bernbach: Gelungener Test gegen Kickers Offenbach

Knapp 300 Zuschauer sahen munteres Spiel in Somborn

FREIGERICHT. Einen gelungenen Testspiel-Einstand feierte Fußball-Oberligist SV Bernbach gestern Abend gegen die klassenhöheren Offenbacher Kickers. Vor knapp 300 Zuschauern trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten 1:1 (0:1). Nach einer knappen Vorbereitung mit sehr laufintensiven Trainingseinheiten brillierten beide Teams verständlicherweise nicht mit spielerischer Finesse oder Kabinettstückchen. Dennoch zeigten das Jessl-Team und der "Gast" aus Offenbach ein für diesen frühen Zeitpunkt der Vorbereitung ansehnliches Spiel. Vor dem Seitenwechsel hatten die Kickers leichte Feldvorteile und ein deutliches Plus an zwingenden Torchancen. Allerdings brachte es nur Nazir Saridogan (6.) fertig, den gut disponierten Thorsten Rohrbach im SVG Gehäuse zu überwinden. Ausgangspunkt war eine Freistoßflanke von Patrick Falk, dem Gelnhäuser im OFC-Trikot. Dessen Hereingabe verlängerte Petry per Kopf auf Saridogan, der unhaltbar einschoss. Die beste Bernbacher Möglichkeit vor dem Wechsel hatte Marco "Bulle" Roth, dessen 25 Meter-Freistoß knapp am OFC-Gehäuse vorbei rauschte. Im zweiten Abschnitt, OFC-Trainer Ramon Berndroth hatte die komplette erste Elf ausgetauscht, war der Oberligist das bessere Team mit den besseren Möglichkeiten. Einen an Zangir verursachten Strafstoß verwandelte Fehmi Koc sicher. Dabei sollte es bis zum Abpfiff bleiben. Der Auftritt in Somborn war aber nur die erste von vier Vorstellungen, die die Mainstädter im Rahmen ihrer Vorbereitungen im heimischen Raum geben werden. Am morgigen Samstag gastieren Falk und Co. Beim Landesliga-Aufsteiger Bayern Alzenau, ehe es am kommenden Donnerstag, 12. Juli, zum Bezirksoberligisten Germania Wächtersbach. Den Abschluss bildet das Spiel beim A-Ligisten FC Alemannia Niedermittlau, wo die Kickers am 23. Juli vorspielen werden.

(Von Kai Kopf, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Fr. 05.07.2002

Rund ums Spiel - Spiele gegen OFC sind schon Tradition

Ein sehr interessantes Schauspiel sahen die Zuschauer auf der Vereinsheimseite in Somborn in der 77. Minute: OFC-Trainer Ramon Berndroth wollte unbedingt wechseln, doch als der regionalliga-erfahrene Schiedsrichter Iaccarino (Eschborn) und sein Assistent eine kurze Spielunterbrechung ohne Wechsel verstreichen ließen, reagierte Berndroth verärgert - und warf einige Trainingsjacken auf das Spielfeld. Ohne Konsequenzen allerdings, denn der Referee nahm diese Unmutsäußerung ebenso mit Humor wie die sichtlich belustigten Zuschauer.Eine gewisse Tradition haben die Auftritt der Offenbacher Kickers alljährlich auf dem Sportgelände des SV 09 Somborn, mit dem der Regionalligist ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Nachdem im vergangenen Jahr das Berndroth-Team gegen den damaligen Landesligisten VfB Unterliederbach testete, kam es nun zum Aufeinandertreffen mit dem heimischen Oberligisten SV Bernbach. Auch die Bernbacher pflegen mit dem OFC ein enges Verhältnis, spielen mindestens einmal pro Saison gegen den hessischen Traditionsverein und DFB-Pokalsieger von 1970. Nachdem es im Winter vergangenen Jahres noch eine knappe 2:3-Niederlage setzte, reichte es diesmal sogar zu einem Remis für das Team von Trainer Reinhold Jessl. Gerade einmal 45 Minuten währte der Auftritt des Gelnhäusers Patrick Falk im OFC-Trikot. Zur Pause tauschten die Kickers ihre komplette erste Elf aus. Dennoch liest sich das Zeugnis des ehemaligen Eintracht-Profis passabel: Ein Tor vorbereitet, die meisten Angriffe seiner Elf eingeleitet und ein (für die kurze Einsatzzeit) hohes Laufpensum.

(Von ?, GELNHÄUSER TAGEBLATT)

 
News vom Do. 04.07.2002

Zweiter Test für den OFC

Offenbach (app). Zweites Testspiel für den Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach in der neuen Saison: Die Mannschaft von Trainer Ramon Berndroth spielt heute, 19 Uhr, in Somborn gegen den Oberligisten SV Bernbach. Die sechs Zugänge sollen erstmals zum Einsatz kommen. Tobias Schindler (Knieverletzung) und Samir Naciri (Gesäßmuskelverletzung) fehlten gestern Morgen bei der Trainingseinheit.

(Von Holger Appel, OFFENBACH-POST)

 
News vom Do. 04.07.2002

Interview mit Trainer Berndroth

"Fangen wieder bei Null an!"

kicker: Herr Berndroth, Sie haben mit Ihrem Team die ersten fünf Trainingseinheiten absolviert. Ihre Bestandsaufnahme?

Ramon Berndroth: Postiv, die Jungs begeistern mich. Sie gehen mit Freude und Ehrgeiz an die Sache. Bestes Beispiel: Neuzugang Patrick Falk aus Oberhausen. Er konnte - wie aber auch die anderen - es kaum erwarten, wieder gegen den Ball zu treten.

kicker: Der OFC hat zum zweiten Mal in Folge einen personellen Umbruch hinter sich. Eine Herausforderung oder einfach nur belastend?

Berndroth: Eine Chance. Die Spieler, die wir verpflicht haben - Petry, Falk, Kaba, Knappmann, Lorenz, Schönefeld - sind positive Typen, die sich bereits in die neue Situation eingefunden haben und auch außerhalb des Trainings gemeinsame Wege gehen.

kicker: Dennoch hat der Kader mit dem Weggang von Würll, Binz, Meyer und Tonello an Substanz verloren.

Berndroth: Das kann man auch anders sehen, als natürliche Fluktuation. Wir bieten mit einem neuen Kader auch etwas Neues. Es bringt doch nichts, alte Restposten - positve wie negative - zu übernehmen. Wir fangen immer wieder bei Null an.

kicker: Vor allem in der Abwehr. Die scheint nach dem Aus für Meyer und Binz als echte Problemzone.

Berndroth: Das ist richtig. Ich frage mich auch: Was ist, wenn Zitouni als einziger Routinier ausfällt? Ich traue mir aber zu, eine gute Formation aufzubauen - mit vier Abwehrspielern, davon zwei offensive Außenpositionen. Keine Kette, eher ein Vierer-Bogen. In der letzten Saison ging die Abwehrarbeit doch sehr zu Lasten der Offensive. Binz war zwar der klare Chef, doch durch ihn waren wir fixiert. Als Absicherung benötigte er zwei Manndecker, sonst wurde er überlaufen. Der Verband Meyer-Binz-Zitouni war dann zwar stabil, aber es kam nichts nach vorne.

kicker: Ein erfahrener Mann wie der Mainzer Ex-Profi Steffen Herzberger hätte da sicher gut getan?

Berndroth: Absolut, ich bin enttäuscht, dass es keine Einigung gab.

kicker: Dem Kader - mit einem Schnitt von 22,7 Jahren unter allen Feldspielern - könnte Erfahrung ohnehin gut tun.

Berndroht: Jammern gilt nicht. Das ist unser Team. Daraus machen wir das Beste.

kicker: Für das Präsidium wäre das der Aufstieg - spätestens in 24 Monaten.

Berndroth: Eine absolut legitime Forderung für diesen Traditionsverein. Ich dagegen will mich auf ein Ziel nicht festlegen. Klassenerhalt oder Aufstieg, der Wille zum Sieg muss da sein.

Interview: Holger Kliem

(Von Holger Kliem, KICKER-ONLINE)

 
News vom Di. 02.07.2002

Brasilianer obenauf bei den Kickers

Offenbach (app). Das Finale um die Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Brasilien und Deutschland hat er am Sonntag noch im Urlaubshotel an der portugiesischen Algarve geschaut, die Trainingseinheit des Regionalligisten Kickers Offenbach gestern, 10 Uhr, aber bereits am Bieberer Berg geleitet. Trainer Ramon Berndroth war zuvor an seinem ersten Arbeitstag der Saison 2002/03 von Torhüter Cesar Thier im Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft begrüßt worden - der Flachs blühte vor dem einstündigen Waldlauf und den Einheiten mit Ball, bei denen der am Knie verletzte Tobias Schindler fehlte.

Ihr nächstes Testspiel nach dem 6:0 am Freitag in Dettingen bestreiten die Kickers am Donnerstag, 19 Uhr, in Somborn gegen den Oberligisten SV Bernbach. Am Freitag, 19 Uhr, spielen sie in Wölferborn, am Samstag, 17 Uhr, beim Landesligarückkehrer Bayern Alzenau. Für Sonntag, 14. Juli, plant Michael Lüken, der neue Geschäftsführer des OFC, den Kickers-Tag, bei dem die Mannschaft mit den sechs Zugängen (Falk, Kaba, Knappmann, Lorenz, Petry und Schönefeld) im Stadion vorgestellt wird.

"Wir müssen sehen, dass wir die Neuen schnell integrieren und wieder zu einer Einheit finden", sagt Berndroth. Die Liga, erzählt der Kickers-Trainer, sei "hoch interessant - und wir wollen darin eines der interessantesten Teams werden".

(Von Martin Batzel, OFFENBACH-POST)

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Seite wurde am 31.07.2002 aktualisiert