Kickers Offenbach
News, Info's und Zeitungsberichte über den OFC
Juli 2003

29.07.2003: Pasta, Aufstieg und das neue OFC-Trikot
28.07.2003: OFC und FSV eine Woche vor Rundenbeginn in Torlaune
28.07.2003: Chefkoch Berndroth muß nicht mehr an Zutaten sparen
28.07.2003: Regionalliga
26.07.2003: Pokal-Poker: Wer behält die Nerven?
26.07.2003: Türker will Stammplatz und elf Tore
26.07.2003: Knapper Sieg für Kickers

 
News vom Di. 29.07.2003

Pasta, Aufstieg und das neue OFC-Trikot

Berndroth, Schmidt und Lamm über die Situation bei Kickers Offenbach vor dem Saisonstart / Fragezeichen hinter Menze

Offenbach (bam) - Eine Arbeitsessen bei Kickers Offenbach in Harmonie, sogar die Bestellungen lauteten gleich: Bei Pasta Mista (italienisch für gemischte Nudeln) besprachen Ramon Berndroth (Trainer), Lars Schmidt (sportlicher Leiter) und Rüdiger Lamm (Manager) die kommende Spielzeit. Ziel, das offiziell so deutlich eigentlich selten ausgesprochen wird: Aufstieg in die Zweite Liga. Berndroth: "Eine klare Aussage zu dem Thema: Ich bin hocherfreut, zum ersten Mal, seitdem ich bei Kickers Offenbach Trainer bin, hat der Klub die Chance, in der Regionalliga oben mitzuspielen." Und: "Meine Aufgabe ist es, das Beste daraus zu machen - wie jedes Jahr." Aber der Unterschied zu den Vorjahren? "Wir haben die absolut realistische Chance aufzusteigen." Lamm sieht's ähnlich, schiebt die Favoritenrolle aber ganz weit weg: "Wir wollen aufsteigen, Favoriten sind aber die, die das Doppelte unseres Etats mitbringen." Wie Augsburg und Saarbrücken. Offenbach plant mit zwei Millionen Euro. Thema des Dreier-Treffens war auch die personelle Situation, die sich etwas entspannte, nachdem Bachir Kaba (Malaria) wieder ins Training einstieg. Aber: Steffen Menze (Rückenprobleme) erhielt vom Arzt drei Tage absolutes Trainingsverbot. Heute gibt es neue Informationen. Ein Schnellschuss, also eine Neuverpflichtung, sei nicht geplant, so Lamm. Das Montag-Treffen von Trainer, sportlichem Leiter und Manager - es soll eine ständige Einrichtung werden. Die Zusammenkunft gestern war auch eine Standortbestimmung: Wie gut sind die Kickers für die kommende Saison gerüstet? Sie sind ungeschlagen in der Vorbereitung, haben einige Verletzte, aber gute Stimmung. So die Zusammenfassung. Und es gibt eine neue Aufbruchstimmung bei den Fans. "8000 bis 10 000" erwartete Kickers-Vize Thomas Kalt für das Heimspiel am Samstag (14.30 Uhr) gegen Pfullendorf. Manager Lamm, zu großen Teilen verantwortlich für den Aufschwung, weil treibende Kraft bei der Geldbeschaffung, warnt aber auch. Er sieht die Gefahr, dass - bei den Fans - bei aller Euphorie über die Kür - das Los Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal - die Pflicht SC Pfullendorf verdrängt wird. Um eine professionelle Vorbereitung zu gewährleisten, planen die Kickers, künftig vor Auswärtsspielen immer ein Kurz-Trainingslager. Der Trainer sei da sehr bescheiden in seinen Forderungen, sagt Lamm. "Aber man darf nicht am falschen Ende sparen." Ist denn dafür noch Geld in der Kasse? Lamm: "Wenn nicht, dann muss ich es eben finden." Er jedenfalls habe keine Lust, bei Auswärtsfahrten alle zwei Minuten den ADAC anzurufen, um die neusten Staumeldungen abzuhören. Wenn die Kickers auswärts spielen, dann im neuen Look. Daheim bleibt's für beim traditionellen rot-weiß. Als Auswärtstrikot aber löst ein kräftiges Blau mit gelb abgesetzten Ärmeln und Krangen den hellblauen Dress ab. Heute wird mit Ausrüster uhlsport neu verhandelt - über die Zeit nach dem 30. Juni 2004. Lamm: "Wir haben zwei Anfragen, uhlsport eine Option, ich will eine schnelle Lösung." In der vergangenen Spielzeit schaute der Ausrüster nicht so genau hin, wenn die Spieler statt uhlsport eine andere Marke an ihren Füßen trugen. Es war aber auch nicht immer sofort zu erkennen, denn die Streifen bisweilen mit schwarzer Farbe übermalt. Diese Zeiten sind wohl auch vorbei.

(Von Martin Batzel, Offenbach-Post)

 
News vom Mo. 28.07.2003

Frankfurt. Das letzte Wochenende vor dem Saisonstart in der Regionalliga Süd sowie der Oberliga Hessen wurde noch einmal ausgiebig zu Testspielen genutzt. Die Offenbacher Kickers besiegten dabei die Amateure von Schalke 04 und Zweitligist Greuther Fürth jeweils mit 2:1 und kamen am Sonntag zu einem 19:0 gegen die Kreisliga-Fußballer aus Weinsbach/ Elgershausen. Regionalligakonkurrent FC Eschborn deklassierte die klassentieferen Amateure von Eintracht Frankfurt mit 7:1. Oberligist FSV Frankfurt siegte 13:0 beim Bezirksligisten SV Nieder-Wöllstadt, der SV Erzhausen erzielte ein achtbares 3:3 gegen den Zweit-Bundesligisten Mainz 05 und Oberligakonkurrent Bad Vilbel bezwang die A-Junioren der Frankfurter Eintracht mit 2:1. Trainer Ramon Berndroth wollte das 2:1 der Offenbacher Kickers gegen Greuther Fürth nicht überbewerten. Spaß hatte er aber ganz besonders an Stürmer Michael Petry, der nach zehnwöchiger krankheitsbedingter Pause sowohl gegen Schalke als auch gegen Fürth durchspielte und jeweils einen Treffer beisteuerte. Vor rund 600 Zuschauern führte Fürth durch Westermann (46.), ehe Knappmann (75.) und Petry (88.) den Sieg des OFC sicherstellten. Gegen Schalke glich Türker aus und Petry traf zum 2:1. Beim dritten Testspiel binnen drei Tagen war Petry dann vier Mal erfolgreich, Knappmann, Policella, Müller (je 3), Barletta (2), Fiorentino, Türker, Falk und Wöll machten das 19:0 (10:0) perfekt. Knapp eine Stunde hielten die Eintracht Frankfurt Amateure in Niederhöchstadt gegen den Regionalligisten Eschborn gut mit, obgleich Trainer Bernhard Lippert nur 13 Spieler, darunter fünf A-Junioren, zur Verfügung standen. Nach dem 1:0 von Abdel Hag (24.) egalisierte Baufeldt (50.). Erst als Brendel (55.) und Abdel Hag (60.) zum 3:1 getroffen hatten, platzte beim Aufsteiger der Knoten. Steiner (3) und Guerrera sorgten für das 7:1, während Kevin Boyd in Eschborn wieder aussortiert wurde. Er konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Die Eintracht hatte am Samstag beim 5:0 gegen den Bezirks-Oberligisten Viktoria Kelsterbach ihr Erfolgserlebnis. Pätzoldt, Tiago (je 2) und Baufeldt trafen. Vor dem Saisonstart gegen den SV Bernbach hatte sich der FSV Frankfurt einen harmlosen Trainingspartner ausgesucht. Giuliana (75./79./85.) traf drei Mal, je zwei Treffer steuerten Roth (28./ 38.), Blum (29./34.) und Colak (70./71.) bei. Zudem waren Thomas Oral, Glöckner und Bretthauer erfolgreich und Nieder-Wöllstadt unterlief ein Eigentor. Trotz widrigster Bedingungen in der Vorbereitungszeit - bis zehn Tage vor Rundenstart stand dem FV Bad Vilbel kein Rasenplatz zur Verfügung - ist der neue Sportliche Leiter Domingo Correa-Perez zufrieden: "Wir haben endlich keine Langzeitverletzten mehr und können aus dem Vollen schöpfen". Allerdings schied Cem Acar beim 2:1 (0:0) gegen die U 19 von Eintracht Frankfurt mit einer Schulterverletzung aus. Dafür waren die Defensivkräfte Gunkelmann und Ivkovic wieder dabei. Leopold (65.) und Schönig (76.) trafen für die Wetterauer, der für die neue A-Jugend-Bundesliga qualifizierte Nachwuchs der Riederwälder verkürzte kurz vor Schluss. Das 6:1 des KSV Klein-Karben gegen den ersatzgeschwächten Landesliga-Aufsteiger Spvgg. Oberrad war für den Oberligisten ein Muster ohne Wert. (ham/rst))

(Von ham/rst, FRANKFURTER NEUE PRESSE)

 
News vom Mo. 28.07.2003

Chefkoch Berndroth muß nicht mehr an Zutaten sparen

"Nächste Woche wird's schwerer", rief Ramon Berndroth einem Fan hinterher. Der hatte sich gerade ein Autogramm vom Trainer der Offenbacher Kickers geholt. Aber beim jungen Mann zeigten die Worte keine Wirkung. Wer, wie gerade erlebt, den Fußball-Zweitligaklub Greuther Fürth 2:1 bezwingt, wird ja wohl zum Regionalligastart am kommenden Samstag mit dem SC Pfullendorf zurechtkommen. Der Vertrauensvorschuß, den die Kickers übers Wochenende vom Spielfeldrand aus zu hören bekamen, ist gewaltig. Am Freitag beim 2:1 über die Amateure von Schalke04, Regionalliga-Klassenkameraden im Norden, tags drauf beim 2:1 über die Franken, am Sonntag schließlich im Taunus beim 19:0 über eine Weinbachtal-Auswahl.

Wie einen warmen Regen dürfte das neue Team besonders den rauschenden Beifall der knapp tausend Leute auf der Haupttribüne des Stadions auf dem Bieberer Berg für den Sieg am Samstag über die klassenhöheren Fürther genossen haben. 0:1 lagen die Kickers nach dem Gegentor durch Heiko Westermann kurz nach der Halbzeitpause zurück. Erstmals in dieser Vorbereitung mußte ein Rückstand aufgeholt werden. Das gelang dank Christian Knappmann in der 80. und Michael Petry fünf Minuten später. Man ist ja in dieser Hinsicht nicht verwöhnt worden in der vergangenen Saison.

Auffällig ist die spielerische Verbesserung durch Zugänge wie Thorsten Judt, Bruno Akrapovic, Sascha Licht, Christian Hock, Suat Türker (Torschütze gegen Schalke 04) oder Gustav Policella. Abwehrspieler Steffen Menze dagegen hat sich nicht zeigen können, laboriert mal an diesem, mal an jenem Zipperlein. Was es nun ist, weiß niemand so recht zu sagen. Die Planungen, noch einen Stürmer zu holen, müßten gegebenenfalls überdacht werden, meint Berndroth - zugunsten eines Verteidigers. Mit den verletzten Menze, Dario Fossi und den von einer gerade überstandenen Malaria genesenen Bachir Kaba ist dem Trainer die "Innenverteidigung weggebrochen, sind zwei Türme weg". Unter diesen Vorzeichen ist vorerst die Viererkette mit Stefan Dolzer, Angelo Barletta, Judt und Fouad Brighache erste Wahl. Brighache erlebt derzeit eine Renaissance, die ihm nicht mehr zugetraut worden war. Körperlich wieder auf der Höhe, gibt es kaum ein Vorbeikommen für die Gegenspieler. Überhaupt die Stammkräfte der zurückliegenden Saison: Da blühen Männer wie Alexander Lorenz, Christian Müller, Petry (Torschütze bereits am Freitag) oder Patrick Falk (steuerte jeweils den Paß zum Siegtreffer bei) auf, denen ein Schattendasein blühte. "Das wird sich vermischen", prophezeit der Trainer die Durchlässigkeit im Kader zwischen den alten und den neuen im OFC-Trikot.

Übungsleiter Berndroth dürfte sich in diesen Tagen vorkommen wie ein Koch, der plötzlich nicht mehr an Zutaten sparen muß, während er früher allenfalls Eintopf auftischen konnte. Der Appetitanreger ist der Mittelfeldstratege Akrapovic, als Pfeffer in der Suppe versteht sich Hock, der mit seiner temperamentvollen Gangart permanent rotgefährdet lebt. Policella, den Berndroth für einen "Knipser" hält, jagt noch seinem Ruf als Torjäger hinterher. Dafür hat Petry ihn bei seinen Kurzeinsätzen aufpoliert, auch Knappmann, als die Sturmspitzen der Anfangsformation gegen Fürth bereits auf der Bank saßen. Als Säulen der Elf erwiesen sich durch die Bank in allen Vorbereitungsspielen Torhüter Cesar Thier und Kapitän Matthias Dworschak, dem die Mannschaftskameraden beim Abgang wenige Minuten vor dem Schlußpfiff einen stehenden Empfang bereiteten.

"Formverbesserung geht vor Resultatsverbesserung", hat Berndroth als Devise ausgegeben. Soll heißen: In Testspielen lieber etwas unternehmen als sich zurückzunehmen. Dolzer hat bei seinen Ausflügen in die Offensive viel gewagt, Judt ebenfalls. Alle zusammen sind sie in den Wochen vor dem Ernstfall Pfullendorf ohne Niederlage davongekommen. Das dürfte sich auch am kommenden Mittwoch, wenn es in Thalau gegen eine Rhön-Auswahl geht, nicht ändern. Daraufhin die Regionalliga-Saison hochzurechnen hieße sie schönzurechnen. Zu Beginn der Saison 2002/2003 war es der FC Augsburg, der enorm aufgerüstet hatte. Und was passierte? Die Kickers kamen mit ihrer No-name-Mannschaft und gewannen ausgerechnet in Augsburg. Das ist noch keine Prognose, aber eine Warnung.

Eine Spur von neuem Größenwahn zeigte sich bei der Preispolitik für die Partie am Freitag gegen die Schalker Amateure. 8,50 Euro sollte der Eintritt in Obertshausen kosten. Nach Protesten der Kundschaft wurde die Forderung auf 6,50 Euro reduziert. Wer schon gezahlt hatte, bekam zwei Euro zurück. Der Stadionsprecher lockte später mit dem Sonderangebot "jedes Bier ein Euro" in das Klubheim von Kickers Obertshausen. Am Samstag gegen Fürth wurden sieben Euro für die Fußball-Kostprobe verlangt. Die Kickers sind somit lernfähig. Immerhin.

(Von Hans-Joachim Leyenberg, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)

 
News vom Mo. 28.07.2003

Regionalliga

Die hessischen Regionalliga- und Oberliga-Clubs nutzten das letzte Wochenende für Beginn der Punktrunde, um Feinheiten abzustimmen. Kickers Offenbach besiegte dabei die Amateure von Schalke 04 und Zweitligist Spvgg. Greuther Fürth jeweils mit 2:1 und ließ es am Sonntag mit einem lockeren 19:0 gegen Weinsbach/Elgershausen ausklingen. Der FC Eschborn deklassierte die Amateure von Eintracht Frankfurt mit 7:1 und testet am Dienstag noch einmal bei der SG Höchst (19 Uhr).

Ramon Berndroth wollte selbst das 2:1 des OFC gegen Greuther Fürth nicht überbewerten. "Oftmals werden diese Spiele nur 30 Minuten ernst genommen", sagte der Coach. Hocherfreut war er über Stürmer Michael Petry, der nach dreimonatiger Pause wegen Krankheit gegen Schalke und Fürth durchspielte und je einen Treffer beisteuerte. Gegen Fürth traf außer Petry (88.) noch Knappmann (75.), beim dritten Test stand der Spaß im Vordergrund. Petry (4), Knappmann, Policella, Müller (je 3), Barletta (2), Fiorentino, Türker, Falk und Wöll erzielten vor 400 Fans die Tore zum 19:0 (10:0).

(Von ?, Frankfurter Rundschau)

 
News vom Sa. 26.07.2003

Pokal-Poker: Wer behält die Nerven?

Preis richtet sich nach Reichweite - und da macht sich das hessen fernsehen ganz klein / Drei entscheidende Fragen

Offenbach (bam) - Es geht um Fußball, aber es ist ein Pokerspiel: Das Angebot des Deutschen Fußball-Bundes liegt vor. Angeblich um die 500 000 Euro will der Verband von hessen fernsehen haben, das starkes Interesse an der Live-Übertragung des Pokalknallers Kickers Offenbach gegen Eintracht Frankfurt zeigt. "Viel zu viel", hieß es aus der Zentrale im Frankfurter Dornbusch. Was würde der Sender denn zahlen? Die Antwort - ein Schmunzeln. Über Zahlen spricht man eben nicht gerne, aber 500 000 auf keinen Fall. Und selbst die Hälfte wohl auch nicht. Für die Übertragung der Erstrundenpartie Dynamo Dresden gegen Hamburger SV zahlt die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) etwas über eine Million Euro. Aber die ARD flimmert in Deutschland auf jedem Fernseher. Das hessen fernsehen nicht. Deswegen sei der Preis auch zu hoch, argumentiert HRPressesprecher Michael Dartsch. Der Sender erinnert an seine Grenzen, macht sich in dem Fall klein: Verbreitung per Antenne - gering; per Satellit bundesweit - aber nicht jeder hat eine Schüssel; per Kabel nur in Hessen und in angrenzenden Gebieten. Dass das hessen fernsehen auch in manche Kabelnetze eingespeist wird , die nicht in der Nähe der Landesgrenzen liegen, erklärt die Geschäftspolitik: Wenn's nichts kostet, freut sich der Sender über die Aufnahme; kostet's was, verzichtet er. "Hauspolitik", sagt Dartsch. Und so darf auch damit gerechnet werden, dass der Sender sich die Rechte an den Livebildern nicht um jeden Preis sichern wird.

Der DFB will an seinem Angebot festhalten, auch um sich die Preise nicht kaputt zu machen. Das hessen fernsehen erinnert daran, dass seine Mittel (und Reichweiten) begrenzt sind - und die Fußball-Fans im Rhein-MainGebiet hoffen. Alle knapp 21 000 Karten weg, drei Mal so viel hätten es sein können.

Ausgang des Pokal-Pokers offen. Es geht um drei Fragen:

1: Was soll die Übertragung kosten? Antwort: Wird verhandelt!

2. Das ZDF will für seinen Verzicht auf die Erstverwertung eine gleichwertige Pokalpartie. Antwort: Ist erst nach der Auslosung der zweiten Runde zu klären.

3. Wann wird gespielt? Antwort: 30. August (Samstag, 17 Uhr) oder 31. August (Sonntag, 11 Uhr). Der Sonntagmorgen ist für den TVSender wenig interessant. Er würde gerne Samstagabend senden. Problem: DFB und Polizei lehnen ab, Sicherheitsbedenken. Samstagnachmittag scheidet aus. Dann besteht Gefahr, dass die anderen Pokal-Klubs mehr Geld wegen ausbleibender Zuschauer wollen. Montag sendet die ARD Dresden gegen HSV, Sonntagnachmittag spielen in Deutschland die Amateurklubs.

Was tun? Montag wird weiter verhandelt, aber die Zeit drängt. "Der DFB ist nicht verantwortlich für die Verzögerungen bei der endgültigen Terminierung", sagt DFBPressesprecher Harald Stenger. Schon vergangenen Montag hatte der Frankfurter Sender angeblich eine vorsichtige Vorab-Information erhalten, dass das ZDF bereit sei, auf seine Rechte am ersten Derby seit 19 Jahren zu verzichten. Aber so richtig eilig schien es mit der Information am Dornbusch keiner zu haben.

(Von ?, Offenbach-Post)

 
News vom Sa. 26.07.2003

Türker will Stammplatz und elf Tore

Offenbach - Fußballspieler und ihre Trikotnummern. Mit den Begründungen, wer warum auf welche Zahl vertraut, ließen sich Bücher füllen. Bei den einen ist es beispielsweise Aberglaube, bei den anderen Gewohnheit. Suat Türker wird in der kommenden Saison bei den Offenbacher Kickers mit der 22 auflaufen. Grund: "Ich fand die Zahl einfach schön. Außerdem habe ich mir vorgenommen, mindestens halb so viele Tore zu schießen", erklärt der 27-Jährige. "Elf Stück will ich schaffen. Wenn es mehr werden sollten, ist es mir auch recht." Starke Worte für einen Stürmer, der in der vergangenen Saison für Borussia Neunkirchen in 24 RegionalligaSpielen lediglich zwei Tore erzielte. Nebenaspekt: Er trug die Nummer 26.

"Das war natürlich nicht berauschend", gibt Türker zu. "So schlecht kann ich aber nicht gewesen sein. Es gab schließlich viele Interessenten." Unter anderem eben die Offenbacher Kickers. "Als der OFC anfragte, war die Sache schnell klar", sagt der gebürtige Türke, der seit 1999 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. "In Offenbach stimmt alles. Der Verein wird professionell geführt, die Unterstützung ist optimal. Auch in der Mannschaft stimmt es. Der Teamgeist ist top."

Türkers Ziel: Ein Stammplatz. Klar. Dass der OFC kurz vor der Abfahrt ins Trainingslager in Ex-Profi Gustav Policella einen weiteren Angreifer verpflichtete und Manager Rüdiger Lamm seine Suche nach Verstärkungen für die Offensive anscheinend noch nicht eingestellt hat, lässt Türker kalt: "Ich mache mir deshalb keine Gedanken", sagt der 27-Jährige. "Dass wir noch einen Stürmer gebraucht haben, war klar. Schließlich kann es ja immer mal vorkommen, dass einer ausfällt." So wie Türker in der Vorbereitung. Wegen einer Roten Karte nach einer Rangelei im Endspiel des Saarlandpokals war der Angreifer bis zum 22. Juli gesperrt, trainierte mit, musste bei den Testspielen zuschauen. Türker: "Das war die sinnloseste Rote Karte, die ich je bekommen habe." Und die erste seit langer, langer Zeit. In der Jugend gab es wohl die letzte. Türker: "Ich bin zwar temperamentvoll, aber nicht unfair."

(Von Christian Düncher, Offenbach-Post)

 
News vom Sa. 26.07.2003

Knapper Sieg für Kickers

Obertshausen (op) - Die Offenbacher Kickers haben ein Testspiel gegen die Amateure des FC Schalke 04 (Regionalliga Nord) in Obertshausen mit 2:1 (1:0) gewonnen. Suat Türker (31.) erzielte das 1:0. Nach dem Ausgleich durch Schiller (69.) traf Michael Petry spät zum 2:1 (88.).

(Von ?, Offenbach-Post)

Alle Angaben ohne Gewähr


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Seite wurde am 29.07.2003 aktualisiert